Gerard Piqué: Ein Fußballer verändert den Davis Cup

Der spanische Fußball-Star Gerard Piqué mischt sich mit seiner Marketing-Agentur Kosmos Group im Tennis mit.

Den meisten Fußballfans ist er bestimmt schon einmal untergekommen: Gerard Piqué. Er ist Profifubßballer beim FC Barcelona, hat sich mittlerweile aber auch zahlreiche andere Standbeine aufgebaut. Mit 34 Jahren wird seine Karriere im Profisport früher oder später ein Ende nehmen, das hält den Spanier allerdings nicht davon ab, große Pläne für die Zukunft zu schmieden. Dabei möchte der Spitzensportler nicht nur beim Fußball bleiben, sondern interessiert sich auch für andere Sportarten. Als Präsident der Kosmos Group ist er seit einiger Zeit nämlich auch für den Davis Cup verantwortlich. Und bei diesem Wettbewerb soll es auch in den kommenden Jahren noch viele Änderungen geben.

Piqué erobert Sportwelt

Für den spanischen Spieler Gerard Piqué scheint der Tag mehr als 24 Stunden zu haben. Anders lässt es sich kaum erklären, warum das Fußballass so viele verschiedene Standbeine hat und dabei allen gerecht werden kann. Derzeit ist der 34-jährige ein aktives Mitglied im FC Barcelona, dazu spielte er bis 2018 in der spanischen Nationalmannschaft. Mit Piqué konnte die spanische Nationalelf 2010 zum Weltmeister und 2012 zum Europameister werden. Auch nach seinem Abtritt macht das spanische Team immer noch eine gute Figur, zu den Top-Favoriten zählt es bei der derzeitigen Euro 2020 jedoch nicht. Laut dem  Buchmacher Betano befindet sich das Team in der unter den Top sechs Titelfavoriten. Mit einer Quote von 11.00 (Stand 18.6.2021) auf den Gesamtsieg gelten die Spanier als einer der Anwärter. Für den Einzug ins Achtelfinale sieht es derzeit zumindest nicht schlecht aus. Piqué ist auf Länderspiel-Ebene heute nur noch im Publikum zu finden. Der Spanier kommt dem Ende seiner Fußballkarriere wohl immer näher.

Andere Standbeine von Piqué

Für ihn geht es dann aber nicht in Frührente, denn der Spitzensportler hat genügend andere Beschäftigungen. Piqué ist ein leidenschaftlicher Pokerspieler und hat vor allem 2017 und 2018 bei einigen Turnieren groß abgeräumt. Ob er sich noch stärker auf eine Karriere im Profipoker ausrichten möchte, hat er bisher nicht bekanntgegeben. Auch im Fußball hat er weiterhin einen Fuß in der Tür, denn er ist mittlerweile Präsident eines eigenen Vereins, dem FC Andorra. Dazu widmet sich der Fußballer auch dem Tennissport und das als Investor. Mit seiner Kosmos Group soll er einen 25-jährigen Vertrag auf den Davis Cup unterzeichnet haben. Seither wird der wichtige Wettbewerb von ihm und seinem Unternehmen ausgerichtet.

Der Davis Cup in neuer Hand

Als wichtigster Wettbewerb der Herren-Nationalmannschaften im Tennis erhält der Davis Cup jedes Jahr große Aufmerksamkeit. Ausgerichtet werden die Turniere von der ITF (International Tennis Federation) und mittlerweile auch durch die Investmentgruppe Kosmos. Als Präsident dieser Gruppe ist Gerard Piqué am Hebel, um verschiedene Änderungsvorschläge einzubringen. Die 3-Milliarden-Dollar-Partnerschaft soll über 25 Jahre gehen und dem Davis Cup neue Innovationen ermöglichen. Seit 2019 wurde bereits der Spielmodus verändert. So gibt es nun zum Abschluss des Davis Cup einen World Cup, der innerhalb einer Woche an einem gewählten Ort abgehalten wird. Hier wird der Gewinner der Saison schlussendlich gekürt. Das große Event ist nun auch als das Davis Cup Finale bekannt. Auch in diesem Jahr hat die Kosmos Holding weitere Vorschläge für die kommenden Saisonen hervorgebracht, genaue Beschlüsse sind dabei allerdings noch nicht bekannt. Hier melden sich aber auch kritische Stimmen zu Wort. Das deutsche Tennisass Alexander Zverev warf Piqué sogar vor, Tennisgeschichte zu ruinieren, in dem er einfach Geld in den Wettkampf schmeißt. Die Vorwürfe lässt Piqué aber nur ungerne auf sich sitzen.

Der spanische Fußballer Gerard Piqué ist in der Sportwelt extrem aktiv. Er ist derzeit noch aktiver Spieler beim FC Barcelona, besitzt einen eigenen Fußballverein in Spanien und ist derzeit Präsident der Kosmos Holding, die den Davis Cup mitveranstaltet. Dazu kommt noch seine Leidenschaft für Poker, die ebenfalls viel Zeit beansprucht. Wie das Time-Management des 34-jährigen aussieht, würden wir gerne wissen!