Erneute Regenpause bei den French Open

Regen in Paris: Keine Matches am Montag

Heftiger Regen in Paris hat den Plan der French Open auch am neunten Turniertag durcheinandergewirbelt. Da bis zum Montagmittag nicht mit dem Spielbetrieb begonnen werden konnte, erfolgte aufgrund der schlechten Vorhersagen ein „Washout“, die Absage aller für diesen Tag geplanten Matches.



Auf dem Programm standen jeweils vier Achtelfinals bei den Männern und Frauen. Unter anderem sollten am Montag Branchenführer Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1) und Titelverteidigerin Serena Williams (USA/Nr. 1) aufschlagen.

Die 115. French Open werden wohl als eine der regenreichsten in die Historie eingehen – zumal die Prognosen für die kommenden Tage nicht besser sind.Ihren Humor haben die Franzosen aber nicht verloren: Am Montag meldete sich der offizielle Twitter-Account des Turniers zu Wort und schrieb einen offenen Brief an das Dach in Wimbledon: „Hast Du in dieser Woche schon etwas zu tun?“, hieß es da. Die seit 2012 existierende Abdeckung im Tennis-Mekka hat einen eigenen Twitter-Account mit 21.600 Followern.

Regen hatte in der Vergangenheit immer wieder zu Verschiebungen beim zweiten Grand Slam des Jahres geführt. 2012 hatte das Sonntags-Finale zwischen Sandplatzkönig Rafael Nadal (Spanien) und Novak Djokovic (Serbien) sogar erst am Montag zu Ende gespielt werden können. 1973 hatten Ilie Nastase (Rumänien) und Niki Pilic (Jugoslawien) sogar noch einen Tag länger warten müssen, ehe das Endspiel überhaupt beginnen konnte.

Ein Dach wird es in Roland Garros erst 2020 geben. „Das ist dann das letzte Puzzle des Umbaus. Diese verregneten Tage haben die Wichtigkeit dieser Installation gezeigt. Es ist eine Frage des Respekts gegenüber den Spielern und Zuschauern“, sagte Turnierdirektor Guy Forget.

Bei den Australian Open und in Wimbledon gibt es bereits jeweils mindestens ein Dach über den größten Courts – bei den US Open wird die 120 Millionen Dollar teure Abdeckung über dem Arthur-Ashe-Stadium, der größten Tennis-Arena der Welt, im August eingeweiht.

Auf die Frage, warum das bedeutendste Sandplatzturnier diesbezüglich hinterherhinke, meinte Forget: „Das ist Frankreich.“

Teile der Anlage im Westen von Paris befinden sich im Umbau. Allerdings gibt es am Bois de Boulogne derzeit einen Baustopp, da Anwohner und Umweltschützer geklagt haben.

Die Fläche soll von derzeit 8,6 auf 12,8 Hektar erweitert werden. In Wimbledon ist das Areal 17,7 Hektar groß. „Wir müssen mit der Zeit gehen. Ich will das Turnier zum prestigeträchtigsten Grand Slam machen“, sagte Forget. Insgesamt 450.000 Tickets wurden für das diesjährige Event abgesetzt. (Red/SID)

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