Mischa Zverev steht erstmals auf Rasen im Finale

French Open: Mischa Zverev spricht über Burn-out

Nach seiner Erstrundenniederlage bei den French Open 2019 gegen Richard Gasquet hat Mischa Zverev in einer Medienrunde zugegeben, seit den US Open 2018 unter körperlichen, aber vor allem mentalen Problemen zu leiden – genauer: unter Burn-out.

„Ich hatte einen internen Kampf mit mir, fast acht Monate“, wird Zverev in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zitiert. In einer Medienrunde berichtete der 31-Jährige, er habe „ein leichtes Burn-out-Syndrom“ gehabt. „Es war ein anstrengendes Jahr.“

Der neun Jahre ältere Bruder von Alexander Zverev, der seine Auftaktpartie am Dienstag gegen John Millman bestreitet, erklärte, es sei ein schleichender Prozess gewesen, sich mentale Probleme einzugestehen. Der erste Schritt zur Besserung sei, sich einzugestehen, dass etwas nicht stimmt.

„Der Alkoholiker muss auch erst sagen: Ich habe ein Problem“, sagte er. „Ich will mich damit nicht mit einem Alkoholiker vergleichen. Aber ich muss sagen: Ja, ich hatte Burn-out! So sieht’s aus, ich muss was ändern.“

Zverev bekannte, dass der Anfang seiner Abwärtsspirale das Aus bei den US Open 2018 gewesen sei. Damals hatte er er nach 2:0-Satzführung noch gegen Taylor Fritz verloren. In den vergangenen Monaten hätten sich zudem körperliche Probleme gehäuft. Den Journalisten berichtete er von einer Wadenverletzung, ständigen Erkältungen. Zudem habe man Metalle im Blut gefunden, sagte Zverev. In Australien im Januar folgte ein Handgelenksbruch.