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Djokovic eilt ins US-Open-Finale

Der steile Aufstieg des Novak Djokovic geht bei den 127. US Open weiter. Der 20 Jahre alte Serbe, der in diesem Jahr bereits die Masters-Turniere in Montreal und Miami gewonnen hat, steht in New York zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Finale.

Der 20 Jahre alte Serbe besiegte David Ferrer aus Spanien mit 6:4, 6:4, 6:3 und zog damit im dritten Versuch erstmals in das Finale bei einem Grand Slam ein. In diesem Jahr hatte er bei den French Open in Paris sowie in Wimbledon jeweils das Halbfinale erreicht, das Endspiel allerdings verpasst.

Zu Beginn des „Super Saturday“, wo im zweiten Halbfinale der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Roger Federer (Schweiz) und Nikolai Dawydenko (Russland) aufeinandertreffen, zeigte Djokovic nach Startschwierigkeiten und körperlichen Problemen eine eindrucksvolle Leistung. Dabei hatte der Serbe ab Mitte des zweiten Satzes deutlich erkennbar mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen.

„Vielspieler“ Djokovic zeigt eisernen Willen

Nach einem 1:4-Rückstand im ersten Satz gewann Djokovic zunächst sieben Spiele in Folge, bekam dann aber Schwierigkeiten. Bei Temperaturen über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit musste sich der Serbe kurzfristig behandeln lassen. Vor Beginn des Halbfinales hatte der Weltranglisten-Dritte bereits 14:08 Stunden in Flushing Meadows gespielt (zum Vergleich: Federer nur 9:12 Stunden).

Mit eisernem Willen, einem guten Aufschlag und platzierten Grundschlägen behielt Djokovic die Begegnung aber unter Kontrolle. Bei Seitenwechseln legte er sich ein mit Eis gekühltes Handtuch in den Nacken. Im zweiten Satz zum 4:3 und im dritten zum 2:1 gelangen ihm die entscheidenden Breaks. Nach 2:14 Stunden zog der 20-Jährige schließlich gleich mit seinem ersten Matchball ins Endspiel am Sonntag (ab 22.00 Uhr MESZ) ein.

In Paris und Wimbledon war Djokovic jeweils gegen den Spanier Rafael Nadal ausgeschieden, der bei den US Open seinerseits im Achtelfinale an seinem Landsmann Ferrer gescheitert war. Ferrer dagegen konnte im ersten Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere nicht an die starken Leistungen der vorangegangenen Spiele anknüpfen. Unter anderem hatte er in der ersten Runde Florian Meyer (Bayreuth) besiegt.