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Lassen Sie Angst ab – Mentaltipps für Tennisspieler

5) Bekämpfen Sie Ihre Nervosität

Ein gewisses Maß an Anspannung vor und während des Matches ist normal und sogar notwendig, damit Sie auf dem Platz wirklich das Letzte aus sich herausholen. Allerdings darf die Nervosität nicht so hoch sein, dass sie Ihr Spiel negativ beeinflusst. Wirken Sie Ihrer Anspannung entgegen, indem Sie während des Matches auf Ihre Atemtechnik achten. Atmen Sie besonders in Stresssituationen tief ein und langsam aus und verlängern Sie die Pausen zwischen den Ballwechseln.

6) Konzentrieren Sie sich – und senken Sie so die Fehlerquote

Generell ist es so, dass man die höchste Konzentration nicht dann hat, wenn man den Ball zu 100 Prozent ins Visier nimmt, sondern immer dann, wenn man gar nicht über sein Spiel nachdenkt. Ziel sollte es daher sein, in einen sogenannten Flow zu kommen, bei dem Automatismen im Unterbewusstsein aktiviert werden, sodass es sich anfühlt, als spiele es sich wie von alleine. Um diesen Zustand zu erreichen, helfen ebenfalls Visualisierungen vor dem geistigen Auge. Diese können das Unterbewusstsein beeinflussen. Wenn man sich das richtige Bild vorstellt, handelt man anschließend automatisch richtig. Stellen Sie sich beim Seitenwechsel oder zwischen den Ballwechseln vor, wie Sie sich optimal zum Ball bewegen, wie Sie im Treffmoment gut stehen und den Ball sauber im Sweetspot treffen und dieser genau dort landet, wo Sie ihn platzieren möchten. Stellen Sie sich dies für Vor- und Rückhand vor, bevorzugt natürlich für den Schlag, der Ihnen mehr Probleme bereitet. Sie werden merken, dass Sie den Ball sofort besser treffen. Durch die Visualisierung wird das Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein ausbalanciert. Es ist gar nicht so wichtig, den Ball vom Schlag des Gegners bis zum eigenen Treffpunkt krampfhaft zu fixieren, denn der Vorgang ist für das Auge oftmals viel zu schnell. Im Treffmoment sieht man den Ball ohnehin nicht. Das läuft automatisch über die Hand-Auge-Koordination ab. Überspitzt kann man sagen: Denken stört beim Tennis. Je mehr Sie nachdenken, desto schlechter wird Ihr Spiel!

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