Johanna Konta

Johanna Konta vs. Reporter: „Bevormunden sie mich nicht“

Johanna Konta war nach ihrem Aus im Viertelfinale in Wimbledon nicht einverstanden mit der Fragestellung eines Reporters.

Seit 1977 wartet Großbritanniens auf einen Wimbledonsieg einer britischen Spielerin. Damals siegte Virginia Wade. In diesem Jahr waren nach dem Scheitern zahlreicher gesetzter Spielerinnen die Hoffnungen groß, dass Johanna Konta diese Titeldürre beenden könnte. Die 28-jährige Britin, die 2017 bereits im Halbfinale stand, ging in ihr Viertelfinale gegen die Tschechin Barbora Strycova als Favoritin.

Konta: „Ist das ihre professionelle Tennismeinung?”

Konta legte gegen die variabel spielende Strycova gut los, führte 4:1 im ersten Satz, verlor das Match jedoch mit 6:7 (5:7), 1:6. Nach dem Aus lieferte sich die Britin ein Wortgefecht mit einem Journalisten. Als dieser sie darauf ansprach, dass sie bei wichtigen Punkten leichte Fehler gemacht habe und wissen wollte, ob sie bei Schlüsselmomenten im Match mehr auf sich selbst und den Umgang damit schauen sollte, reagierte Konta genervt. „Ist das ihre professionelle Tennismeinung?“, fragte die Weltranglisten-18. „Ich finde nicht, dass sie in einer scharfen Weise auf mir herumhacken sollten. Ich bin immer sehr offen mit euch Medienleuten. Ich habe gesagt, wie ich mich gefühlt habe. Wenn ihr die Antwort nicht akzeptieren möchtet oder dem zustimmt, ist das okay. Ich glaube immer noch in das Tennis, das ich spiele. Ich glaube an die Weise, mit der ich mich dem Wettkampf stelle.“

Der Journalist ließ nicht locker und sprach sie darauf an, dass ihr Ziel es sei, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und sie von solchen Matches lernen müsste. Konta unterbrach den Reporter. „Bitte bevormunden Sie mich nicht. Mit der Art, mit der sie ihre Frage stellen, sind sie ziemlich respektlos und bevormunden mich. Ich bin eine professionelle Athletin, die heute ihr Bestes gegeben hat. Mehr gibt es dazu nicht“, sagte Konta. Die Britin stand bislang dreimal im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Bei den diesjährigen French Open scheiterte sie im Halbfinale als Favoritin an Marketa Vondrousova.