Mögliche Konkurrenten: Mischa (l.) und Alexander Zverev

Zverev gegen Zverev: Bruderduell in Washington

Titelverteidiger Alexander Zverev ist beim Hartplatz-Turnier in Washington D.C. problemlos in das Achtelfinale eingezogen und duelliert sich dort zum ersten Mal in seiner ATP-Karriere im Hauptfeld mit seinem älteren Bruder Mischa.

Der 21-Jährige aus Hamburg gewann am Mittwoch (Ortszeit) die Fortsetzung seiner Auftaktpartie gegen den Tunesier Malek Jaziri mit 6:2, 6:1. Das Spiel des topgesetzten Zverev war in der Nacht zuvor unterbrochen worden.

„Das wird spannend. Wir wollen beide gewinnen, wir sind beide aufgeregt“, sagte Alexander Zverev mit Blick auf das bevorstehende Duell und ergänzte mit einem Augenzwinkern. „Früher haben wir im Hinterhof das Wimbledon-Finale nachgespielt. Da hat er mich immer geschlagen. Ich hoffe, dass es diesmal anders wird.“

Mischa Zverev (Nr. 15) hatte zuvor in seiner ersten Turnierbegegnung den US-Amerikaner Tim Smyczek mit 6:2, 7:6 (9:7) bezwungen. Wie sein neun Jahre jüngerer Bruder hatte er in der ersten Runde von einem Freilos profitiert.

Nach seinem Premierensieg war Alexander Zverev  beim tennis channel zu Gast. Dort erneuerte er seine Vorliebe für Night Sessions. Zverev sei im ersten Teil seiner Partie erst nach drei Uhr Nachts im Bett gewesen und wurde gefragt, wie er seinen Biorythmus in den Griff bekomme: „Das ist nicht optimal aber für mich kein großes Problem. Ich mag die späten Ansetzungen. Ich liebe es Night Sessions zu spielen. Wenn das so war wie in Miami, Madrid und Rom, habe ich immer gut gespielt.“

Zu dem Duell mit Bruder Mischa ergänzte er stolz: „Wer kann das schon von sich behaupten? Als Brüder bei einem der größten Turniere gegeneinander zu spielen?“ Thema in der Sendung war zudem die Trainingsarbeit mit Ivan Lendl, den Zverev ausdrücklich lobte. „Es waren tolle drei, vier Tage. Seine Trainingsarbeit ähnelt der meines Vaters: hohe Intensität, wenig Pausen, ähnliche Übungen.“ Zverev ergänzte einen spannenden Satz: „Ich hoffe, dass es irgendwann in der Zukunft mit Ivan klappt. Zurzeit bin ich aber mit meinem Team zufrieden. Aber mein Dad und Ivan verstehen sich und sind voller Respekt füreinander und er ist immer offen für neue Einflüsse.“