Paula Badosa hat sich zurück in die Top 100 gespielt. Nachdem sie die Nordea Open in Bastad, Schweden gewann, stand sie bei den Iasi Open in Rumänien im Finale. Beim WTA-Turnier in Hamburg ist sie einer der Top-Namen.
Paula Badosa konnte in den letzten zwei Wochen viele Match-Siege feiern. Im schwedischen Båstad gewann die Spanierin die Nordea Open. Bei dem WTA-125 Sandplatz-Turnier setzte sich Badosa mit 7:5, 7:5 gegen die Schweizerin Simona Waltert durch.
Bild: ImagoErster Turniersieg nach langer Durststrecke: Paula Badosa gewann das Turnier in Bastad.
Anschließend an ihren Erfolg in Schweden spielte die 28-Jährige die UniCredit Iasi Open in Rumänien. Die Spanierin erreichte bei dem WTA-250er Turnier das Finale. Dort endete die Glückssträhne für Badosa. Sie musste im zweiten Satz bei einem Stand von 4:6, 0:4 verletzungsbedingt aufgeben. Den Sieg in Rumänien sicherte sich die Ägypterin Mayar Sherif, die ebenfalls am Hamburger Rothenbaum an den Start geht.
Badosa: „Ich hasse diesen Moment gerade“
Nachdem die Spanierin Sherif gratuliert hatte, sagte Badosa bezüglich ihrer unfreiwilligen Aufgabe: „Ich bin eine Spielerin, die immer sehr ehrlich und authentisch ist und ich muss sagen: Ich hasse diesen Moment gerade. Ich hasse es, ein Finale zu verlieren und es tut mir wirklich leid, dass ich es auf diese Weise tun musste, aber ich konnte körperlich nicht mehr mithalten, daher entschuldige ich mich auch dafür.“
Trotz des frühzeitigen Final-Aus fand Badosa schnell wieder positive Worte. Vor einem Monat habe sie „eine der schlimmsten Niederlagen-Serien ihrer Karriere durchgemacht. „Und einen Monat später hatte ich eine meiner besten Gewinn-Serien meiner Karriere“, reflektierte die 28-Jährige.
Bild: ImagoGewann neun Matches in Folge: Paula Badosa.
In Linz, Stuttgart, Madrid sowie bei den Libema Open in ’s-Hertogenbosch verlor Badosa in der ersten Runde. In Berlin dann ein Lichtblick: Nach dem Sieg über Coco Gauff erreichte sie das Viertelfinale, welches sie gegen die spätere Berlin-Siegerin und den amtierenden Wimbledon-Champion Linda Noskova verlor. In Wimbledon musste sich die 28-Jährige dann erneut in Runde eins geschlagen geben. Im Juli gewann sie neun Matches am Stück.
Vorbild für ihre Fans: „Alles ist möglich“
Badosa möchte als Vorbild fungieren. Besonders ihren jungen Fans gab sie folgende Botschaft mit auf den Weg: „Kämpft immer weiter, Hört nicht auf die Hater, beweist ihnen das Gegenteil und glaubt an euch selbst.“ Denn: Alles sei möglich, sagte die Spaniern.
Bild: ImagoKontakt mit den Fans: Die Zuschauer sind ihre große Motivation.
Finale verloren, in anderen Hinsichten gewonnen
Badosa selbst sei stolz auf sich, nachdem sie all die Verletzungen und Rückschläge überwunden hatte. Nach ihrem Final-Aus in Rumänien sagte sie: „Heute habe ich (das Finale) nicht gewonnen, aber in vielen anderen Hinsichten habe ich gewonnen.“
Die 28-Jährige dankte den Zuschauern und ihren Fans: „Ohne euch – das sage ich immer – wäre ich nicht hier und all die Liebe und Unterstützung, die ich bekomme, ist für mich ein Sieg.“ Die 1,80 Meter große Spanierin hoffe nach „den vielen Schwierigkeiten“ in der letzten Zeit, dass die positiven Entwicklungen weitergehen.
Zurück in den Top 100
Nach ihrem Sieg in Båstad und dem Finale in Iasi sammelte Badosa genug Punkte, um in die Top 100 zurückzukehren. Im WTA-Ranking steht sie aktuell auf Rang 93. Zum Vergleich: Bei den Berlin Open im Juni stand Badosa noch auf Rang 142.
Bild: ImagoNach schwierigem Start ins Jahr: Badosa feiert wieder Erfolge.
Badosa erreichte ihr bestes Ranking, Nummer zwei der Welt, im April 2022. Auch, wenn sie noch weit von ihrem besten Ranking entfernt ist, ist das Erreichen der Top 100 ein großer Erfolg für Badosa. Noch im April hatte sie im Tennis Insider Club-Podcast von Caroline Garcia darüber gesprochen, dass es schwer sei, ihr aktuelles Ranking zu sehen mit dem Wissen, was sie eigentlich könne.
Am Mittwoch startet Paula Badosa bei den MSC Hamburg Ladies Open in Hamburg. Ihre Erstrunden-Gegnerin ist die Polin Katarzyna Kawa, die Nummer 131 der Welt.
Text: Anna-Sophia Antic. Sie studiert Journalismus an der IU-Akademie.