Roger Federer

Roger Federer über Regeländerung: „Das ist eine verschwendete Chance“

Roger Federer sprach sich am Rande des ATP-Masters-1000-Turniers in Cincinnati für mehr Finalspiele über drei Gewinnsätze auf der ATP-Tour aus.



Roger Federer hat sein erstes Match als 37-Jähriger gewonnen. Der Schweizer besiegte in der zweiten Runde beim ATP-Masters-1000-Turnier in Cincinnati den Deutschen Peter Gojowczyk mit 6:4, 6:4. Nach dem Erfolg wurde Federer in einem Interview mit dem „Tennis Channel” danach gefragt, was er gerne im Tennis ändern würde, wenn er könnte.

Denkwürdige Matches in ATP-Finals

Der Maestro wünscht sich das, für das er sich schon einigen Jahren stark gemacht hat: Best-of-five-Matches auf der ATP-Tour. „Ich würde mehr Best-of-Matches in Endspielen auf der ATP-Tour hinzufügen. Bei den Masters-1000-Turnieren haben wir Möglichkeiten dazu, Finals über drei Gewinnsätze zu spielen. Und vor allem bei den ATP World Tour Finals. Es ist bedauerlich, dass wir auf der ATP-Tour keine Best-of-five-Matches haben und nur bei den Grand Slams, im Davis Cup und im Olympiafinale. Das ist eine verschwendete Chance“, sagte Federer.

Bis Mitte der 2000er-Jahre war es üblich, dass einige Finals, nicht nur bei den heutigen Masters-Turnieren, sondern auch bei kleineren Turnieren, über drei Gewinnsätze gespielt wurden. Auch der Sieger im Endspiel bei der ATP-WM wurde über Best-of-five ermittelt, was zu einen denkwürdigen Matches geführt hat – zum Beispiel 1988 zwischen Boris Becker und Ivan Lendl oder 1996 zwischen Becker und Pete Sampras.

Episches Match zwischen Federer und Nadal führt zu Regeländerung

„Ich weiß, dass dies zum Schutz der Spieler, wegen Verletzungen, gemacht wurde. Als ich auf der Tour begonnen habe, gab es viele Finals über drei Gewinnsätze. Und plötzlich sind sie alle verschwunden. Das ist etwas schade, aber ich verstehe die Gründe“, kommentierte der 37-Jährige.

Federer selbst ist auch verantwortlich, dass es seit mehr als zehn Jahren keine Finalspiele über drei Gewinnsätze auf der ATP-Tour gibt. Der Schweizer duellierte sich 2006 im Rom-Finale über fünf Stunden lang mit Rafael Nadal. Die Folge: Sowohl Federer als auch Nadal sagten für das darauffolgende Turnier in Hamburg wegen Erschöpfung ab. Ende 2006 wurde beschlossen, alle Finals auf der ATP-Tour über zwei Gewinnsätze zu spielen. Die letzte Ausnahme war das Endspiel bei der ATP-WM 2007 in Shanghai, das Federer glatt in drei Sätzen gegen David Ferrer gewann. Seitdem gibt es nur noch Best-of-five-Matches bei Turnieren und Wettbewerben, die von der ITF ausgerichtet werden.

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