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Carina Witthöft biss sich an Angelique Kerber die Zähne aus

Witthöft angriffslustig: „Ich will mehr als Platz 56“

Hamburg – das Tor zur Welt! Dieser Spruch gilt auch für Carina Witthöft unter Beschuss“ href=“https://www.tennismagazin.de/news/video-carina-witthoeft-das-making/“>Carina Witthöft. Das 20 Jahre alte deutsche Top-Talent ist auf dem besten Weg die Tenniswelt zu erobern. In diesem Jahr gelang der Spielerin des Hamburger Vereins Club an der Alster ein rasanter Aufstieg in der Tennis-Weltrangliste. Wir sprachen mit der neuen deutschen Tennis-Hoffnung über Ihren Höhenflug.

Witthöft bekommt Wildcard

Carina Witthöft spielt bisher eine starke Saison

Frau Witthöft, Zu Beginn des Jahres strebten Sie eine Platzierung unter den Top 100 in der Weltrangliste an. Mittlerweile sind Sie bis auf Platz 56 nach oben geklettert. Sind Sie überrascht vom eigenen Erfolg?
Carina Witthöft (20): Erwartet hatte ich das wirklich nicht. Aber ich habe in den letzten Monaten sehr gut trainiert und konstant an meinem Spiel gearbeitet. Auch im Training habe ich einen Sprung nach vorne gemacht, ich traue mich immer wieder an neue Übungen und arbeite konstant an meiner Fitness, das kommt mir auf dem Platz zu Gute.

Das ist schon alles?
Entscheidend ist, dass man das, was man im Training erlernt, auch im Spiel beherzigt und nicht in alte Muster zurückfällt. Außerdem spielt das Selbstvertrauen eine große Rolle. Zuletzt habe ich auch durch die Turniersiege bei ITF-Events Selbstvertrauen gesammelt und kam dann mit einer positiven Einstellung auf die WTA-Tour.

Was ist Ihr Ziel in der Weltrangliste für das Ende der Saison 2015?
Grundsätzlich setze ich mir nicht so gerne Weltranglisten-Ziele. Mein Kredo ist es bei jedem Turnier so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Wenn es jetzt weiter gut läuft, dann klettere ich auch in der Weltrangliste.

Also alles im grünen Bereich bisher in dieser Saison?
Ja und nein! Auf der einen Seite wäre ich Anfang des Jahres mit Platz 56 zum jetzigen Zeitpunkt ziemlich zufrieden gewesen, aber zugleich wäre auch mehr drin gewesen. Es ist ein positiver Zwischenstand, aber ich will mehr!

Dennoch spielen Sie weiterhin auch viele kleinere Turnier abseits der großen WTA-Events. Warum?
Das ist richtig. Zum Beispiel habe ich auf das Turnier in Madrid verzichtet. Ich habe mir dazu meine Gedanken gemacht. Madrid ist extrem stark besetzt – auch in der Qualifikation, die ich hätte spielen müssen. Beim ITF-Event im französischen Cagnes-sur-Mer hatte ich stattdessen eine größere Möglichkeit mehr Spielpraxis und Weltranglisten-Punkte zu sammeln.

Das ist Ihnen gelungen. Sie gewannen das Turnier und feierten damit den bisher größten Titelgewinn Ihrer Karriere
Ich bin sehr glücklich und freue mich sehr über diesen Titel. Es war eine super Woche und ich nehme aus Cagnes-sur-Mer sehr viel mit. Ich bin sehr zufrieden, besonders mit dem Finale. Es war vor allem wichtig, dass ich mich im ersten Satz nach dem Rückstand zurückgekämpft habe und den Satz für mich entscheiden konnte. Aber jetzt denke ich schon wieder an die nächsten Aufgaben!