Aryna Sabalenka: „Ich mag es, Mode auf den Tennis-Court zu bringen“
Aryna Sabalenka zeigt sich modebewusst bei den French Open. „Wenn ich mich in meinem Outfit gut fühle, spiele ich besser“, sagt sie.
Nach ihrem Sieg in der ersten Runde der French Open gegen Jéssica Bouzas Maneiro ging es in der Pressekonferenz in Paris nur am Rande um die sportlichen Leistungen von Aryna Sabalenka. Hauptthema war ihr Outfit mit passendem Schmuck. Die 28-Jährige präsentierte ihr diesjähriges Roland Garros-Outfit schon zuvor auf ihren Social-Media-Accounts.
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Sabalenka habe Spaß daran, ihre Outfits für den Court auszuwählen. Die Weltranglistenerste ist sogar der Meinung, dass ihr Look sich auf ihre sportlichen Leistungen auswirken würde. Sie sagt: „Es klingt wahrscheinlich ein bisschen verrückt, aber wenn ich mich gut darin fühle, was ich anhabe und wie ich auf dem Platz aussehe, performe ich besser – also hilft es.“
„Ich mag es, Mode auf den Tennis-Court zu bringen“, sagt Sabalenka. In Paris bekam sie viele Fragen, zu ihrem auffälligen Schmuck, der auch in den sozialen Netzwerken viel diskutiert wurde. Der Schmuck sei dazu da, ihren Look zu vervollständigen: „Ich weiß, welches Dress ich bei einem Grand Slam tragen werde und dann versuche ich etwas zu finden, dass zu meinem Outfit passt und es noch besser aussehen lässt“, sagt die vierfache Grand Slam-Siegerin.
Sabalenkas Schmuck löst Online-Diskussion aus
Von den drei Diamanten-Ketten trug Sabalenka letztendlich nur zwei auf dem Platz. Sie reflektiert: „Ich dachte mir, es ist zu viel, also habe ich mich dazu entschieden, zwei zu tragen.“ Die Tatsache, dass die Nummer eins der Setzliste bei den French Open den Court gestylt und mit teurem Schmuck betritt, wurde bereits im Vorfeld in den Sozialen Medien diskutiert.
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Viele User sind der Meinung, es sei „zu viel“ für eine Athletin. Die Kritik der User: Eine Profi-Sportlerin sollte sich auf ihre sportliche Leistung auf dem Court konzentrieren. Diamanten seien dabei fehl am Platz. Der Fokus liege nicht mehr auf dem Sport. Andere User sind wiederum begeistert davon, dass Sabalenka eine Verbindung zwischen Mode und Tennis schaffe.
Doppelmoral bei Sabalenka?
Nicht nur in den Sozialen Netzwerken, sondern auch in Paris lösen die Diamanten-Ketten Diskussionen aus. Bereits im Vorfeld der French Open hatte Sabalenka sich für höhere Preisgelder für die Spieler ausgesprochen. Die Prozentsätze am Gesamtumsatz der Grand Slam-Turniere wären nicht gerecht, sagt sie. Die 28-Jährige sprach sogar von einem möglichen Boykott der Grand Slams.
Den Vorwurf einer Doppelmoral weist Sabalenka jedoch entschieden zurück. Auf die Frage, ob sie verstehen könne, dass manche Menschen es „heuchlerisch“ nennen, mehr Preisgeld zu fordern und gleichzeitig mit extrem teuren Schmuck aufzutreten, antwortete Sabalenka, dass man diese beiden Themen nicht miteinander vermischen könne. Bei der Diskussion um das Preisgeld gehe es nicht um sie.
Aryna Sabalenka: „Wenn ich alles in mir behalte, zerstört es mich.“
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Sie betont: „Es geht überhaupt nicht um mich, sondern um die Spieler auf niedrigeren Rängen, die in dieser Tenniswelt ums Überleben kämpfen.“ Ihr gehe es bekanntlich finanziell gut. Als Nummer Eins im Damentennis wolle sie für einen fairen Anteil für Spieler kämpfen, die niedrig gerankt sind, diejenigen, die nach Verletzungen zurückkehren, sowie Spieler der nächsten Generation. „Es geht nicht um mich“, wiederholte Sabalenka immer wieder.
Zu einem Boykott kam es bei den French Open nicht. Jedoch verkürzen einige Profis ihre Presseverpflichtungen auf 15 Minuten (dabei sind allein zehn Minuten für die Pressekonferenzen vorgesehen), um gegen die ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung des Preisgeldes zu protestieren.
In ihrer etwa zehnminütigen Pressekonferenz spricht Sabalenka zudem über ihr Auftreten in den Sozialen Medien und darüber, nicht den Fokus auf den Sport zu verlieren.
Sabalenka: „Ich hoffe ich kann Menschen zum Lachen bringen“
Wenn sie das Gefühl habe, dass es zu viel werde oder es sie zu sehr anstrenge, poste sie nicht. Allgemein liebe sie jedoch Social Media. Sabalenka sagt: „Ich liebe es, mich selbst und das Leben, dass ich lebe, mit Menschen zu teilen.“ Sie bringe gerne die positiven Seiten der Tennis-Welt zum Vorschein.
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Sie fügt hinzu: „Ich zeige gerne, dass es okay ist, außerhalb des Tennis-Courts Spaß zu haben und gleichzeitig hart zu arbeiten.“ Ihre Botschaft an die nächste Tennis-Generation: ein gesunder Umgang mit dem zum Teil toughen Leben eines Athleten. Manche Spieler seien ihrer Meinung nach zu vertieft in die professionelle Seite des Sports und würden sich dabei selbst vergessen. Es gebe nicht nur die Person auf-, sondern auch die abseits des Courts.
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Sie versuche auf ihren Social Media-Kanälen Positiviät zu verbreiten: „Ich hoffe, ich kann Menschen zum Lachen bringen und ihren Tag vielleicht ein bisschen glücklicher machen“, sagt die Nummer Eins.
Nicht nur auf ihren eigene Kanälen, sondern auch in Magazinen oder Video-Formaten ist Sabalenka präsent. So erschien sie beispielsweise auf dem digitalen Vogue-Cover der Mai-Ausgabe.
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Im Vogue-Magazin zeigt sich Sabalenka zum Teil verletzlich. Sie spricht über Verluste, Online-Hass, die Kritik an ihrer Person und darüber, dass ihre Emotionen ihr lange Zeit im Weg standen. Sie gewährt Lesern einen Einblick in ihre Gefühlswelt.
Die Meinungen gehen auseinander: Während Kritiker Sabalenkas „Off Court“-Aktivitäten und ihr sichtbares Interesse für Mode auf dem Platz als Ablenkung vom Sport sehen, sind Fans der 28-Jährigen begeistert, dass die Nummer Eins der Welt verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit teilt.
