2017 French Open – Day Fifteen

„La Decima“: Nadal gewinnt 10. French-Open-Titel

Rafael Nadal hat die French Open gewonnen und mit seinem zehnten Paris-Titel seit 2005 Geschichte geschrieben. Der an Position vier gesetzte Spanier bezwang im Finale US-Open-Champion Stan Wawrinka (Schweiz/Nr.3 ) in nur 2:05 Stunden mit 6:2, 6:3, 6:1 und blieb damit wie schon bei seinen Siegen 2008 und 2010 im kompletten Turnier ohne Satzverlust. Für Nadal war es der insgesamt 15. Grand-Slam-Triumph – und der erste seit genau drei Jahren. Nadals „La Decima“ in Roland Garros ist eine historische Leistung. In der Open Era seit 1968 war es zuvor noch keinem Profi gelungen, ein und dasselbe Major-Turnier zehnmal zu gewinnen.



Bislang hatte sich der 31-Jährige den Rekord mit Martina Navratilova geteilt. Die gebürtige Tschechoslowakin hatte in Wimbledon zwischen 1978 und 1990 insgesamt neunmal triumphiert. Nadal schraubte seine Matchbilanz beim bedeutendsten Sandplatzturnier auf 79:2 Siege.

Alte Qualitäten bei Nadal

Nadal zeigte altbekannte Qualitäten. Vergessen schienen die bitteren Momenten vom vergangenen Jahr, als er in Paris wegen einer Handgelenkblessur nicht zu seinem Achtelfinale hatte antreten können. Auf der Rückfahrt ins Hotel weinte der immer wieder vom Verletzungspech gebeutelte Nadal im Auto bittere Tränen. Doch er blieb seinem Motto treu: „Das Wichtigste ist, alle Dinge so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind. Du musst alles geben für dein Ziel und jeden Tag dein Bestes geben“, meinte er 2016.

Wawrinka (32), der älteste Paris-Finalist seit 44 Jahren, verpasste indes seinen zweiten French-Open-Coup nach 2015 und seinen insgesamt vierten Grand-Slam-Erfolg. Zuvor hatte der frühere Davis-Cup-Sieger noch kein Major-Endspiel verloren.

Nadal, der ein Preisgeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro kassierte, verbessert sich durch den Titelgewinn in der Weltrangliste von Rang vier auf Platz zwei. Es ist die höchste Platzierung des Linkshänders seit Oktober 2014.

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  1. Stefan Höfel

    Für Nadal ist jetzt nach Wimbledon sogar wieder Platz 1 möglich. Was mir bei den letzten sieben French Open-Herrenmatches, also inkl. VF und HF, negativ aufgefallen ist, dass in vier dieser Matches der jeweils letzte Satz mit 6:1 endete. Zwei Sätze endeten sogar mit 6:0. Das VF von Nadal endete im zweiten Satz bei 2:0 und Aufgabe seines Gegners. Das ist irgendwie enttäuschend. Zu Nadal und Wawrinka noch folgender Vergleich: Beide haben fünf ihrer sechs Matches bis zum Finale mit 3:0-Sätzen gewonnen. Das sechste Match macht den Unterschied, obwohl es nicht in der gleichen Runde war. Denn während Nadal im VF mit 6:2 und 2:0 weiterkam, musste Wawrinka eine Runde später 4,5 Stunden und 5 Sätze spielen. Und wer dieses HF gegen Murray gesehen hat, weiß, dass Stan auch in drei Sätzen hätte gewinnen können, denn Satz 1 eine 5:3-Führung und Aufschlag. In Satz 3 führte er schnell 3:0!

  2. Stefan Höfel

    Nadal geht, wenn man Murrays Rasenpunkte von 2016 bereits abzieht, mit nur 105 Punkten Rückstand in die Rasensaison. Murray hat 2.500 seiner 9.890 Punkte zu verteidigen. Nadal hat momentan 7.285 Punkte. Aber auch Wawrinka und Djokovic können nach Wimbledon die Nr. 1 sein.
    Bei den Frauen geht Kerber ohne ihre Wimbledonpunkte von 2016 nicht als „Beste“ an den Start. Pliskova und Halep können sie erneut ablösen.
    Es ist also in beiden Konkurrenzen an der Spitze spannend.


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