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„Djokovic der kompletteste Spieler aller Zeiten“

Köln (SID) – Trainerlegende Nick Bolletieri hebt den Serben Novak Djokovic auf den Tennis-Thron, lobt Sabine Lisicki und macht sich Sorgen um Tommy Haas. Im Interview mit Spox.com sagte der 80-Jährige eine Woche vor Beginn der US Open: „Novak Djokovic ist der kompletteste Spieler aller Zeiten.“



„Je länger der Punkt geht, je länger das Match geht, desto stärker wird Djokovic“, sagte Bolletieri über den Weltranglistenersten, der in dieser Saison erst zwei Partien verloren hat. Der entscheidende Grund für Djokovic‘ markante Verbesserung ist für Bolletieri dessen neues Trainingsprogramm, inklusive Diät und Ernährungsumstellung.

Lisicki traut Bolletieri nach ihrem Halbfinaleinzug in Wimbledon einiges zu: „Ich bin sehr stolz auf mein Mädchen Sabine. Sie ist zwischenzeitlich aus den Top 200 gefallen und war wirklich down. Wie sie nach dieser schwierigen Zeit zurückgekommen ist, das war stark.“ Dem deutschen Damentennis prophezeit der Inhaber der Nick Bolletieri Tennis Academy in Bradenton (Florida) einen weiteren Aufschwung: „Mit Sabine, Andrea Petkovic und Julia Görges gibt es drei Mädels, die hoffentlich als Inspiration für das deutsche Tennis dienen können.“

Sorgen macht sich Bolletieri dagegen um einen seiner ältesten Schützlinge. Der gebürtige Hamburger Haas (Bradenton) kommt nach seinem Comeback nach 15-monatiger Verletzungspause nicht auf die Beine. Erst zwei Siege feierte der ehemalige Weltranglistenzweite seit den French Open in Paris. „Das Wort Rücktritt sollten wir im Falle von Tommy nicht in den Mund nehmen. Er ist ein tougher Junge. Aber wir brauchen nach all seinen Problemen bei den US Open ohne Zweifel eine Art Durchbruch“, sagte Bolletieri.

In Lauerstellung für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres sieht Bolletieri trotz der jüngsten Niederlagen den langjährigen Branchenprimus Roger Federer (Schweiz): „Schreibe niemals Roger Federer ab! Ich bin mir sicher, dass er bei den US Open eine große Show abliefern wird.“

French-Open-Champion Rafael Nadal (Spanien) kommt in Bolletieris Analyse dagegen schlechter weg. „Er hat jetzt auch ein paar Mal gegen Spieler verloren, die nicht ganz oben stehen. Ich frage mich, ob das Spuren hinterlassen wird. Wenn Nadal anfängt, an sich selbst zu zweifeln, dann könnte er ein Problem bekommen“, sagte der US-Amerikaner, der in seiner Trainerlaufbahn unter anderem Andre Agassi (USA), Maria Scharapowa (Russland) und Monica Seles (USA) betreut hatte.

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