Day Two: The Championships – Wimbledon 2015

Kiwis Wimbledon-Prognose: Roger holt sich die 18!

tennis MAGAZIN-Kolumnist Nicolas Kiefer bewertet das Abschneiden der Deutschen und blickt auf das Finale bei den Herren. Lesen Sie Kiwis Wimbledon-Prognose und geben Sie Ihren Tipp ab, wer am Wochenende in Wimbledon triumphiert.

Klartext Kiefer

Tour-Insider: Nicolas Kiefer war von 1995 bis 2010 Profi. Heute arbeitet der 37-Jährige als Trainer und TV-Experte – und als Kolumnist für tennis MAGAZIN.

Wimbledon neigt sich dem Ende entgegen, Zeit für ein Fazit aus deutscher Sicht. Die Überraschung des Turniers war für mich Dustin Brown. Wie er sich verkauft hat, war stark. Und es ist auch ein Zeichen für das deutsche Tennis. Wir haben einen weiteren Spieler fürs Davis Cup-Team. Dustin kann Einzel und Doppel spielen. Sand passt nicht zu seinem Spiel, aber auf schnellen Belägen ist er gefährlich, vor allem mit seinem Aufschlag und seiner Unberechenbarkeit. Darüber hinaus kann er ein ganz wichtiger Spieler sein, was die Atmosphäre im Team angeht, aber auch was die Außendarstellung des deutschen Tennis überhaupt betrifft. Er bringt eine Lockerheit hinein. Er ist anders als die anderen und das im positiven Sinne.

Kohlschreiber hatte Pech

Weitere Highlights bei den Herren: Alexander Zverev, der eine tolle Grand Slam-Premiere abgeliefert hat, und Philipp Petzschner, der aus der Quali einen sensationellen Lauf im Doppel hingelegt hat. Auch diese beiden dürfen sich sicher große Hoffnungen auf einen Platz im September im Davis Cup-Team machen. Was mich überraschte: Zverev hat mir erzählt, dass noch nie jemand vom DTB auf ihn zugekommen sei.

Der Pechvogel der Rasensaison heißt Philipp Kohlschreiber: in Halle erste Runde gegen Federer, in Wimbledon erste Runde gegen Djokovic. Mehr Pech bei der Auslosung kann man nicht haben, zumal Philipp als Nummer 33 nach der Absage von Ferrer eigentlich hätte gesetzt werden müssen. Unter dem Strich hat mich das Abschneiden der Herren nicht enttäuscht. Einen Spieler in der zweiten Woche konnte man nicht erwarten. Aber das entwickelt sich etwas!

Bei den Damen ist das anders. Für eine Kerber und eine Petkovic kann der Anspruch nur heißen, in die zweite Woche einzuziehen. Dass sie es nicht geschafft haben, ist für sie persönlich und für die Fans extrem schade. Das gilt umso mehr für Sabine Lisicki. Denn Wimbledon ist eigentlich ihr Turnier. Da ist ein Ausscheiden in der dritten Runde zu wenig.

Roger holt sich die 18!

Einen echten Favoriten für das Herren-Finale gibt es nicht. Beide Halbfinals waren klare Angelegenheiten. Wobei ich damit gerechnet hatte, dass das Match zwischen Roger und Andy knapper ausfallen würde. Vielleicht war der Druck für den Schotten vor heimischem Publikum zu groß. Andererseits: Roger lieferte eine Gala ab. Die berühmten Federer-Momente – sie waren wieder einmal da. Roger ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen durch seine fünf vergebenen Satzbälle in Durchgang zwei. Das spricht für seine Nervenstärke. Ich glaube ihm gelingt die Revanche für 2014. Diesmal schlägt er Novak  und holt sich seinen achten Wimbledonsieg und seinen 18 Grand Slam-Titel insgesamt!

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