Tennis 2026: Miami Open: Opening Day

Teil zwei des "Sunshine Double": Die Miami Open 2026 begannen eher verregnet. Bild: IMAGO

Miami Open: Centre Court bleibt am Mittwoch gesperrt – zu viel Regen

Chaotischer Start der Miami Open: Aufgrund heftiger Regenfälle kann auf dem Centre Court am Mittwoch noch nicht gespielt werden.

Wer sich die Ansetzungen der Matches bei den Miami Open für den heutigen Mittwoch anschaut, wird schnell feststellen, dass der wichtigste Platz des Großturniers in Florida nicht im Programm steht. Kein Match wird im sogenannten „Stadium“ stattfinden. Seitdem die Miami Open 2019 von Key Biscayne ins Hard Rock Stadium umgezogen sind, wird das Event in der Spielstätte der Miami Dolphins (NFL) ausgerichtet. Es ist jedes Jahr aufs Neue ein logistischer Kraftakt, um einen temporären Centre Court in das NFL-Stadion zu bauen.

45 Tage lang waren fast 1.000 Arbeiter damit beschäftigt, die Tennis-Infrastruktur im und rund ums Stadion herzurichten. Für den Hauptplatz in der Arena waren 850 LKW-Ladungen Schotter und Beton nötig, um das Fundament für den Hardcourt zu installieren. Anschließend wurde er mit 49.000 Litern Farbe bemalt. Ein immenser Aufwand. Und jetzt, zum Start des Herren-Hauptfeldes, kann der „Stadium Court“ mit einer Zuschauer-Kapazität von 13.800 Sitzen vorerst nicht genutzt werden.

Miami Open: Zu viel Regen im Sunshine State

Grund sind die heftigen und zum Teil langanhaltenden Regenfälle während der letzten Tage im selbsternannten „Sunshine State“. In einem Presse-Statement teilten die Veranstalter am Dienstagabend mit, dass aufgrund von „schweren Niederschlägen im Vorfeld des Turniers“ keine Matches im Stadion stattfinden würden. Es sei ein zusätzlicher Tag nötig, um „optimale Platz-Bedingungen für die Profis“ zu schaffen. Am Donnerstag soll der Centre Court wieder vollumfänglich genutzt werden. Zu Trainingszwecken ist der Platz aber auch am Mittwoch geeignet.

Somit findet das Turniergeschehen am ersten Tag des Herren-Hauptfeldes auf Grandstand (5.191 Sitze), Court 1 (3.024 Sitze), Butch Buchholz Arena (1.564 Sitze) und sechs weiteren Wettkampf-Courts statt. Die Miami Open verfügen über insgesamt 27 Tennisplätze: 17 davon dienen ausschließlich zu Trainingszwecken, zehn sind Turnierplätze (inkl. Stadium und den drei weiteren Show-Courts).

Das Wetter hatte auch schon das Qualifikationsturnier durcheinandergebracht. So musste etwa die Hälfte der Quali-Matches von Sonntag auf Montag verlegt werden. Die Miami Open haben keinen überdachten Court, so das es bei Regen zwangsläufig zu Ausfällen kommt. Für die folgenden Tage sind weiterhin Regenfälle vorhergesagt. Sie sollen aber weniger intensiv und langanhaltend sein.

Siegemund in Runde 2, jetzt gegen Eala

Aus deutscher Sicht gibt es aber auch positive Nachrichten zu vermelden: Laura Siegemund steht schon in der zweiten Hauptfeld-Runde, nachdem sie sich mit 6:4, 6:4 gegen Petra Marcinko durchgesetzt hat. Siegemund hatte die 20 Jahre alte Kroatin auch schon in der ersten Runde von Indian Wells besiegt. Die 38-jährige Deutsche trifft nun auf Shootingstar Alexandra Eala von den Philippinen. Weil Eala erfahrungsgemäß immer große Zuschauermassen anlockt, könnte das eine Partie für den „Stadium Court“ sein, der bis dahin wieder bespielbar sein wird.

Ella Seidel hatte zwar im Quali-Finale gegen Rebeka Masarova am Dienstagabend mit 1:6, 7:5, 5:7 verloren, rückte aber noch als Lucky Loserin ins Hauptfeld nach. Sie trifft dort am Mittwochabend deutscher Zeit auf Teenager Lilli Tagger aus Österreich. Eva Lys wird nach längerer Verletzungspause ebenfalls am Mittwochabend ins Turnier von Miami starten. Sie bekommt es mit Yulia Starodubtseva aus der Ukraine zu tun. Als vierte Deutsche steht noch Tatjana Maria im Hauptfeld von Miami. Ihre Erstrundengegnerin ist Hailey Baptiste aus den USA.