2014 China Open – Day 1

Angelique Kerber

Kerber: „Ich habe meine Saison für den Fed Cup geopfert“

Für den Einzug in das Fed-Cup-Finale gegen Tschechien (8./9. November) hat Deutschlands Nummer eins Angelique Kerber sogar Rückschläge auf der WTA-Tour in Kauf genommen. „Ich muss schon sagen, dass ich meine persönliche Saison in gewisser Weise für den Erfolg im Fed Cup geopfert habe. Ich hatte keine richtige Sandplatz-Vorbereitung und habe diese Turniere dann auch entsprechend schlecht gespielt – mit den Erstrunden-Niederlagen in Rom, Madrid und Stuttgart“, sagte Kerber im Interview mit ran.de und tennis.de.

Kerber (l.) mit Fed Cup-Teamchefin Barbara Rittner

Kerber (l.) mit Fed Cup-Teamchefin Barbara Rittner

Ein Grund für die mäßigen Leistungen im Frühjahr sei die Reise zum Fed-Cup-Halbfinale nach Australien gewesen, das Deutschland mit 3:1 für sich entschieden hatte. „Natürlich habe ich nach diesem Trip ein paar Wochen gebraucht, um wieder zu mir zu finden“, sagte Kerber: „Mitten in der Saison mal kurz eine Woche nach Australien zu fliegen, ist nicht ganz so einfach.“

Kerber: „Chancen bei 50 Prozent“

Die Chancen auf den Titel in rund drei Wochen bezifferte die 26 Jahre alte Kielerin auf 50 Prozent: „Die Tschechinnen haben nur den Vorteil, dass sie zu Hause spielen dürfen. Natürlich haben sie den Fed Cup schon ein paar Mal gewonnen, aber man darf auch unsere Mannschaft nicht unterschätzen.“

Im Exklusiv-Interview mit dem tennis MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe (hier geht es zum Heft-Download) betont Deutschlands Tennis Nummer eins zudem, dass ein Finaltriumph gegen die favorisierten Tschechinnen das Highlight ihrer Karriere wäre. “Die Halbfinals bei den US Open (2011, d. Red.) und in Wimbledon (2012 d. Red.) bedeuten mir auch viel und natürlich ebenso meine drei Turniersiege. Aber ein Fed Cup-Titel wäre der Wahnsinn.” Gefragt nach ihrer Rolle innerhalb des deutschen Teams, sagt die 26-Jährige: „Seit den letzten Fed Cup-Partien habe ich das Gefühl, dass ich immer mehr als Führungsspielerin auftrete. Vor ein paar Jahren lag mir diese Rolle noch nicht. Ich bin an meinen Aufgaben gewachsen und habe mich weiterentwickelt.“ (Red/SID)

Kerber im Interview mit tennis MAGAZIN:
„Fed Cup-Triumph wäre Wahnsinn“!