VICTORIAN BUDGET 2025, Melbourne Olympic Park stadiums including AAMI Park, John Caine Arena, Rodlaver Arena and Margare

Blick auf den Melbourne Park: Mit den Australian Open beginnt traditionell die Grand Slam-Saison. Bild: Imago

Australian Open 2026: Preisgeld durchbricht erstmals magische Marke

Die Australian Open 2026 schütten so viel Preisgeld wie noch nie aus. Die Gagen für die Profis steigen um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Erstmals in der Geschichte der Australian Open zahlen die Veranstalter ein Gesamtpreisgeld aus, das über der 100-Millionen-Dollar-Grenze liegt, wobei hier die Rede von australischen Dollar (AUD) ist. Das Preisgeld für alle Wettbewerbe beläuft sich insgesamt auf 111,5 Millionen AUD (rund 64 Millionen Euro). 2025 wurden noch 96,5 Millionen AUD ausgeschüttet (ca. 55 Millionen Euro). Der Anstieg des Preisgelds liegt demnach bei 16 Prozent.

Im Preisgeld-Vergleich mit den anderen drei Grand Slam-Turnieren haben die Australian Open nun Roland Garros und Wimbledon überholt. In Paris wurden 2025 56,3 Millionen Euro ausgeschüttet; in Wimbledon waren es im vergangenen Jahr knapp 63 Millionen Euro. Auf Platz eins thronen weiter die US Open, die 2025 fast 80 Millionen Euro auszahlten.

Grand Slam-Turniere im Preisgeld-Vergleich

Turnier/
Jahr
Gesamt-Preisgeld in € Champion-Preisgeld in €
AO 202664 Mio. €2,4 Mio. €
RG 202556,3 Mio. €2,5 Mio. €
W 202563 Mio. €3,5 Mio. €
US 202580 Mio. €4,2 Mio. €

Der starke Preisgeld-Anstieg in Melbourne ist erwartet worden, weil der australische Tennis-Verband, Tennis Australia, 2025 mit einem Umsatz von 693 Millionen AUD ein absolutes Rekordjahr hatte. Tennis Australia ist Ausrichter der Australian Open, die 2025 erstmals mehr als eine Million Fans zählten und dazu lukrative TV-Deals sowie Sponsorenverträge abschlossen.

Australian Open: Fan-Week als Wachtumstreiber

Die „Fan-Week“, also die Qualifikationswoche vor Beginn der Hauptfelder, gewinnt auch in Melbourne massiv an Bedeutung durch Zusatzevents und ist ein zusätzlicher Wachstumstreiber. 2026 wird es etwa eine groß aufgezogene „One-Point-Challenge“ geben, bei der Profis wie Carlos Alcaraz gegen Amateure antreten. Neu im Programm: Ein Oldie-Event mit Roger Federer, Andre Agassi, Lleyton Hewitt und Patrick Rafter.

„Der Anstieg um 16 Prozent zeigt unser Engagement, Tenniskarrieren auf allen Ebenen zu unterstützen“, sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Als Beispiel nennt er die Preisgelder, die in der Qualifikation ausgeschüttet werden. Dort sind die Gagen seit 2023 um 55 Prozent gestiegen.

Die Siegerin und der Sieger im Einzel erhalten jeweils 4,15 Millionen australische Dollar (ca. 2,4 Millionen Euro) – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr (s. Tabelle unten). Zum Vergleich: Die Champions der US Open 2025, Carlos Alcaraz und Arnya Sabalenka, erhielten jeweils fünf Millionen US-Dollar, also etwa 4,2 Millionen Euro. Wer bei den Australian Open 2026 in der ersten Runde verliert, bekommt 150.000 australische Dollar (86.000 Euro). Tennisprofis, die bereits zu Beginn der Qualifikation scheitern, werden mit umgerechnet 23.000 Euro entlohnt.

Die Hauptfelder der Australian Open 2026 beginnen am Sonntag, 18. Januar, und enden zwei Wochen später am 1. Februar.

Preisgeld der Australian Open 2026 im Einzel in Euro

RundePreisgeldAnstieg
Champion2.400.000 €19 %
Finale1.300.000 €13 %
Halbfinale710.000 €14 %
Viertelfinale430.000 €13 %
Achtelfinale275.000 €14 %
3. Runde190.000 €13 %
2. Runde130.000 €13 %
1. Runde86.000 €14 %
Quali-Finale48.000 €16 %
Quali-2R33.000 €16 %
Quali-1R23.000 €16 %
Quelle: Tennis Australia