Kei Nishikori schlägt Rafael Nadal und holt Bronze

Besser spielen mit Kei Nishikori: Speed & Spin

3) Idealer Treffpunkt auf Hüfthöhe

nishikori3Nishikori erwischt den Ball auf Hüfthöhe mit einer typischen Wisch-Bewegung. Durch die zuvor aufgebaute Energie verliert er dabei den Bodenkontakt, er schwebt ein paar Zentimeter über dem Grund. Was auffällt: Der Schlagarm ist auch im Treffpunkt gebeugt. Bei dieser kompakt-modernen Vorhandtechnik ist das normal, weil sie nicht auf große Schwünge angewiesen ist. Wichtiger für den Speed ist neben der Kraft aus den Beinen auch die Stabilität in der Schlagschulter.

4) Mit dem Körper durch den Ball

nishikori4Der Japaner ist immer noch in der Luft. Er schwingt den Schläger nun weit nach vorne durch, sein ganzer Körper ist mit durch den Ball gegangen. Das unterscheidet ihn etwa von Rafael Nadal, der ebenfalls mit einem Western-Griff seine Vorhand abfeuert, dabei aber insgesamt mehr eine Aufwärtsbewegung vollzieht. Das dient zusätzlich der Spinunterstützung. Nishikori verzichtet darauf – zugunsten von mehr Tempo im Schlag. Schön zu sehen im Ausschwung: der Einsatz des Unterarms.

5) Racket schwingt zur linken Seite aus

nishikori5Erst jetzt ist Nishikori wieder gelandet.  Sein linkes Bein federt den Schlag ab, während er das Racket auf der linken Seite ausschwingen lässt. Beim Gegner kommen nun schnelle Geschosse an, deren Spin sich zwar in Grenzen hält, die aber aufgrund der hohen Präzision gefährlich sind. Durch seine Technik, die es ihm erlaubt, an der Linie kleben zu bleiben, klaut er den Kontrahenten außerdem Zeit: Der Ball kommt immer wieder schnell zu ihnen zurück.