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Match des Tages am Sonntag: Djokovic vs. Murray

Es ist angerichtet: Nach zwei Wochen Sandplatztennis auf der Roten Asche von Roland Garros steht das Finale fest: Djokovic vs. Murray.

Wer gegen wen? Die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, trifft auf den French-Open-Finaldebütanten Andy Murray aus Schottland. Es ist das Aufeinandertreffen der beiden besten Spieler in der bisherigen Saison 2016.

Direkter Vergleich? Die Paarung Djokovic vs. Murray ist zu einem Dauerduell auf der Tour geworden. Bereits zum 34. Mal stehen sich die beiden gegenüber. Gesamtbilanz: 23:10 für den Serben. Im letzten Jahr spielten sie an gleicher Stelle im Halbfinale gegeneinander. Djokovic gewann in fünf Sätzen. Die Finals bei den beiden Sandplatzmasters direkt vor Paris in Madrid und Rom bestritten die beiden. In Madrid siegte Djokovic, in Rom Murray. Auch das Australian Open-Finale im Januar trugen die beiden 29-Jährigen (Murray ist genau eine Woche älter als Djokovic) aus – mit dem besseren Ende für die Nummer eins. In Finals auf Major-Ebene steht die Bilanz bei 4:2 für „Nole“. Wenn man es positiv für Murray auslegen möchte, kann man sagen, dass er alle Finals die nicht in Melbourne stattfanden, gewann (US Open 2012 und Wimbledon 2013).

Wie verlief der Weg ins Finale von Djokovic und Murray? Während der Serbe im gesamten Turnierverlauf nur einen Satz abgab (im Achtelfinale gegen Roberto Bautista Agut) musste Murray deutlich mehr Arbeit verrichten, um erstmals im Endspiel von Roland Garros zu stehen. Vor allem in den ersten beiden Runden hatte der Mann aus Dunblane gehörige Probleme. Gegen Routinier Radek Stepanek lag er zum Auftakt gar mit 0:2 Sätzen zurück, eine Runde später gegen den Franzosen Mathias Bourgue musste er ebenfalls über fünf Sätze gehen. Folglich stand er mit knapp 18 Stunden deutlich länger auf dem Court als sein heutiger Konkurrent, der rund 13 Stunden benötigte. Der Becker-Schützling musste auf dem Weg ins Finale mit Tomas Berdych nur einen Top-Ten-Spieler beiseite schaffen. Murray mit Richard Gasquet und Stan Wawrinka deren zwei.

Schafft der „Djoker“ den Karriere Slam? Der Titel der French Open ist das einzige Grand Slam-Triumph, der ihm in seiner Vita noch fehlt. Drei Mal war er ganz dicht vor seinem Karriere-Slam. 2012 und 2014 unterlag er Rafael Nadal im Finale, bevor ihm im letzten Jahr Stan Wawrinka einen Strich durch die Rechnung machte.

Wie lautet die Prognose für das Match Djokovic gegen Murray?  Wohl selten kann man Murray vor einem Finale gegen Djokovic so gute Chancen attestieren, wie diesmal. Auf der Roten Asche hat er eine enorme Entwicklung genommen, drei seiner letzten fünf Titel auf diesem Belag geholt und den „Djoker“ zuletzt besiegt. Zum Knackpunkt könnte werden, dass dem Brite schon fünf Stunden mehr Spielzeit in den Knochen stecken. Allerdings wird in Djokovics Kopf immer der Gedanke an den letzten noch fehlenden Grand Slam-Titel mitschwingen. Wir glauben, Murray liefert einen großen Fight, zwingt seinen Widersacher in den fünften Satz, in dem der Serbe dann die größeren Kraftreserven hat und seinen Karriere-Grand Slam vollendet – 3:6, 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 für Djokovic.

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  1. Stefan Höfel

    Es handelt sich, falls Djokovic gewinnt, aber nicht nur um einen Karriere-Grand-Slam, sondern sogar um den wertvolleren „unechten Grand-Slam“, da der Serbe im Gegensatz zu z. B. Federer und Nadal doch alle vier Titel gleichzeitig halten würde. Übrigens: Djokovic vergab die Chance auf den „unechten Grand-Slam“ schon in 2012 in Paris. Federer vergab diese Chance dort in 2006 und 2007. Beide Spieler verloren jeweils im Finale gegen Nadal. Apropos Nadal: Der Spanier verpasste den „unechten Grand-Slam“ durch seine VF-Aufgabe in Melbourne. Pete Sampras scheiterte 1994 im VF in Paris an Jim Courier, der sich bei Sampras dafür „entschuldigte“, hatte Pete doch vorher Wimbledon, die US-Open und die Australian Open gewonnen. Während ich 2012 für Djokovic war, bin ich diesmal für Murray.

  2. Stefan Höfel

    Nadal verlor 2011 im VF von Melbourne gegen Ferrer und vergab damit die Chance auf den „unechten Grand-Slam“. Es war eine Dreisatzniederlage. 2010 gab er im VF gegen Murray auf. Das als Nachtrag.


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