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Murray erneut im Finale „down under“

Melbourne (SID) – Andy Murray hat erneut das Endspiel der Australian Open in Melbourne erreicht. Der Schotte setzte sich in einem umkämpften und streckenweise hochklassigen Halbfinale gegen den Spanier David Ferrer mit 4:6, 7:6 (7:2), 6:1, 7:6 (7:2) durch. „Es war das erwartet harte Match, und ich bin sehr froh, durchgekommen zu sein“, sagte der Sieger, „David ist ein großartiger Athlet und Wettkämpfer.“

Der 23-jährige Murray trifft im Kampf um den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres am Sonntag (9.30 Uhr MEZ) auf den Serben Novak Djokovic, der bereits am Donnerstag in der Vorschlussrunde Titelverteidiger Roger Federer ausschaltete.

Drittes Grand-Slam-Finale

Murray steht zum dritten Mal nach Australien 2010 und den US Open 2008 in einem Grand-Slam-Finale, beide Male unterlag er Roger Federer. „Das zweite Finale war besser als das erste, ich hoffe, ich kann mich weiter steigern“, sagte Murray, „aber ich weiß, dass es brutal wird, Novak spielt ein großartiges Turnier.“

Gegen seinen Freund und häufigen Trainingspartner aus Serbien hat er eine negative Matchbilanz von 3:4. Die letzten drei Begegnungen auf Hartplatz gewann allerdings der Schotte. Murray wäre bei einem Finalsieg der erste britische Champion bei einem Grand-Slam-Turnier seit dem US-Open-Titel von Fred Perry 1936.

Ferrer verbessert sich in der Weltrangliste

Ferrer hatte im Viertelfinale seinen am Oberschenkel verletzten Freund Rafael Nadal ausgeschaltet. Er stand zum zweiten Mal nach den US Open 2007 in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers. Der Finaleinzug blieb ihm allerdings erneut verwehrt. In der neuen Weltrangliste verbessert sich der 28-Jährige um einen auf Platz auf Rang sechs. Murray würde bei einem Titelgewinn von fünf auf vier vorrücken.

Die Halbfinalpartie vor 15.000 Zuschauern war über weite Strecken hochklassig und ausgeglichen. Der Außenseiter aus Spanien suchte mutig seine Chance und attackierte Murray immer wieder mit seiner knallharten Vorhand. Beide Spieler zeigten enormen läuferischen Einsatz und brachten unglaubliche Bälle ins Feld zurück. „Ferrer spielte wie eine Ziegelwand, alles kommt von der Grundlinie wieder“, sagte Murray, „ich bin deshalb ab dem zweiten Satz häufiger ans Netz gegangen.“

Lange Ballwechsel befeuern die Stimmung

War es zunächst relativ ruhig in der Arena, wurde das Publikum mit zunehmender Matchdauer immer euphorischer. Bei einem Ballwechsel flog die Filzkugel 37 Mal über das Netz, eher Ferrer den Punkt machte. Murray hatte zunächst ungewohnte Probleme mit seiner Rückhand, mit der ihm viele einfache Fehler unterliefen. Ferrer entschied so trotz eines 3:4-Rückstandes den Satz noch mit 6:4 für sich.

Im zweiten Satz rettete sich Murray gegen den stärker spielenden Spanier diverse Male durch seinen starken Aufschlag. Er wehrte bei 2:3 zwei Breakpunkte durch Service-Winner ab. Bei 4:5 aus Sicht des Schotten hatte Ferrer dann sogar einen Satzball, den Murray erneut mit seinem Service zunichte machte. „Ich habe nicht richtig mitgezählt, ich dachte, es steht erst 3:4“, gab der Schotte zu, „das hat mir sicherlich geholfen.“

Verlorener Tie-Break spielentscheidend

Nach dem verlorenen Tiebreak im zweiten Satz brach Ferrer im dritten Durchgang etwas ein, kam aber ebenso stark im vierten Satz zurück. Nach jeweils einen schnellen Break auf beiden Seiten ging es erneut in den Tiebreak, den wiederum Murray mit seinen Gewinnschlägen dominierte. Nach 3:46 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball. „Es war ein hartes Stück Arbeit, ich spüre meine Muskeln sehr“, sagte der Sieger, „jetzt gehe ich ins Eisbad und hoffe, rechtzeitig wieder fit zu werden.“

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