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Offene Worte von Jelena Djokovic: „Vermisse die Privatsphäre”

Seit 2005 ist Jelena Djokovic die Frau an der Seite der aktuellen Nummer eins der Welt. In einem Interview mit einer serbischen Website spricht sie jetzt offen über das Leben unter ständiger Beobachtung.

Vor knapp zwei Wochen holte Novak Djokovic den achten Titel bei den Australian Open und damit seinen 17. Grand Slam-Titel insgesamt. Eine Person fehlte jedoch unter den rund 15.000 Zuschauern in der Rod Laver Arena: Seine Ehefrau Jelena verfolgte das Finale von zu Hause aus.

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Our superhero 👨‍👩‍👧‍👦

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Die Schattenseiten der Öffentlichkeit

Es wurde wieder viel spekuliert, als auffiel, dass die Frau von Novak Djokovic in Australien nicht in der Box des Serben saß. Jetzt reagierte die 33-Jährige selbst und offenbarte Vesti Online, wie schwer ihr das Leben in der Öffentlichkeit inzwischen fällt.

„Irgendwann vermisst man die Privatsphäre und die Anonymität, um jederzeit und in jeder Situation tun zu können, was man möchte“, gestand Jelena Djokovic der Website. Auch die sozialen Netzwerke macht die 33-Jährige dafür verantwortlich, dass das Leben einer Person in der Öffentlichkeit jederzeit verfügbar ist. Zu Beginn der Beziehung sah das noch ganz anders aus. „Wenn du jung bist, fühlt sich das Rampenlicht und die Aufmerksamkeit natürlich gut an“, gesteht die Ökonomin.

In der Vergangenheit wurde die Frau von Djokovic in Kommentaren unter ihren Bildern des Öfteren kritisiert. Auch bei öffentlichen Anlässen, wie kürzlich beim Sanremo Festival in Italien, zeigt sie sich oft ungeschminkt.

Inzwischen versucht Jelena Djokovic, sich ein wenig aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. „Ich versuche, all den Erwartungen zu widerstehen, um ich selbst zu sein und damit Novak er selbst sein kann.“

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❤️👋 from Sanremo festival 🥰😍

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Schon seit 15 Jahren ein Paar

Das Paar kennt sich schon lange, bereits während der Schulzeit in Belgrad sind sie sich erstmals begegnet. Seit 2005 sind die beiden liiert.

Auch über eine Hochzeit hat Novak Djokovic ein paar Jahre später nachgedacht: „Roger Federers Spiel ist nach seiner Heirat mit Mirka Vavrinec besser geworden, und er hat an mentaler Stärke gewonnen. Diesen Weg möchte ich ebenfalls gehen.“ Im Jahr 2014 haben die beiden diesen Plan dann in die Tat umgesetzt. Im gleichen Jahr kam Sohn Stefan zur Welt. 2017 wuchs die Familie durch die Geburt von Töchterchen Tara noch weiter. Laut des Weltranglistenersten habe der Familienzuwachs die Beziehung weiter gestärkt.

Jelena Djokovic: „Möglichst wenig Material liefern”

Mit dem aktuellen Interview zeigt die 33-Jährige nun aber auch die Schattenseiten der Ehe mit einem bekannten Athleten auf. „Ich bin mir bewusst, dass ich als Frau eines bekannten Sportlers für die Boulevardpresse interessant sein könnte. Deshalb versuche ich, ihnen nicht Material über mich zu geben, worüber sie schreiben können.“ Aus diesem Grund war sie auch nicht in Australien, um ihren Mann vor Ort zu unterstützen. Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren von möglichen Ehekrisen berichtet.

Momentan befindet sich die Familie im Winterurlaub in den Dolomiten. Vielleicht können sie ja dort, nach dem Trubel der vergangenen Tage, endlich richtig abschalten. In Dubai geht, zumindest für Novak, der Alltag auf der Tour in der übernächsten Woche wieder weiter.