Angelique Kerber Press Conference

STUTTGART, GERMANY - JULY 17: Porsche Brand Ambassador Angelique Kerber poses with the Wimbledon winner´s trophy and the Porsche 356 "No 1" Roadster Show Car at the Porsche Museum on July 17, 2018 in Stuttgart, Germany. (Photo by Alex Grimm/Getty Images for Porsche)

Wieder die Nummer 1? Was Kerber nach dem Wimbledonsieg für Pläne hat

Angelique Kerber gibt ihre Ziele für die restliche Saison bekannt. Jedoch möchte die frischgebackene Wimbledonsiegerin vorerst Kräfte im Urlaub tanken, bevor sie wieder voll angreift. Die Nummer eins der Weltrangliste ist langfristig ein „großes Ziel“, der Weg dahin aber noch weit. Dafür winkt Kerber nach dem Karrierenede die Aufnahme in die Hall of Fame.

Drei Tage nach ihrem Wimbledonsieg ist Angelique Kerber bereits wieder in Deutschland, nachdem sie zuvor einen kurzen Abstecher mit dem Privatflieger nach Polen gemacht hat. Bei einem PR-Termin im Porsche Museum in Stuttgart gibt sie erste Auskünfte über die Pläne und Ziele für den restlichen Verlauf der Saison. Zunächst plant die frischgebackene Wimbledonsiegerin allerdings nur ihren wohlverdienten Urlaub. „Es wird bestimmt irgendwo sein, wo es nicht so viele Menschen gibt und wo ich einfach mal ein bisschen zur Ruhe kommen kann. Ich freue mich wirklich darauf, dass ich ausschlafen kann, dass ich den Tag genießen kann“, verriet Kerber.

Bereits am Sonntag, bei der deutschen Presserunde auf dem Wimbledon-Gelände, witzelte Kerber, dass sie mit ihrem Trainerteam eine möglichst lange tennisfreie Zeit aushandeln möchte. Trotz schmunzelndem Gesicht war diese Aussage sicherlich auch ein bisschen Ernst gemeint. Wim Fissette, der als strenger Trainertyp bekannt ist, scheint ihr diesen Wunsch gewährt zu haben. Auch er wird wissen, dass der Energietank nach einem solchen Erfolg erst wieder aufgefüllt werden muss. Vielleicht kann er nach dieser intensiven Zeit selber etwas Urlaub vertragen. Mit frischen Kräften will man am 6. August in Montreal wieder angreifen.

Bald wieder die Nummer 1?

„In einem Finale zu stehen, gegen die besten Spieler der Welt auf der großen Bühne, das sind die Momente, für die man aufsteht und trainiert“, sagte die 30-jährige Kielerin in Stuttgart. Ihr Erfolgshunger ist also noch längst nicht gestillt. Dabei stellt auch die Rückkehr auf Position eins der Weltrangliste ein großes Ziel dar. Allerdings erklärte Kerber, dass ihr die Rangliste nicht mehr so wichtig sei: „Es ist jetzt nicht so, dass ich das unbedingt morgen haben muss“. Kerber möchte ihre Turniere deswegen bewusster auswählen, was durchaus sinnvoll erscheint. Bei den Herren fährt Roger Federer seit Jahren eine ähnliche Strategie, was ihm mehrmals eine zwischenzeitliche Rückkehr auf den Weltranglistenthron beschert hat. Mit ihrem Sieg in Wimbledon stieß Kerber, die nun bei 5305 Punkten steht, bis auf Rang vier der Weltrangliste vor. Der Rückstand auf die Weltranglistenerste Simona Halep (7571 Punkte) beträgt noch 2266 Punkte.

Das sieht nach einem großen Abstand aus, allerdings muss Kerber nach der Katastrophensaison 2017 auch nicht allzu viele Punkte verteidigen. Beispielsweise schied Kerber letztes Jahr in Montreal bereits im Achtelfinale aus. In Cincinnati war schon in der zweiten Runde Endstation und bei den US Open verlor Kerber als Titelvetreidigerin ihre Erstrundenpartie gegen Naomi Osaka (3:6, 1:6). Simona Halep erreichte im Spätsommer des vergangenen Jahres das Finale von Cincinnati und das Halbfinale von Montreal. Bei den US Open verlor sie hingegen ebenfalls in der ersten Runde, womit es in Flushing Meadows sowohl für Kerber als auch für Halep noch einiges an Punkten zu sammeln gibt. Der Weg zu Platz eins der Weltrangliste wird ohnehin ein schwieriges Unterfangen für Kerber.

Kerber in die Hall of Fame?

Dafür winkt Kerber nach dem Gewinn ihres dritten Grand Slam-Titels ein anderes Zückerchen. Die International Tennis Hall of Fame in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island hat vor rund einem Jahr die Richtlinien geändert. Spieler und Spielerinnen, die im Einzel drei Grand-Slam-Turniere gewonnen haben und mindestens 13 Wochen die Nummer eins der Welt waren, oder fünf Grand-Slam-Turniere gewonnen haben, werden automatisch nominiert. Ob der Spieler schließlich aufgenommen wird, liegt dann immer noch an der Entscheidung des Wahlkomitees.
Kerber hätte nach ihrem Karriereende demnach gute Chancen, in die Hall of Fame aufgenommen zu werden. Neben den drei Titelgewinnen bei Grand Slams stehen nämlich auch 34 Wochen auf Platz eins Weltrangliste zu Buche (von September 2016 bis Januar 2017 für 20 Wochen, von März 2017 bis April 2017 für 5 Wochen und von Mai 2017 bis Juli 2017 für 9 Wochen).
Eine weitere Form, Kerbers Leistungen zu ehren, schlägt der für den Haushalt und Finanzen zuständige Vizepräsident des DTB, Dieter Göken, vor: Eine  „Angelique-Kerber-Straße“ in Bremen, ihrem Geburtsort.

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