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Fünf Deutsche im Viertelfinale von Halle

Als Andreas Beck im Achtelfinale der Gerry Weber Open einen weiteren internationalen Namen vom Tableau entfernte und sich als fünfter deutscher Tennisprofi einen Platz im Viertelfinale sicherte, schien sich das einzige Rasenturnier Deutschlands im westfälischen Halle bereits zur inoffiziellen deutschen Meisterschaft zu entwickeln. Doch dann schnappte in Olivier Rochus ein Belgier Philipp Petzschner noch das sechste Ticket für die Runde der letzten Acht weg.

Der 23-jährige Beck aus Ravensburg gewann sein Achtelfinale gegen den nach dem Verzicht von Roger Federer nachgerückten „lucky loser“ Lukas Lacko aus der Slowakei 7:5, 7:6 (7:5). Anschließend riss die deutsche Siegesserie durch die 7:5, 5:7, 2:6-Niederlage von Petzschner (Bayreuth) gegen den Qualifikanten Rochus.

Am Mittwoch hatten bereits Tommy Haas (Sarasota-USA), Philipp Kohlschreiber (Augsburg), Benjamin Becker (Orscholz) und Mischa Zverev (Hamburg) die bisherige Halle-Bestmarke von drei deutschen Teilnehmern in der Runde der letzten Acht geknackt.

Kiefer kann als sechster Deutscher in Viertelfinale einziehen

Beck verbesserte den Rekord jetzt auf fünf Deutsche im Viertelfinale, bevor Nicolas Kiefer am Abend sogar noch die Chance auf den sechsten Platz hat. Das hatte es zuletzt vor 36 Jahren gegeben. 1973 erreichten beim ATP-Turnier in Berlin mit Ulrich Pinner, Hans-Jürgen Pohmann, Karl Meiler, Attila Korpas, Jürgen Fassbender und Harald Elschenbroich zum bislang einzigen Mal sechs deutsche Spieler die Runde der letzten Acht.

„Natürlich hätte ich auch mal gerne gegen Roger gespielt“, gestand Beck nach seinem Erfolg gegen den Nachrücker Lacko. Auch wenn ihm das verlockende erste Duell mit dem Schweizer Superstar entging, freute er sich doch riesig über seinen zweiten Viertelfinaleinzug in Folge im „deutschen Wimbledon“ und war mit seinem Auftritt rundum zufrieden: „Ich habe heute richtig gutes Rasentennis gezeigt.“

In der nächsten Runde trifft Beck nun auf die deutsche Nummer 1, seinen guten Freund Kohlschreiber. „Das wird natürlich ein schönes Erlebnis“, sagte Beck schmunzelnd, wohlwissend, dass er im Duell mit dem 24. der Weltrangliste die Außenseiterrolle einnimmt. Entsprechend lautete seine Maxime: „Ich werde auf den Platz gehen, Spaß haben und alles geben.“