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Profi-Tipps aus 30 Jahren (Teil 3)

Return – Immer locker bleiben
Der Return ist heute die vielleicht wichtigste Waffe. Wenn man sich auf ein paar wichtige Punkte bei diesem Schlag besinnt, hat man große Chancen, auch gegen starke Aufschläger zu bestehen.

Richtig vorbereiten: Lockerheit und eine gute Ausgangsposition sind extrem wichtig. Die meisten Spieler fühlen sich am besten, wenn die Knie leicht gebeugt sind und der Oberkörper leicht nach vorn kippt.
Splitsteps machen: Ein Muss für einen guten Return. Im Moment des Aufschlages sollten Sie einen kurzen Tippelschritt nach vorn machen, um das Körpergewicht in Richtung Ball zu verlagern. Atmen Sie kurz aus, wenn der Gegner den Ball trifft. Sie können sich so besser auf den Ball fokussieren, finden eine bessere Balance und Ihre Hand ist lockerer.
Wo soll ich stehen? Als offensiver Spieler sollten Sie sich kurz hinter der Grundlinie postieren. Dadurch gewinnen Sie Zeit und können schwächere Aufschläge angreifen. Bevorzugen Sie die Defensive, stellen Sie sich noch weiter nach hinten, um nach vorne hin das Spiel aufbauen zu können. Falls Sie eine starke und eine schwächere Seite haben, sollten Sie etwas mehr Platz auf der stärkeren lassen, um die schwächere abdecken zu können.
Vorhand oder Rückhand? Auf langsamen Belägen können Sie die schwächere Seite durch Umlaufen der Rückhand abdecken. Passen Sie nur auf, dass der Gegner es nicht zu leicht durchschauen kann.
Wann ausholen, wann blocken? Bei langsamen Aufschlägen auf Sand kann man weit ausholen. Auf schnellen Belägen wird zumeist nur noch kurz geblockt. Wenn der Sandplatz trocken ist, kann man schnelle Aufschläge auch dort blocken. Versuchen Sie, es dem Gegner mit dem Return so schwer wie möglich zu machen, damit er sein Spiel nicht aufziehen kann.
Aufschlag angreifen: Ist das Service des Gegners kurz und langsam, sollten Sie ruhig angreifen. Wenn Sie genügend Zeit haben, schwingen Sie ruhig durch und greifen Sie mit dem Crossball an. Rücken Sie ans Netz vor und machen Sie mit dem Volley den Punkt.
Schmetterball – Das richtige Timing
Wenn Sie in den Smash hineinspringen, können Sie den Ball besonders kraftvoll schlagen. Für den korrekten Absprung ist natürlich eine solide Körperkontrolle erforderlich. Vermeiden Sie, den Körper aus der Balance zu bringen. Reißen Sie den Öberkörper nicht ruckartig nach oben und schwingen Sie nicht zu hastig. Bleiben Sie ganz entspannt und bereiten Sie den Schmetterball ruhig vor: Drehen Sie sich seitlich, um die Hüfte und die Schultern nach hinten zu bringen. Lehnen Sie sich etwas zurück, und beugen Sie das hintere Knie. Springen Sie etwas nach hinten hoch. Im höchsten Punkt des Sprunges beschleunigen Sie Arme und Schultern und werfen das Racket nach oben zum Ball.

Tipp: Volle Kante
Um das Timing bei Überkopfbällen zu optimieren, können Sie versuchen, den Ball mit der Kante Ihres Schlägers zu treffen. Diese Kantenschläge im Wechsel mit Schlägen, bei denen Sie den Ball ganz normal mit dem Sweetspot der Bespannung treffen, schulen Sie Ihre Feinabstimmung.
Taktik – Stoppen Sie den Angreifer
Es gibt drei Möglichkeiten, wie man einen langen Angriffsball des Gegners auf die Rückhandseite abwehren kann.
1. Mit einem defensiven, sehr steilen Lob über die Rückhandseite bei Linkshändern die Linie entlang des Gegners.
2. Mit dem Passierball kurz cross den Gegner zum tiefen Volley zwingen. Bei Linkshändern muss man darauf achten, dass man einen extremen Topspin spielt und der Ball direkt hinterm Netz herunterfällt, damit der Gegner nicht mit der Vorhand punkten kann.
3. Mit einem Passierball entlang der Linie haben Sie die besten Chancen, wenn der Angreifer nicht weit genug aufrückt. Dabei ist es egal, ob Sie einen Topspin, Drive oder Slice schlagen. Hauptsache, der Schlag wird präzise ins Feld gespielt.