Rangliste: Die 50 besten deutschen Tennisspielerinnen der Geschichte
Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN präsentieren wir die 50 besten deutschen Tennisspielerinnen der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.
Am 3. November 1975 wurde die erste computerbasierte Weltrangliste auf der WTA-Tour veröffentlicht. Der Tag glich einer Zäsur im Damentennis. 135 Profis umfasste die erste Weltrangliste auf der WTA-Tour. Drei deutsche Spielerinnen finden sich im ersten WTA-Ranking. Iris Riedel war die allererste deutsche Nummer eins. Auf Platz 28 wurde Riedel gelistet – es blieb das beste Ranking ihrer Karriere.
Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN (im Juni 2026 veröffentlichen wir unsere Ausgabe) schauen wir auf die Historie des WTA-Rankings und präsentieren die 50 besten deutschen Tennisspielerinnen der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.
Platz 50: Dinah Pfizenmaier
Geburtsdatum: 13.01.1992
Bestes WTA-Ranking: 79
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 2013
WTA-Bilanz: 16:22
Dinah Pfizenmaier spielte größtenteils in ihrer Karriere auf der ITF-Tour, am liebsten auf Sand, wo sie sechs ihrer neun ITF-Titel gewann. Ihr größter Erfolg auf der WTA-Tour: der Einzug in die dritte Runde der French Open 2013 als Qualifikantin. Pfizenmaier musste wegen diverser Verletzungen ihre Karriere mit 25 Jahren beenden und arbeitete einige Jahre als Chef-Verbandstrainerin im Westfälischen Tennis-Verband. Zudem spielte sie einige Jahre Handball in der Regionalliga als Kapitänin beim SV Teutonia Riemke in Bochum.
Platz 49: Ella Seidel
Geburtsdatum: 14.02.2005
Bestes WTA-Ranking: 78
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 1. Runde alle Grand Slams
WTA-Bilanz: 20:22
Ella Seidel steht noch am Anfang ihrer Karriere und sollte in dieser Top-50-Liste in den kommenden Jahren weiter nach oben klettern. 2022 gewann sie den Deutschen Meistertitel in der Halle. Seit 2025 zählt sie zu den Top 100 in der Damen-Weltrangliste. Sie wartet noch auf ihren ersten Hauptfeldsieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Dreimal stand sie bislang im Hauptfeld bei einem Major-Turnier. Seidel übersprang in der Schule zwei Klassen und schloss ihr Abitur mit einem Durchschnitt von 1,1 ab.
Platz 48: Maja Zivec-Skulj
Geburtsdatum: 25.09.1973
Bestes WTA-Ranking: 73
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 1. Runde Australian Open/Wimbledon
WTA-Bilanz: 11:30
Maja Zivec-Skulj, geboren im ehemaligen Jugoslawien in Ljubijana, gewann zusammen mit Anke Huber im Jahr 1989 den Junior Fed Cup. Sie spielte hauptsächlich auf der ITF-Tour, wo sie vier Titel gewann. Fünfmal stand sie im Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier. Allerdings schaffte sie es nie in die zweite Runde. Ihre Tante Karmen Skulj war ebenfalls als Profi aktiv (bestes WTA-Ranking: 203).
Platz 47: Tamara Korpatsch
Geburtsdatum: 12.05.1975
Bestes WTA-Ranking: 71
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde bei allen Grand Slams
WTA-Bilanz: 43:65
Tamara Korpatsch, Deutsche Meisterin von 2017 (Halle), befindet sich noch mitten in ihrer Profikarriere. Nach ihrem ersten WTA-Titel im Oktober 2023 in Cluj-Napoca erreichte sie ihre Karriere-Bestmarke (Platz 71). Bei allen Grand Slam-Turnieren gewann sie ein Match, zuletzt bei den French Open 2024. Anfang 2026 erreichte sie in Ostrava ihr zweites Finale auf der WTA-Tour. Derzeit steht Korpatsch kurz vor der Rückkehr in die Top 100.
Platz 46: Angelika Rösch
Geburtsdatum: 08.06.1977
Bestes WTA-Ranking: 69
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 1. Runde bei allen Grand Slams
WTA-Bilanz: 10:28
Angelika Rösch spielte hauptsächlich auf der ITF-Tour (5 Titel), wo sie fleißig Punkte sammelte, um in die Top 100 zu kommen. Sie ist Linkshänderin, spielte aber mit der rechten Hand Tennis. Zwischen Wimbledon 2002 und den US Open 2003 stand sie sechsmal in Folge im Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier. Allerdings schaffte sie es nie in die zweite Runde. Größter Erfolg: drei Siege innerhalb weniger Monate gegen die spätere Olympiasiegerin Elena Dementieva. Rösch arbeitet als DTB-A-Trainerin und Immobilienmaklerin.
Platz 45: Elena Wagner
Geburtsdatum: 17.05.1972
Bestes WTA-Ranking: 68
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Wimbledon 1999/US Open 1997
WTA-Bilanz: 29:36
Elena Wagner, geborene Pampoulova, spielte bis 1996 für Bulgarien. Unter bulgarischer Flagge nahm sie bei den Olympischen Spielen 1992 teil, erreichte ihre beste Platzierung im WTA-Ranking (Platz 62) und gewann einen WTA-Titel (in Surabaya). Von 1997 bis zu ihrem Karriereende spielte sie für Deutschland, unter anderem im Fed Cup. Als Deutsche (bestes WTA-Ranking: 68) erzielte sie ihre besten Ergebnisse bei den Grand-Slam-Turnieren – zweimal dritte Runde. Wagner starb 2022 im Alter von 50 Jahren nach schwerer Krankheit.
Platz 44: Silke Frankl
Geburtsdatum: 29.05.1970
Bestes WTA-Ranking: 67
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 1993/Wimbledon 1994
WTA-Bilanz: 42:77
Silke Frankl, Deutsche Meisterin im Jahr 1989 (Sand), gehört zur Generation Steffi Graf. Sie gewann zwei Turniere auf der kleineren ITF-Tour und erreichte zweimal die dritte Runde bei einem Grand-Slam-Turnier, in Paris und in Wimbledon. Sie spielte jahrelang für den Tennisklub Grün-Weiss Mannheim, wo sie 16 Jahre die Geschäftsstelle leitete. Derzeit arbeitet sie an der Universität Mannheim als Seminar-Managerin.
Platz 43: Jule Niemeier
Geburtsdatum: 12.08.1999
Bestes WTA-Ranking: 61
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Wimbledon 2022
WTA-Bilanz: 39:59
Jule Niemeier ist mitten in ihrer Profikarriere. 2022 hatte sie ihr bislang bestes Jahr, als sie sensationell das Viertelfinale in Wimbledon erreichte, bei den US Open ins Achtelfinale einzog und das Jahr als beste Deutsche im Ranking beendete. Trotz ihres variablen Spiels rutsche sie in den folgenden Jahren immer weiter ab. Derzeit sie nur die Nummer 297 der Welt (Stand: März 2026).
Platz 42: Bianka Lamade
Geburtsdatum: 30.08.1982
Bestes WTA-Ranking: 59
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open 2002/Wimbledon 2001
WTA-Bilanz: 22:30
Bianka Lamade galt als vielversprechendes Talent im deutschen Damentennis. Ihre Profikarriere war jedoch sehr kurz. Nur sechsmal stand sie im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, sie gewann dabei zwei Matches, in Melbourne und in Wimbledon. Mit 18 Jahren holte sie ihren ersten und einzigen WTA-Titel (Taschkent) und feierte ihr Debüt im deutschen Fed Cup-Team. Ihr Fokus lag nicht auf einer erfolgreichen Tenniskarriere. Mit 22 Jahren hörte sie bereits auf.
Platz 41: Kristina Barrois
Geburtsdatum: 30.09.1981
Bestes WTA-Ranking: 57
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde alle Grand Slams
WTA-Bilanz: 34:62
Kristina Barrois, Deutsche Meisterin von 2008 (Halle), war bekannt für ihr gefühlvolles Spiel mit ihrer einhändigen Rückhand. Sie erreichte zwei Endspiele auf der WTA-Tour. Die Saarländerin feierte das perfekte Karriereende. In ihrem letzten Turnier in Luxemburg, ganz in der Nähe ihrer Heimat, gewann sie ihren einzigen WTA-Doppeltitel. Barrois arbeitete nach ihrer Karriere als Regierungsinspektorin im saarländischen Justizministerium und hat zwei Kinder.
Platz 40: Andrea Glass
Geburtsdatum: 17.07.1976
Bestes WTA-Ranking: 53
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 1999
WTA-Bilanz: 38:90
Andrea Glass war eine erfolgreiche Juniorin. Sie gewann den U16-Orange Bowl und erreichte bei den Australian Open 1993 das Juniorinnen-Finale, das sie gegen Landsfrau Heike Rusch verlor. Die Deutsche Meisterin von 1997 (Halle) musste ihre Karriere mit 26 Jahren wegen Pfeifferschen Drüsenfieber unfreiwillig beenden. Anschließend studierte sie Sportmanagement, machte ihren Trainerschein und betrieb eine Tennisschule. Inzwischen arbeitet die zweifache Mutter als Körpertherapeutin.
Platz 39: Julia Schruff
Geburtsdatum: 16.08.1982
Bestes WTA-Ranking: 52
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde US Open 2005
WTA-Bilanz: 48:83
Julia Schruff verpasste knapp den Einzug in die Top 50. Sie erreichte ein Finale auf der WTA-Tour (in Oeiras). Im deutschen Fed-Cup-Team sorgte sie im Jahr 2006 mit ihrer Teamkollegin Martina Müller für einen kleinen Skandal. Schruff und Müller verlangten für ein Antreten beim Spiel in China eine hohe Antrittsprämie und wurden daraufhin aus dem Nationalkader gestrichen. Nach ihrer Babypause im Alter von 29 Jahren kehrte Julia Schruff nicht mehr auf die Tour zurück.
Platz 38: Veronika Martinek
Geburtsdatum: 03.04.1972
Bestes WTA-Ranking: 49
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 1995
WTA-Bilanz: 73:104
Veronika Martinek, geboren in der Tschechoslowakei, kam im Alter von acht Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland und wurde während ihrer Karriere von ihrem Vater und ihrem Bruder betreut. Sie spielte am liebsten auf Sand, wo sie ihre beiden Finals auf der WTA-Tour bestritt und einen Titel gewann – beide in Sao Paulo. Sie zählte von 1990 bis 1996 zu den Top 100 im WTA-Ranking. Ihr größter Sieg: 1992 gegen Jennifer Capriati, die im gleichen Jahr Olympiasiegerin wurde.
Platz 37: Carina Witthöft
Geburtsdatum: 16.05.1995
Bestes WTA-Ranking: 48
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde alle Grand Slams
WTA-Bilanz: 49:69
Carina Witthöft, Deutsche Meisterin von 2016 (Halle), spielte mit 18 Jahren in Wimbledon ihr erstes Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier. Sie erreichte bei jedem Grand-Slam-Turnier die dritte Runde und gewann in Luxemburg ihren einzigen WTA-Titel. Mit 23 Jahren nahm sie sich zunächst eine Auszeit vom Tennis und kehrte nicht mehr als Profi zurück. Ihr letztes Match spielte sie in der Qualifikation bei den Australian Open 2019. Witthöft ist inzwischen zweifache Mutter.
Platz 36: Anca Barna
Geburtsdatum: 14.05.1977
Bestes WTA-Ranking: 46
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 2003
WTA-Bilanz: 70:109
Anca Barna, geboren in Cluj-Napoca in Rumänien, siedelte mit zehn Jahren mit ihrer Familie nach Nürnberg über. Sie gewann den Deutsche Meistertitel 2000 und 2001 (beide in der Halle) und erreichte ein Finale auf der WTA-Tour (in Estoril). 2002 beendete sie das Jahr als beste deutsche Spielerin im WTA-Ranking. Auch ihre jüngere Schwester Adriana war als Tennisprofi aktiv (bestes WTA-Ranking: 180). Barna leitet eine Tennisschule in Fürth.
Platz 35: Marketa Kochta
Geburtsdatum: 14.07.1975
Bestes WTA-Ranking: 45
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 1992/French Open 1994
WTA-Bilanz: 32:67
Marketa Kochta, geboren in Prag, zog in ihrer Kindheit nach München, da ihr Vater einen Job als Eishockey-Trainer annahm. Sie hatte ihre beste Zeit als Teenagerin. Sie gewann 1991 den Junior Fed Cup mit Deutschland und erreichte mit 16 Jahren die dritte Runde der Australian Open. Ihre Schwester Renata war ebenfalls als Tennisprofi aktiv (bestes WTA-Ranking: 301). Kochta war mit dem ehemaligen Profi Jiri Vanek verheiratet und hat zwei Kinder.
Platz 34: Anna-Lena Friedsam
Geburtsdatum: 01.02.1994
Bestes WTA-Ranking: 45
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2016
WTA-Bilanz: 64:87
Die Karriere von Anna-Lena Friedsam ist geprägt von vielen Verletzungen. Wegen einer schweren Schulterverletzung pausierte sie fast zwei Jahre. Sie erreichte zwei Finals auf der WTA-Tour, die sie beide verlor. Sie gewann dreimal den Deutschen Meistertitel (2013, 2015 und 2018) in der Halle. Ihren letzten Hauptfeldsieg bei einem Grand-Slam-Turnier feierte sie bei den French Open 2023. Friedsam steht derzeit auf Platz 204 im WTA-Ranking (Stand: März 2026).
Platz 33: Jana Kandarr
Geburtsdatum: 21.09.1976
Bestes WTA-Ranking: 43
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2000
WTA-Bilanz: 68:121
Jana Kandarr, geboren in Halle an der Saale, gelang bis heute als einziger Spielerin aus Ostdeutschland der Sprung in die Top 100 im WTA-Ranking. Aufgrund ihres Aussehens galt sie als das schönste Gesicht im deutschen Tennis. Obwohl sie Linkshänderin ist, spielte sie mit rechts Tennis. Bei den Australian Open 2000 schaffte sie es als Qualifikantin bis ins Achtelfinale. Kandarr hat eine Tochter und arbeitet mittlerweile als Diplom-Geografin beim Helmholtz-Zentrum in Potsdam.
Platz 32: Heidi Eisterlehner
Geburtsdatum: 25.10.1949
Bestes WTA-Ranking: 42
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Australian Open 1976
WTA-Bilanz: 45:66
Als die Weltrangliste im Damentennis eingeführt wurde, war Heidi Eisterlehner bereits 26 Jahre alt. Kurz darauf erreichte sie mit dem Viertelfinaleinzug bei den Australian Open ihr bestes Grand-Slam-Ergebnis. 1977 und 1980 wurde sie Deutsche Meisterin (beide in der Halle). Nach ihrer Karriere machte sich EIsterlehner im Seniorentennis einen großen Namen, in dem sie in einigen Alterskategorien Weltmeisterin und Nummer eins der Welt war. Eisterlehner verstarb im Alter von 75 Jahren.
Platz 31: Christina Singer
Geburtsdatum: 27.07.1968
Bestes WTA-Ranking: 41
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Wimbledon 1995/US Open 1993
WTA-Bilanz: 56:86
Christina Singer ist die Tochter des früheren Handball-Nationalspielers Horst Singer. Sie schaffte es bei jedem Grand-Slam-Turnier mindestens in die zweite Runde. Mit 27 Jahren erreichte sie ihr beste Platzierung im WTA-Ranking. 1996 gewann sie den Deutschen Meistertitel (Halle). Singer, die inzwischen Singer-Bath mit Nachnamen heißt, ist seit mehr als 25 Jahren als Verbandstrainerin im Württembergischen Tennis-Bund tätig und kümmert sich hauptsächlich um den Nachwuchs.
Platz 30: Silke Meier
Geburtsdatum: 13.07.1968
Bestes WTA-Ranking: 40
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde US Open 1990
WTA-Bilanz: 78:140
Silke Meier erreichte bereits mit 19 Jahren ihre beste Platzierung im WTA-Ranking. Sie stand in einem Endspiel auf der WTA-Tour (in Zagreb) und schaffte es bei jedem Grand-Slam-Turnier mindestens in die zweite Runde. Sie gehörte zur deutschen Fed Cup-Mannschaft, die 1987 erstmals den Titel gewann, auch wenn sie beim Finalturnier in Vancouver nicht zum Einsatz kam. Meier, die inzwischen Meier-Heckmann mit Nachnamen heißt, arbeitet als Trainerin im Badischen Tennisverband.
Platz 29: Eva Lys
Geburtsdatum: 12.01.2002
Bestes WTA-Ranking: 39
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2025
WTA-Bilanz: 42:39
Eva Lys, Deutsche Meisterin von 2021 (Halle), steht mitten in ihrer Karriere. Seit Anfang 2025, als sie als Lucky Loser das Achtelfinale bei den Australian Open erreichte, ist sie eine Top-100-Spielerin und spielte sich fortan immer weiter nach oben. Das Jahr 2025 schloss sie zudem als bestplatzierte Deutsche im WTA-Ranking ab. Lys hat eine rheumatische Autoimmunerkrankung, wegen der sie zu einigen Matches nicht antreten kann.
Platz 28: Karin Kschwendt
Geburtsdatum: 14.0.1968
Bestes WTA-Ranking: 37
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 1991, 1996/French Open 1994/Wimbledon 1990
WTA-Bilanz: 53:65
Karin Kschwendt spielte für drei Länder: zunächst Luxemburg, dann Deutschland und zum Abschluss für ihr Geburtsland Schweiz. Die größten Erfolge und ihr bestes WTA-Ranking erzielte sie unter deutscher Flagge. Zudem wurde sie zweimal Deutsche Meisterin: 1991 und 1993 (beide auf Sand). Im Fed Cup repräsentierte sie ihre gesamte Karriere Luxemburg, wo sie ihre Kindheit verbrachte.
Platz 27: Annika Beck
Geburtsdatum: 16.02.1994
Bestes WTA-Ranking: 37
WTA-Titel: 2
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2016
WTA-Bilanz: 91:115
Annika Beck galt nach ihrem French Open-Sieg bei den Juniorinnen im Jahr 2012 als große Nachwuchshoffnung im deutschen Damentennis. Sie erreichte vier Finals auf der WTA-Tour, von denen sie zwei gewann (Luxemburg und Quebec). Bei den Australian Open 2016 verlor sie im Achtelfinale gegen die spätere Siegerin Angelique Kerber. Sie sicherte sich zudem den Deutschen Meistertitel im Jahr 2012 (Halle). Beck beendete bereits mit 24 Jahren ihre Karriere, um Zahnmedizin zu studieren.
Platz 26: Marlene Weingärtner
Geburtsdatum: 30.01.1980
Bestes WTA-Ranking: 36
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2002/French Open 2004
WTA-Bilanz: 84:135
Marlene Weingärtner galt als riesengroße Nachwuchshoffnung. Sie stand als Juniorin im Finale der Australian Open, French Open und US Open. Der Übergang zu den Profis gelang ihr fließend. Mit 18 Jahren spielte sie ihr erstes Grand-Slam-Turnier im Hauptfeld. 2003 schloss sie das Jahr als beste Deutsche im WTA-Ranking ab. Nach vielen Verletzungen beendete sie ihre Karriere bereits mit 25 Jahren. Ihr größter Sieg: in der ersten Runde der Australian Open 2003 gegen die zweimalige Titelverteidigerin Jennifer Capriati. Weingärtner arbeitet inzwischen als Ärztin und Osteopathin.
Platz 25: Tatjana Maria
Geburtsdatum: 08.08.1987
Bestes WTA-Ranking: 36
WTA-Titel: 4
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Wimbledon 2022
WTA-Bilanz: 154:252
Tatjana Maria ist die Dauerbrennerin im deutschen Damentennis. Wimbledon 2007 stand sie zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Knapp 20 Jahre später ist weiterhin als Profi unterwegs. Sie ist für ihren unkonventionellen Spielstil mit viel Slice auf Vorhand und Rückhand bekannt. Maria reist mit ihren beiden Töchtern um die Welt und gewann ihre vier WTA-Titel allesamt als Mutter. Der größte Höhepunkt neben ihren Turniersiegen war der sensationelle Einzug ins Halbfinale beim Wimbledonturnier 2022. 2023 beendete sie das Jahr als bestplatzierte deutsche Spielerin. Ihr großes Ziel in den nächsten Jahren: bei den Australian Open 2028 im Doppel mit ihrer Tochter Charlotte starten.
Platz 24: Martina Müller
Geburtsdatum: 11.10.1982
Bestes WTA-Ranking: 33
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde US Open 2002
WTA-Bilanz: 64:114
Martina Müller, Deutsche Meisterin von 1999 und 2005 (Halle), gewann einen Titel auf der WTA-Tour (in Budapest) und schloss 2007 als bestplatzierte Deutsche im WTA-Ranking ab. Im deutschen Fed-Cup-Team sorgte sie im Jahr 2006 mit ihrer Teamkollegin Julia Schruff für einen kleinen Skandal. Schruff und Müller verlangten für ein Antreten beim Spiel in China eine hohe Antrittsprämie und wurden daraufhin aus dem Nationalkader gestrichen. Müller ist B-Trainerin und arbeitet in einem Sportcenter in Hemmingen.
Platz 23: Wiltrud Probst
Geburtsdatum: 29.05.1969
Bestes WTA-Ranking: 31
WTA-Titel: 2
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1990
WTA-Bilanz: 118:161
Wiltrud Probst, Spitzname „Willi Widdi“, ist der gleiche Jahrgang wie Steffi Graf. Sie war 13 Jahre als Profi unterwegs und stand 37-mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Bei jedem der vier Major-Turniere überstand sie die erste Runde, einmal erreichte sie die zweite Woche. Sie gewann zwei Titel auf der WTA-Tour (Wellington und Waregam). Probst arbeitet als Tennistrainerin in einer Tennisschule in Nürnberg, die nach ihr benannt ist.
Platz 22: Petra Begerow
Geburtsdatum: 14.04.1975
Bestes WTA-Ranking: 29
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde French Open 1994 bis 1997
WTA-Bilanz: 34:66
Petra Begerow ist die bestplatzierte deutsche Spielerin ohne einen Einsatz im Fed Cup. Obwohl sie nur bei den French Open die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers erreichen konnte (viermal in Folge), spielte sie sich unter die Top 30 im WTA-Ranking. In der zweiten Runde bei den French Open 1995 durfte sie gegen ihre Landsfrau Steffi Graf spielen. Begerow, die inzwischen Theuring mit Nachnamen heißt, ist Trainerin beim TC Moers.
Platz 21: Claudia Porwik
Geburtsdatum: 14.11.1968
Bestes WTA-Ranking: 29
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Australian Open 1990
WTA-Bilanz: 116:145
Claudia Porwik, Deutsche Meisterin von 1990 und 1992 (beide in der Halle), erreichte bei jedem Grand-Slam-Turnier mindestens die dritte Runde. Sie glänzte vor allem bei den Australian Open, wo sie 1988 das Viertelfinale und 1990 sogar das Halbfinale erreichte. Zudem gehörte sie zum Kader der deutschen Titelmannschaft im Fed Cup im Jahr 1987. Porwik ist A-Trainerin und leitet eine Tennisschule beim TSV Altenfurt in Nürnberg.
Platz 20: Iris Riedel-Kühn
Geburtsdatum: 16:03.1954
Bestes WTA-Ranking: 28
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde French Open/Wimbledon/US Open
WTA-Bilanz: 51:68
Iris Riedel-Kühn wuchs in Brasilien in Rio de Janeiro auf und wurde 1973 brasilianische Meisterin. 1974 kam sie nach Deutschland, lebte in Berlin und spielte fortan unter deutscher Flagge. 1980 und 1981 gewann sie den Deutschen Meistertitel auf Sand. Sie erreichte ein Finale auf der WTA-Tour (in Barcelona). Unter ihrem Mädchennamen Iris Riedel wurde sie mit Platz 28 als bestplatzierte deutsche Spielerin im ersten WTA-Ranking am 3. November 1975 gelistet.
Platz 19: Meike Babel
Geburtsdatum: 22.11.1974
Bestes WTA-Ranking: 27
WTA-Titel: 0
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 1993/French Open 1997
WTA-Bilanz: 70:68
Meike Babel erreichte drei Finals auf der WTA-Tour, die sie alle verlor. Nach ihrem Karriereende war sie Assistenztrainerin an der Tulane University und der Vanderbilt University in den USA. 2008 schloss sie ihr Studium an der Vanderbilt University mit einem Abschluss in Human and Organizational Development ab. Babel betreibt unter anderem einen YouTube-Kanal (81.000 Abonnenten), in dem sie Trainings- und Taktiktipps gibt.
Platz 18: Laura Siegemund
Geburtsdatum: 04.03.1988
Bestes WTA-Ranking: 27
WTA-Titel: 2
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 2020/Wimbledon 2025
WTA-Bilanz: 143:151
Laura Siegemund befindet sich derzeit in den Endzügen ihrer Karriere. Nach vielversprechenden Erfolgen bei den Juniorinnen galt sie bereits als „die neue Steffi Graf“. Sie gab mit 14 ihr Profidebüt, konnte aber in der Folgezeit nicht als Profi Fuß fassen. Erst im Alter von 27 Jahren stand sie erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers und gehört seitdem zu den besten deutschen Spielerinnen. Ihr variantenreicher Spielstil wird gleichzeitig geliebt und gefürchtet. Mit 36 Jahren schloss sie das Jahr als bestplatzierte Deutsche ab, mit 37 Jahren erreichte sie sensationell das Viertelfinale in Wimbledon. Siegemund hat einen Bachelorabschluss in Psychologie und hat ein Buch über Psychologie im Tennis veröffentlicht.
Platz 17: Barbara Rittner
Geburtsdatum: 25.04.1973
Bestes WTA-Ranking: 24
WTA-Titel: 2
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2001/French Open 1996
WTA-Bilanz: 220:225
Barbara Rittner triumphierte als Juniorin in Wimbledon. Als Profi erreichte sie fünf Finals auf der WTA-Tour, von denen sie zwei gewann. Sie gehörte 1992 zum Kader beim bislang letzten deutschen Fed-Cup-Titel. Nach ihrem Karriereende war sie 15 Jahre lang Bundestrainerin im Deutschen Tennis Bund sowie zwölf Jahre Kapitänin im Fed Cup. Rittner war einige Jahre Turnierdirektorin beim Rasenturnier in Berlin und arbeitet regelmäßig als TV-Expertin. Zudem gehört sie zum Gründungsteam der Management-Firma ACEIN Performance.
Platz 16: Helga Masthoff
Geburtsdatum: 11.11.1941
Bestes WTA-Ranking: 24
WTA-Titel: 9
Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale French Open 1970
WTA-Bilanz: 173:68
Wäre das WTA-Ranking bei den Damen einige Jahre früher eingeführt worden, dann wäre Helga Masthoff, geborene Niessen, deutlich weiter vorne. Kurz nach Veröffentlichung des ersten WTA-Rankings wurde sie 34 Jahre alt. Die inoffizielle Weltranglist führte sie im Jahr 1970 auf Platz sechs. Masthoff war, bis Steffi Graf, die erfolgreichste deutsche Spielerin der Nachkriegszeit. Keine gewann so häufig den Deutschen Meistertitel – elfmal (zehnmal Sand, einmal Halle). Sie erreichte als erste Deutsche in der Profiära ein Grand-Slam-Finale (French Open 1970) und führte Deutschland im Jahr 1966 ins erste Finale im Fed Cup. Keine Deutsche hat mehr Fed-Cup-Matches gewonnen (38) als Masthoff. Bei Olympia 1968 in Mexiko-City gewann sie Gold im Einzel und Doppel, allerdings gehörte Tennis nicht zum offiziellen olympischen Programm. Nach ihrer Karriere betrieb Masthoff mehrere Jahre eine Tennisschule mit angeschlossenem Hotel auf Gran Canaria.
Platz 15: Mona Barthel
Geburtsdatum: 11.07.1990
Bestes WTA-Ranking: 23
WTA-Titel: 4
Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2017
WTA-Bilanz: 153:180
Mona Barthel machte zunächst ihr Abitur in Schleswig-Holstein, ehe sie sich ganz ihrer Profikarriere widmete. Zwischen 2012 und 2014 gewann sie drei ihrer vier WTA-Titel und stand kurz vor dem Einzug in die Top 20. Sie kann insgesamt sieben Finalteilnahmen auf der WTA-Tour vorweisen. Beim Wimbledonturnier 2021 stand sie zuletzt im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Mit 35 Jahren ist Barthel immer noch aktiv auf der Tour und ist steht auf Platz 193 (Stand: März 2026).
Platz 14: Isabel Cueto
Geburtsdatum: 03.12.1968
Bestes WTA-Ranking: 20
WTA-Titel: 5
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 1985, 1990/US Open 1987, 1988
WTA-Bilanz: 130:102
Isabel Cueto fühlte sich auf Sand am wohlsten, wo sie nicht nur dreimal Deutsche Meisterin (1984, 1986 und 1987) wurde, sondern auch innerhalb von zwei Jahren alle ihre fünf WTA-Titel gewann. Ihr erstes Finale auf der WTA-Tour spielte sie in Hamburg, das sie gegen Steffi Graf verlor. Bei ihrem ersten Deutschen Meistertitel war sie erst 15 Jahre alt – bis heute Rekord! Cueto hat zwei Kinder und arbeitet als Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule in Marbach.
Platz 13: Eva Pfaff
Geburtsdatum: 10.02.1961
Bestes WTA-Ranking: 17
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Australian Open 1982
WTA-Bilanz: 141:191
Eva Pfaff gewann viermal den Deutschen Meistertitel, dreimal in der Halle (1980, 1982 und 1983) sowie einmal auf Sand (1983). Sie spielte sich dreimal in ein Finale auf der WTA-Tour vor, von denen sie eines gewann (in Nashville). Mit dem deutschen Fed-Cup-Team erreichte sie 1981 und 1982 das Endspiel. Im Doppel stand sie zudem im Finale der Australian Open. Pfaff arbeitet als Sportpsychologin und wissenschaftliche Sportjournalistin.
Platz 12: Katja Ebbinghaus
Geburtsdatum: 01.07.1948
Bestes WTA-Ranking: 15
WTA-Titel: –
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Australian Open 1977/French Open 1972, 1973, 1974/US Open 1975
WTA-Bilanz: 77:78
Katja Ebbinghaus war eine von drei deutschen Spielerinn (neben Iris Riedel und Helga Masthoff) im ersten WTA-Ranking am 3. November 1975. Die Deutsche Meisterin von 1979 (Halle) stand bei drei der vier Grand-Slam-Turniere im Viertelfinale, im Doppel erreichte sie bei den French Open das Finale. 1970 gehörte sie zum deutschen Fed-Cup-Team, das ins Finale einzog. 1977 schloss sie das Jahr als bestplatzierte deutsche Spielerin ab.
Platz 11: Anna-Lena Grönefeld
Geburtsdatum: 04.06.1985
Bestes WTA-Ranking: 14
WTA-Titel: 1
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 2006
WTA-Bilanz: 120:142
Anna-Lena Grönefeld gewann in ihrem besten Karrierejahr, 2006, ihren einzigen WTA-Titel, erreichte das Viertelfinale bei den French Open und stand kurz vor dem Einzug in die Top 10. Dreimal in Folge (2004 bis 2006) beendete sie das Jahr als beste Deutsche im WTA-Ranking. Im Mixed gewann sie zwei Grand-Slam-Titel, in Wimbledon und bei den French Open. Grönefeld heißt nach ihrer Heirat im Jahr 2018 Herzgerodt mit Nachnamen und arbeitet als DTB-Bundestrainerin am Stützpunkt Hannover.
Platz 10: Sabine Hack
Geburtsdatum: 12.07.1969
Bestes WTA-Ranking: 13
WTA-Titel: 4
Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 1994
WTA-Bilanz: 181:135
Sabine Hack ist der gleiche Jahrgang wie Steffi Graf und spielte sich im Schatten der „Gräfin“ knapp vor die Top 10 im WTA-Ranking. Ihre spielerischen Stärken lagen vor allem auf Sand. Sieben ihrer acht Finalteilnahmen auf der WTA-Tour erreichte sie auf der roten Asche. Sie gehörte zum deutschen Fed-Cup-Team, das 1992 den Titel gewann. Zudem wurde sie 1985 und 1990 Deutsche Meisterin auf Sand. Hack lebt inzwischen in den USA in Florida und hat zwei Kinder.
Platz 9: Sabine Lisicki
Geburtsdatum: 22.09.1989
Bestes WTA-Ranking: 12
WTA-Titel: 4
Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale Wimbledon 2013
WTA-Bilanz: 215:177
Sabine Lisicki fühlte sich auf Rasen am wohlsten, wo sie fünfmal mindestens das Viertelfinale in Wimbledon erreichte und 2013 bis ins Finale kam. Zweimal beendete sie die Saison als bestplatzierte Deutsche im WTA-Ranking. Mit dem deutschen Fed-Cup-Team stand sie 2014 im Endspiel. Gefürchtet von ihren Gegnerinnen war sie wegen ihres knallharten Aufschlages. Sie hielt zwischenzeitlich den Rekord für die meisten Asse (27) in einem Match. Den Rekord für den schnellsten Aufschlag im Damentennis (210,8 km/h) hält sie weiterhin. Lisicki ist Mutter einer Tochter und arbeitet derzeit daran, noch mal als Tennisprofi zurückzukehren.
Platz 8: Andrea Petkovic
Geburtsdatum: 09.09.1987
Bestes WTA-Ranking: 9
WTA-Titel: 7
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale French Open 2014
WTA-Bilanz: 290:237
Andrea Petkovic, geboren im ehemaligen Jugoslawien, wurde zweimal Deutsche Meisterin – 2007 und 2009 (Halle) – und beendete zwei Jahre in Folge die Saison als bestplatzierte Deutsche. Sie stand in 13 Endspielen auf der WTA-Tour, von denen sie sieben gewann. Mit dem deutschen Fed-Cup-Team erreichte sie 2014 das Endspiel. Petkovic lebt in New York und arbeitet seit ihrem Karriereende als Autorin, TV-Expertin, Turnierbotschafterin und als Podcasterin an der Seite von Boris Becker.
Platz 7: Julia Görges
Geburtsdatum: 02.11.1988
Bestes WTA-Ranking: 9
WTA-Titel: 7
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Wimbledon 2018
WTA-Bilanz: 316:258
Julia Görges erreichte bei jedem Grand-Slam-Turnier die zweite Woche, mit dem Höhepunkt der Halbfinalteilnahme in Wimbledon 2018. Im gleichen Jahr schaffte sie es erstmals in die Top 10, nachdem sie zuvor die Saison als beste Deutsche im WTA-Ranking beendet hatte. Sie erreichte 17 Finals auf der WTA-Tour und gewann sieben Titel. Mit dem deutschen Fed-Cup-Team stand sie 2014 im Endspiel. Görges ist mit ihrem Profikollegen Wesley Koolhof verheiratet und lebt in den Niederlanden.
Platz 6: Bettina Bunge
Geburtsdatum: 13.06.1963
Bestes WTA-Ranking: 6
WTA-Titel: 4
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Wimbledon 1982
WTA-Bilanz: 293:177
Bettina Bunge, geboren in der Schweiz und aufgewachsen in Peru, erreichte 13 Finals auf der WTA-Tour und gewann vier Titel (Houston, Berlin, Tokio und Oakland). Bei den Grand-Slam-Turnieren stand sie mindestens im Achtelfinale. Höhepunkt: Halbfinale in Wimbledon. Im Alter von 17 Jahren schaffte sie als zweite deutsche Spielerin den Einzug in die Top 10. 1982 und 1983 stand sie mit dem deutschen Team im Finale im Fed Cup. Im Alter von 26 Jahren beendete sie ihre Karriere verletzungsbedingt.
Platz 5: Sylvia Hanika
Geburtsdatum: 30.11.1959
Bestes WTA-Ranking: 5
WTA-Titel: 6
Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale French Open 1981
WTA-Bilanz: 378:223
Sylvia Hanika war die erste deutsche Spielerin, die den Sprung in die Top 10 im WTA-Ranking schaffte. Die Linkshänderin gewann insgesamt sechs WTA-Titel, stand in 18 Finals und schloss das Jahr fünfmal als bestplatzierte Deutsche in der Weltrangliste ab. Ihr größter Erfolg: der Gewinn der WTA-WM 1982 im Finale gegen Martina Navratilova, wo sie nach 1:6, 1:3-Rückstand siegte. Bei den French Open 1981 spielte sie sich ins Finale vor. Berühmtes Markenzeichen von Hanika: Sie tippte den Ball vor dem Aufschlag sehr häufig auf – mehr als zehnmal war keine Seltenheit. Seit ihrem Karriereende führt Hanika ein ruhiges Leben abseits der Öffentlichkeit.
Platz 4: Claudia Kohde-Kilsch
Geburtsdatum: 11.12.1963
Bestes WTA-Ranking: 4
WTA-Titel: 8
Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Australian Open 1985, 1987, 1988, Halbfinale French Open 1985
WTA-Bilanz: 368:228
Claudia Kohde-Kilsch, zweimal Deutsche Meisterin (1981 in der Halle, 1982 auf Sand), erreichte bei allen Grand-Slam-Turnieren mindestens das Viertelfinale. Sie beendete viermal das Jahr unter den Top 10 – 1984 und 1985 jeweils als beste Deutsche. Sie stand 16-mal im Endspiel eines WTA-Turniers und gewann acht Titel. Im Fed Cup war sie Teil des deutschen Teams, das 1987 erstmals den Wettbewerb gewann. Mit Steffi Graf holte sie die Bronzemedaille im Doppel bei Olympia 1988. Sie ist erfolgreichste deutsche Doppelspielerin der Geschichte und gewann zwei Grand-Slam-Titel, darunter Wimbledon. Nach ihrer Karriere war sie unter anderem sieben Jahre als Bundestrainerin im Deutschen Tennis Bund für die Talentsichtung und -förderung in den Ost-Landesverbänden zuständig.
Platz 3: Anke Huber
Geburtsdatum: 04.12.1974
Bestes WTA-Ranking: 4
WTA-Titel: 12
Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale Australian Open 1996
WTA-Bilanz: 418:213
Anke Huber gewann ihren ersten von insgesamt zwölf WTA-Titel bereits mit 15 Jahren. Sie gehörte über ein Jahrzehnt lang zur Weltspitze. Sie beendete das Jahr dreimal in den Top Ten, zehnmal in den Top 20 und viermal als beste Deutsche. Größter Höhepunkt: der Finaleinzug bei den Australian Open sowie der Gewinn des Fed Cups im Jahr 1992. Ihr berühmtestes Match: das Finale bei der WTA-WM 1995 gegen Steffi Graf, das sie in fünf Sätzen verlor. Es war eines von drei Damenmatches, das in der Profiära über fünf Sätze ging. Huber hat zwei Kinder und arbeitet als Sportdirektorin beim WTA-Turnier in Stuttgart.
Platz 2: Angelique Kerber
Geburtsdatum: 18.01.1988
Bestes WTA-Ranking: 1
WTA-Titel: 14
Bestes Grand-Slam-Resultat: 3 Titel (Australian Open 2016, US Open 2016, Wimbledon 2018)
WTA-Bilanz: 488:292
Es dauerte einige Jahre, bis die Karriere von Angelique Kerber so richtig zündete, dann aber gewaltig. In ihrem besten Jahr, 2016, gewann sie zwei ihrer drei Grand-Slam-Titel (Melbourne und New York), stand im Endspiel in Wimbledon, wurde Nummer eins der Welt und sicherte sich die Silbermedaille bei Olympia in Rio de Janeiro. Mit ihrem Wimbledonsieg 2018 rundete sie ihre Karriere ab. Ihr Markenzeichen: der Schlag aus der Hocke und das exzellente Konterspiel. Sie spielte insgesamt 32 Finals auf der WTA-Tour, von denen sie 14 gewann. Mit dem deutschen Fed-Cup-Team erreichte sie 2014 das Endspiel. Bei Olympia 2024 in Paris spielte sie ihr letztes Turnier und scheiterte knapp im Viertelfinale. Kerber ist zweifache Mutter und ist mitlerweile als Sportdirektorin beim WTA-Turnier in Bad Homburg tätig.
Platz 1: Steffi Graf
Geburtsdatum: 14.09.1969
Bestes WTA-Ranking: 1
WTA-Titel: 107
Bestes Grand-Slam-Resultat: 22 Titel (viermal Australian Open, sechsmal French Open, siebenmal Wimbledon, fünfmal US Open)
WTA-Bilanz: 885:106
Keine Frage: Natürlich ist Steffi Graf die erfolgreichste deutsche Spielerin der Geschichte. 22-mal gewann sie ein Grand-Slam-Turnier. Mit ihrer Vorhand-Peitsche, ihrem starken Aufschlag und der gefürchteten Slice-Rückhand dominierte sie phasenweise das Damentennis nach Belieben. Im Jahr 1988 schaffte sie etwas Einmaliges. Der Sieg bei den vier Grand-Slam-Turnieren sowie der Gewinn der Goldmedaille bei Olympia. Der Begriff „Golden Slam“ war geboren. Sie beendete achtmal ein Jahr als Nummer eins der Welt und führte 377 Wochen die Weltrangliste an – Rekord! – sowie 186 Wochen in Folge – Rekord mit Serena Williams. Sie führte Deutschland zu den beiden deutschen Titeln im Fed Cup im Jahr 1987 und 1992. Auch im Doppel war Graf zu Beginn ihrer Karriere erfolgreich. Mit Gabriela Sabatini gewann sie das Wimbledonturnier und stand dreimal im Finale der French Open.


















































