2026 Delray Beach Open – Finals

Größter Sieg seiner Karriere: Sebastian Korda bezwang in Miami Carlos Alcaraz. Bild: IMAGO

Korda schlägt Alcaraz in Miami: „War stressiger, als es mir lieb war!“

Carlos Alcaraz scheitert in Miami erneut früh: Gegen Sebastian Korda hatte er die Partie schon gedreht, verliert sie aber dennoch.

Der Weltranglistenerste Carlos Alcaraz hat beim ATP-1000er-Turnier von Miami schon in der dritten Runde verloren. Der Spanier unterlag US-Profi Sebastian Korda mit 3:6, 7:5, 4:6 und kassierte damit seine erst zweite Niederlage in der laufenden Saison. Beim Vor-Turnier in Indian Wells war Alcaraz im Halbfinale an Daniil Medvedev gescheitert. Die ersten 16 Matches im Jahr 2026 hatte er gewonnen und die Titel bei den Australian Open sowie in Doha geholt.

Korda mit einem Top-Tag

Schon 2025 flog Alcaraz früh aus dem Turnier von Miami. Vor einem Jahr erwischte es ihn gleich zum Auftakt gegen den Belgier David Goffin. 2024 scheiterte er im Viertelfinale gegen Grigor Dimitrov.2023 stand er im Halbfinale; 2022 gewann er den Titel.

Sebastian Korda, der sich 2026 den Titel in Delray Beach sichern konnte, erwischte einen Top-Tag und war von seinem Coach Ryan Harrison optimal eingestellt. Seine Devise lautete: Aggressiv spielen, offensive Situationen ausnutzen, dabei aber nicht überpowern. 34-Mal tauchte er vorne am Netz auf und machte dabei 20 Punkte. Gleichzeitig zeigte sich Alcaraz nicht von seiner besten Seite und wirkte fehleranfällig. Korda zog seine kontrollierte Offensive bis zum 6:3, 5:4 ohne große Brüche im eigenen Spiel durch und servierte zum Match – genau dann riss ihm der Faden.

Alcaraz gelang das Break zu null. Kurze Zeit später holte er sich den zweiten Satz mit 7:5. Natürlich ging nun jeder davon aus, dass sich Alcaraz das Match holen würde. Vor allem weil sich Korda schon öfter gegen bessere Gegner in aussichtsreicher Position befand, dann aber oft nicht den Deckel draufmachte. Seine Karriere-Bilanz gegen Top 10-Spieler lautete vor dem Match: neun Siege, aber 23 Niederlagen. Die letzten fünf Matches gegen die Besten der Branche hatte er alle verloren.

Alcaraz konnte nicht davonziehen

Umso überraschender war es, dass Alcaraz nicht davonziehen konnte. Korda blieb in der Partie und holte sich dann wie aus dem Nichts das Break zum 4:3 im dritten Satz. Wenig später servierte er erneut bei einer 5:4-Führung zum Match. Dieses Mal spielten ihm seine Nerven keinen Streich und er holte sich in seiner ersten Begegnung mit einer Nummer eins auch gleich den Sieg. Für den 25-Jährigen, der in Florida zur Welt kam und immer noch im „Sunshine State“ lebt, ist dies natürlich der größte Triumph seiner Laufbahn.

„Es fühlt sich großartig an. Ich habe zwar einen Umweg genommen und es war etwas stressiger, als mir lieb war, aber ich bin zufrieden damit, wie ich gespielt habe und wie ich drangeblieben bin. Ich habe weiter daran geglaubt und am Ende wirklich gut gespielt. Ich war so aggressiv wie möglich. Ich habe das ganze Match über großartig aufgeschlagen. Das muss man tun, um einen Spieler wie ihn zu schlagen“, sagt Korda, aktuell die Nummer die Nummer 36 der Welt.

Für Alcaraz, der zum Auftakt in Miami noch gegen den aufstrebenden Teenager Joao Fonseca überzeugt hatte, war es eine Niederlage mit Seltenheitswert. Gegen einen schlechter platzierten Gegner hatte er zuletzt 2025 an gleicher Stelle verloren: David Goffin war bei seinem Sieg in Miami gegen Alcaraz die Nummer 55 der Welt.