Zverev erreicht mühelos die dritte Runde

French Open: Zverev mühelos, auch Struff in Runde 3

Alexander Zverev hat bei den French Open in Paris im Eiltempo die dritte Runde erreicht. Nach seinem mehr als vierstündigen Fünfsatz-Krimi in der ersten Runde gegen Johan Millman (Australien) besiegte der Weltranglistenfünfte den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer in 1:59 Stunden mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3).

Am Donnerstag ging es dem Weltranglistenfünften  gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer wesentlich leichter und flotter von der Hand: Für sein klares und über weite Strecke auch überzeugendes 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) auf dem neuen Court „Simonne Mathieu“ benötigte der ATP-Champion nur 1:59 Stunden.

Der bisweilen überforderte Rasta-Man Ymer (20) hatte gegen einen sehr konzentriert und entschlossen spielenden Zverev (22) nur gegen Ende des dritten Satzes die Chance, ins Match zurückzukommen.

Der ATP-Champion trifft in Roland Garros nun auf Dusan Lajovic (Serbien/Nr. 30) oder Elliot Benchetrit (Frankreich).

Der Hamburger diktierte das Spiel mit starken Aufschlägen und platzierten Grundschlägen, meist suchte er dabei schnell die Entscheidung gegen den 148. der Weltrangliste, der erst sein zweites Match überhaupt bei einem Grand Slam spielte. In dieser Form sollte für Zverev auch in der dritten Runde, wo er auf Dusan Lajovic (Serbien/Nr. 30) oder Elliot Benchetrit (Frankreich) trifft, ein klarer Sieg möglich sein.

Vor dem Match hatte Eurosport-Experte Boris Becker noch einmal leise Kritik am Spielstil von Zverev geübt und mokiert, dieser stehe zu weit hinter der Grundlinie. Auf diesen Stil hätten sich die Gegner aber mittlerweile eingestellt und eine Lösung gefunden. „Und das macht ihm zu schaffen, dass er sein Spiel nicht weiterentwickelt hat. Man muss sich ständig weiterentwickeln“, betonte Becker. Sein Kollege John McEnroe warnte ebenfalls: Falls Zverev nicht ein bisschen weiter nach vorne rücke und näher zur Grundlinie rücke, werde er in seiner Entwicklung „irgendwann stehenbleiben“.

Am Abend erreichte auch Jan-Lennard Struff die dritte Runde. Nach 3:14 Stunden jubelte er nach dem 7:6, 7:6, 6:7 und 6:2 gegen den Moldawier Radu Albot. „Radu ist ein brutaler Fighter. Gibt man ihm, den kleinen Finger, nimmt er gleich die ganze Hand. Ich war noch nie in der dritten Runde hier. Einfach geil.“