Anke Huber sieht Frauentennis im Umbruch

Anke Huber sieht Frauentennis im UmbruchBild: Porsche Tennis Grand Prix/Porsche Tennis Grand Prix/Porsche Tennis Grand Prix/

Huber sieht keine Nachfolgerin für Kerber und Co.

Köln (SID) – Die frühere Weltranglistenvierte Anke Huber sieht das deutsche Frauentennis im Umbruch und erkennt aktuell noch keine Nachfolgerin für die Generation um Angelique Kerber. „Das hatten wir immer mal wieder“, sagte die 47-Jährige bei Eurosport und verwies auf die Zeit nach Steffi Graf, Barbara Rittner und ihr.

„Da gab es dann eine Lücke von ein paar Jahren – und es kamen nicht sofort Kerber, Petkovic und Co. nach“, fügte Huber an: „Sicher ist, dass es im Moment niemanden gibt, der die Lücke unmittelbar schließen könnte, da müssen wir ganz ehrlich sein.“

Huber, Sportliche Leiterin des am 18. April startenden WTA-Turniers in Stuttgart, hält die Situation nicht für ungewöhnlich. „Es ist nicht so, dass etwa in den USA oder in Frankreich alle fünf Jahre Top-10-Spielerinnen nachrücken.“ Meist kämen gleich zwei oder drei Spielerinnen aus einem Land hoch, sagte die einstige Finalistin der Australian Open: „Die pushen sich gegenseitig, aber häufig tritt dann wieder ein paar Jahre lang eine Pause ein.“ Sie hoffe, dass diese Phase „bei uns dieses Mal nur zwei, drei Jahre dauert, ehe junge Spielerinnen aufhorchen lassen“.

Aktuell steht die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber mit 34 Jahren auf Rang 16 der Weltrangliste, einzige weitere deutsche Spielerin in der Top 100 ist Andrea Petkovic (34) als 68. Die 22-jährige Jule Niemeier folgt dann als Nummer 110.