Dustin Brown und Benjamin Becker sind ausgeschieden

Mail aus Wimbledon: Kyrgios vs. Brown – das Popcorn-Match

Dustin Brown verliert seine Zweitrundenpartie gegen Nick Kyrgios in fünf Sätzen. Es war eines der unterhaltsamsten Matches, das es je gab in Wimbledon.

Zuerst die nüchternen Zahlen: Dustin Brown schlug 22 Asse, Nick Kyrgios 27. Brown brachte 60 Prozent der ersten Aufschläge ins Spiel, Kyrgios 71 Prozent. Brown schlug 78 Winner, Kyrgios 55. Vor allem: Brown stürmte 104-mal ans Netz. Der Australier 42-mal.

Am Ende stand es nach 2:05 Stunden 6:7, 6:1, 2:6, 6:4, 6:4 für die Nummer 15 der Setzliste gegen den Wildcard-Mann Brown.

Dass es bei der Konstellation ein gutes Match werden würde, war klar. Beide Showspieler, beide extrovertiert, beide Shotmaker, wie die Amis sagen. Dass es aber eines der bemerkenswertesten Matches werden würde, die Wimbledon je gesehen hat, war nicht abzusehen.

„Have fun“, sagt Bollettieri

„Have fun. Es wird ein tolles Match werden“, sagt Nick Bollettieri, als ich mich von ihm in der Medien-Cafeteria verabschiede. Die 84-jährige Trainerlegende sollte recht behalten: Schläge durch die Beine, waghalsige Sprünge, Stopps mit Rückwärtsdrall. Vor allem: Es war schnell. Der durchschnittliche Ballwechsel: 2,5 Schläge. Aufschlagwinner, Asse, unglaubliche Returns. Um es in der Comic-Sprache zu sagen: Zack, wumm, bäng.

Brown versus Kyrgios – das war das Anti-Mahut-Isner-Match. Kurzweiliger kann Tennis nicht sein. Fernsehmacher träumen von so etwas. Gegen Ende des vierten Satzes stößt mich der Reporter von der New York Times an und sagt: „Wahnsinn, das könnte das erste Fünfsatzmatch in der Geschichte des Tennis unter zwei Stunden sein.“ Am Ende dauerte es 125 Minuten! Wahrscheinlich war es der kürzeste Fivesetter aller Zeiten.

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