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Georgoudas unterliegt im Junioren-Finale

Es war alles wie bei den Großen. Der gleiche Stadionsprecher stellte die Finalisten in der Rod-Laver-Arena vor. Die Fotografen wurden zur Siegerehrung platziert. Der australische Tennispräsident war da und der internationale. Es gab Pokale und Stoff-Wombats. Alexandros-Ferdinandos Georgoudas hatte zwar das Finale im Junioren-Turnier der Australian Open in Melbourne mit 3:6, 1:6 gegen den Inder Yuki Bhambri verloren, eine Ansprache vor etwa 250 Zuschauern musste der Hannoveraner dennoch halten.

„Das war alles eine ganz tolle neue Erfahrung“, sagte der 17 Jahre alte Deutsch-Grieche. Er meinte dabei nicht nur die Siegerehrung, sondern die ganze Veranstaltung. Erstmals nahm er an einem der vier Grand-Slam-Turniere teil, die eben nicht nur bei den Erwachsenen das Maß aller Dinge sind. Die Listen der Sieger und Finalisten bei den Boys lesen sich wie ein Who is Who der Tennisszene. Georgoudas weiß also, dass er durchaus Chancen hat, den Sprung zu den Profis zu schaffen.

„Das ist mein Ziel, seit ich zehn war“, sagt der Sohn einer deutschen Mutter und eines griechischen Vaters. Seit seinem dritten Lebensjahr hat er einen Schläger in der Hand, weil Opa ein großer Tennisfan war. Bis 14 trainierte er in Saloniki, dann erfolgte der Umzug ins Leistungszentrum Hannover, weil sich der griechische Verband nicht für ihn interessierte.

Als Finalist in Melbourne wurde er nun zum Vorreiter der insgesamt fünf Jungs und ein Mädchen umfassenden Junioren-Gruppe des Deutschen Tennis Bundes, die sich in Australien glänzend verkauft hat und Boris Beckers erst vor einer Woche getroffener Aussage von einer „Dürrezeit“ Hohn sprach. „Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe“, sagte Georgoudas, „auch wenn ich im Endspiel wahnsinnig nervös war“.

Einschlagen mit Roger Federer

Seine Eindrücke von der Reise nach Down Under bleiben jedenfalls unvergesslich. Dazu gehört auch die bislang einmalige Erfahrung, seinen Lieblingsspieler Roger Federer vor dessen Halbfinale einschlagen zu dürfen. „Ich habe gesagt: hallo, Alex, und er hat gesagt: hallo, Roger“, erzählte „Greece“, „aber das wusste ich ja.“

Am Samstagabend saß er wieder im Flieger nach Hause. Diese Saison noch darf Georgoudas an Juniorenturnieren teilnehmen, der Übergang zu den Profis muss aber schon eingeleitet werden. Hier ein Future-Turnier spielen, dort mal auf eine Wildcard bei einem Challenger in Deutschland hoffen, um die ersten Weltranglisten-Punkte zu sammeln. „Ich hoffe, dass es jetzt so weitergeht“, sagt er. Denn irgendwann will er als Profi nach Australien wiederkommen. Und sich dann nicht mehr seinen Trainingspartnern vorstellen müssen.

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