Wimbledon: Favoritin Simona Halep ist ausgeschieden

Auch Halep raus: „Meine Einstellung war unprofessionell“

Die topgesetzte Weltranglistenerste Simona Halep hat in Wimbledon die denkwürdige Serie von Favoritinnenstürzen fortgeführt. Die French-Open-Siegerin aus Rumänien unterlag überraschend in der dritten Runde gegen die wie entfesselt aufspielende Taiwanesin Hsieh Su-Wei 6:3, 4:6, 5:7.

Halep führte im dritten Satz bereits mit 5:2, vergab dann einen Matchball und verlor die Partie noch. Danach übte die Rumänin heftige Selbstkritik. „Ich führte klar, ich war dran, aber ich konnte es nicht beenden. Ich bin nicht übermäßig hart zu mir selbst, aber ich bin  realistisch und ehrlich. Und ich muss sagen, dass ich heute eine unprofessionelle Einstellung abgeliefert habe“, sagte Halep nach dem Match. „Ich glaube, ich war geistig müde. Auch körperlich fühle ich mich kaputt. Meine Muskeln waren weg. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, um mit dem Druck und der Spannung des Spiels fertig zu werden.“

Neun von zehn Top-Gesetzten sind raus

Damit sind neun der Top-10 der Setzliste bereits vor der zweiten Woche ausgeschieden. Einzig die Tschechin Karolina Pliskova (Nummer sieben) steht im Achtelfinale. Immerhin wird Halep nach dem frühen Ausscheiden von Caroline Wozniacki auch nach Beendigung des Wimbledon-Turniers die Nummer eins der Welt bleiben.

Das Feld bei den Damen ist damit noch offener geworden. Nach Pliskova ist Angelique Kerber die am höchsten gesetzte Spielerin im Tableau, die deutsche Nummer eins tritt am Samstag gegen Naomi Osaka aus Japan an.

Ebenfalls noch im Wettbewerb vertreten ist Serena Williams. Die US-Amerikanerin trifft am Montag auf die russische Qualifikantin Evgeniya Rodina.