Williams muss weiter auf den 24. Titel warten

Rekordjagd wieder gestoppt: Williams verliert Halbfinale gegen Osaka

Melbourne (SID) – Serena Williams ist im Halbfinale der Australian Open gescheitert und jagt weiter vergeblich dem historischen 24. Grand-Slam-Titel hinterher. Im Duell der Topstars verlor die 39-Jährige gegen die überlegene US-Open-Siegerin Naomi Osaka 3:6, 4:6 und verpasste das 34. Major-Finale ihrer Karriere. Der US-Amerikanerin fehlt weiterhin ein Grand-Slam-Titel, um den Rekord der Australierin Margaret Court einzustellen. Ihren 23. und bislang letzten Titel bei den vier wichtigsten Turnieren holte Williams 2017 in Melbourne.

„Es ist immer eine Ehre, gegen sie zu spielen“, sagte Osaka: „Aber das Wichtigste für mich war, einfach Spaß zu haben.“ Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die im vierten Duell mit Williams den dritten Sieg feierte, bekommt es im Endspiel mit Jennifer Brady aus den USA oder der Tschechin Karolina Muchova zu tun. Schon 2019 hatte die Japanerin Osaka bei den Australian Open triumphiert.

Williams beißt sich hingegen seit der Geburt ihrer Tochter Olympia im September 2017 die Zähne am 24. Titel aus, 2018 und 2019 verlor sie jeweils die Finals in Wimbledon und New York. Im Endspiel der US Open vor drei Jahren musste sie sich Osaka geschlagen geben und sorgte für einen Eklat, als sie sich mit dem Schiedsrichter anlegte.

In der Rod-Laver-Arena, die nach dem fünftägigen Lockdown in Melbourne wieder mit Zuschauern gefüllt war, dominierte die Weltranglistendritte Osaka das Match nach etwas nervösem Beginn mit ihrem powervollen und taktisch klugen Spiel. Williams konnte meist nur reagieren. Die Japanerin leistete sich zwar eine kleine Schwächephase im zweiten Satz, als sie Williams mit drei Doppelfehlern auf 4:4 herankommen ließ, fing sich aber schnell wieder und beendete die Partie nach 1:15 Stunden.