Western & Southern Open – Day 6

Federer verliert in Cincinnati: Schnellste Niederlage seit 2003

Roger Federer, siebenfacher Titelträger in Cincinnati, schied in Ohio schon im Achtelfinale aus. Gegen den aufstrebenden Russen Andrej Rublev war er chancenlos.

Bei seinem ersten Turnier nach dem denkwürdigen Finale in Wimbledon, das Roger Federer im Tiebreak des fünften Satzes gegen Novak Djokovic verlor, kassierte der Schweizer Superstar eine weitere herbe Niederlage. Im Achtelfinale des 1000er-Turniers in Cincinnati unterlag er dem Russen Andrej Rublev mit 3:6, 4:6 – in nur 62 Minuten. So schnell verlor Federer schon seit 2003 kein Match mehr. Damals war in der ersten Runde von Sydney gegen den Argentinier Franco Squilari nach 54 Minuten Schluss.

Im anschließenden Interview mit dem Schweizer Fernsehen fand Federer nur lobende Worte für seinen Gegner, der aktuell auf Rang 70 in der Weltrangliste steht und über die Qualifikation ins Hauptfeld kam. „Ich kann ihm nur gratulieren, er hat traumhaft gespielt. Ich war einfach nicht gut genug, vor allem mit meinem Aufschlag. Er war einfach besser. Ich habe nicht einmal ein schlechtes Spiel gemacht“, sagte Federer.

Für Rublev, der in Hamburg ins Finale einzog und dort gegen Titelverteidiger Nikoloz Basilashvili verlor, war es der größte Sieg seiner Karriere: „Als ich zum Match aufschlug, wurde ich natürlich extrem nervös. Ich habe dann versucht, nicht an mein Team, nicht an den Spielstand und nicht an Roger zu denken. Irgendwie hat es geklappt – zum Glück.“

Ein Statistik könnte Federer Mut machen

Trotz der Niederlage im Eiltempo konnte Federer dem frühen Aus in Cincinnati etwas Positives abgewinnen: „Ich habe jetzt sehr viel Zeit, um mich auf die US Open vorzubereiten und mich an die Bedingungen dort zu gewöhnen. Ich werde körperlich zu 100 Prozent fit sein.“

Außerdem dürfte ihn eine Statistik zuversichtlich in Richtung US Open blicken lassen. Als er nämlich 2008 in Cincinnati ebenfalls im Achtelfinale ausschied (gegen Ivo Karlovic), gewann er anschließend seinen fünften und bislang letzten Titel in New York. Damals bezwang er im Finale Andy Murray. 2006, als Federer bei den Western & Southern Open in der zweiten Runde rausflog (gegen Andy Murray), holte er sich danach den US Open-Titel. Und 2004 – nach einer Erstrundenpleite in „Cincy“ (gegen Dominik Hrbaty) – gewann er zum ersten Mal in Flushing Meadows.