Novak Djokovic, Goran Ivanisevic

Goran Ivanisevic: „Novak möchte nur einen Coach haben“

Goran Ivanisevic wird sich in Zukunft die Trainerarbeit bei Novak Djokovic mit Marian Vajda aufteilen. Der Kroate spricht zudem über seine ehemaligen Schützlinge. 

Seit dem Wimbledonturnier arbeitet Novak Djokovic neben seinem Haupttrainer Marian Vajda auch mit Goran Ivanisevic zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Serben und dem Wimbledonsieger von 2001 begann gleich mit einem Paukenschlag – dem Titelgewinn in Wimbledon mit dem historischen Finalsieg gegen Roger Federer. Für das Jahr 2020 gibt es im Team Djokovic eine leichte Veränderung, wie Ivanisevic in einem Interview mit der russischen Webseite zurnal.rs verriet.

Goran Ivanisevic: „Für Novak ist manchmal eine Finalniederlage ein Misserfolg”

„Novak möchte nur einen Coach bei sich haben. Marian und ich haben uns darauf verständigt, dass er bei den Australian Open und den French Open dabei sein wird. Ich begleite ihn in Wimbledon und bei den US Open. Eine ähnliche Konstellation gibt es bei den weiteren Turnieren. Ich werde auch in Melbourne sein, da ich am Legenden-Turnier teilnehme“, sage Ivanisevic.

„Die Erwartungen werden immer hoch sein. Für Novak ist manchmal eine Niederlage im Finale ein Misserfolg“, blickte Ivanisevic voraus. Der Kroate hat sich einen großen Namen in der Trainerszene gemacht. 2014 führte er Landsmann Marin Cilic zum Titel bei den US Open. „Bei Cilic war es das Wichtigste, dass er seinen Aufschlag verbessert, weil ein 1,98-Meter-Spieler besser aufschlagen sollte. Als Federer einst nach den US Open 2014 sagte, dass niemand außer Cilic ihn mit solcher Leichtigkeit geschlagen hatte und sein Tennis zu schnell war, war das ein großes Kompliment für mich.“

Goran Ivanisevic: „Raonic braucht mehr einen Psychologen als einen Trainer”

Im Anschluss an das Engagement bei Cilic coachte Ivanisevic Tomas Berdych, der inzwischen seine Karriere beendet hat. „Was immer ich ihm sagen würde, er hätte geantwortet, dass er es nicht tun könne.“ Am schwierigsten für Ivanisevic war jedoch die Zusammenarbeit mit Milos Raonic, die im März dieses Jahres endete. „Es gab keine Kommunikation. Wie bei einer Wand, ich wusste nie, ob er mich überhaupt gehört hatte. Er bräuchte mehr einen Psychologen als einen Trainer“, sagte Ivanisevic.

Mit dem Serben Djokovic scheint Ivanisevic sein passendes Match endgültig gefunden zu haben. „Es hilft, dass wir eine ähnliche Mentalität haben und dass wir die gleiche Sprache sprechen. Es ist nicht immer einfach, sich auf Englisch auszudrücken. Er ist ein Perfektionist, möchte immer reden, fragt um Rat und will besser werden.“ Am 9. Dezember beginnt das Team Djokovic das Training in Monte Carlo. Am 16. Dezember spielt der Serbe bei einem Schaukampf-Turnier in Abu Dhabi.