2014 US Open – Day 4

So trainieren Sie den Aufschlag!

Der Slice-Aufschlag

Mit der Slice-Variante erzielt man eine vergleichsweise langsame Ballgeschwindigkeit. Daher ist sie am wirkungsvollsten, wenn man sie von der Vorhandseite mit möglichst viel Schnitt präzise an die äußere Linie spielt. Der Schlag nimmt durch den Drall eine seitlich-krumme Flugkurve nach links (beim Rechtshänder). Wie stark die Krümmung ausfällt, hängt davon ab, wie viel Schnitt dem Ball mitgegeben wird. Zu beachten ist bei dieser Variante die höhere Netzkante außen, eine längere Flugphase und ein langer Winkel. Technik: Im Vergleich zum geraden Aufschlag wird der Schläger hinter dem Körper mehr von links nach rechts gegen den Ball geführt. Das Racket „wischt“ den Ball und gibt ihm dadurch Drall. Wichtig: Bei allen Aufschlag-arten – auch beim Slice – trifft der Schläger den Ball im rechten Winkel (90°). Der Ball geht also senkrecht zur Schlägerstellung ab. Der Drall beim Slice entsteht dadurch, dass der Schläger – wie beschrieben – anders zum Treffpunkt geführt wird als beim geraden Aufschlag und nicht durch die Schlägerstellung im Treffpunkt.

AufschlagAufschlag

Praxistipp: Der Slice-Aufschlag ist das Pendant zum Kick-Aufschlag für die Einstandsseite. Auch hier wird versucht, das Feld zu öffnen, indem man dem Ball möglichst viel Drall nach außen gibt. A schlägt so auf, dass B den Ball außerhalb des Einzelfeldes returnieren muss. Die Vorgabe für B ist zunächst, longline zu returnieren. Dadurch eröffnen sich zwei mögliche Folgeschläge für A. Entweder spielt er einen langen (3A) oder einen kurzen (3B) Rückhand Cross-Ball. Variante: Der Returnspieler hat die Vorgabe, einen Crossball zu spielen, dem A eine Vorhand longline folgen lässt (Grafik rechts). Auch hier wieder mindestens 20 Wiederholungen pro Variante.

 

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