Günter Bresnik

Günter Bresnik: „Ohne mich wäre Thiem ein Future-Spieler“

Ein Jahr nach der Trennung von Dominic Thiem kritisiert Günter Bresnik das Verhalten von seinem Ex-Schützling und der Familie Thiem.

Seit knapp einem Jahr gehört Günter Bresnik nicht mehr zum Team von Dominic Thiem. Der 58-Jährige war viele Jahre Trainer und Manager von Thiem in Personalunion. Mit seinem Buch „Die Dominic Thiem Methode“ hat Bresnik im Jahr 2017 die Geschichte der Karriere seines Lieblingsschülers aufgeschrieben.

Bresnik und Thiem trennen sich im Frühjahr 2019

Im Frühjahr 2019 kam es zum Bruch zwischen Thiem und Bresnik. Der Weltranglistendritte holte sich Nicolas Massu als hauptverantwortlichen Trainer ins Boot und trennte sich von Bresnik als Trainer. Wenig später kam es dann auch zur Trennung von Bresnik als Manager. Als neuer Manager von Thiem ist mittlerweile Herwig Straka, Turnierdirektor in Wien, tätig. Auch die Freundschaft zwischen Brensik und Thiems Vater Wolfgang, der im Leistungszentrum von Bresnik in Wien  als hauptverantwortlicher Trainer arbeitete, ging in die Brüche.

Wolfgang Thiem ist neben Massu nun für die Trainingsarbeit mit seinem Sohn verantwortlich. Gegenüber der österreichischen Presseagentur APA hat Bresnik nun ein Jahr nach der Trennung, die in Österreich viel Staub aufgewirbelt hat, auf die Situation zurückgeblickt. Der ehemalige Trainer von Boris Becker und Henri Leconte zeigte sich enttäuscht über das Verhalten von Familie Thiem.

Günter Bresnik: „Es sind halt Dinge, die ich gar nicht verstehe”

„Es wird mir halt immer klarer, wie das gelaufen ist. Es macht es um nichts ästhetischer. Es sind Dinge, die ich halt gar nicht verstehe. Ehrlichkeit, Loyalität, Werte…, da ist nicht viel davon eingehalten worden. Ich habe eigentlich kein Problem damit, außer dass man sich vielleicht darüber ärgert, dass man sich täuschen hat lassen. Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann kann ich so nicht mit ihm umgehen. Wolfgang (Thiem) wäre ein Clubtrainer in Seebenstein und Dominic wäre ein Future-Spieler“, sagte Bresnik der APA.

Auch zur eigenwilligen Verschiebung der French Open vom Mai in den September aufgrund der Corona-Krise hat Bresnik eine klare Meinung. „Eigentlich ist das eine Wettkampfverzerrung. Wenn einem Bauern im Sommer die Ernte abhandenkommt, weil es Hagel gibt, kann er das auch nicht im Herbst nachholen. Da musst wieder von vorne anfangen“, sagte Bresnik und rechnet eher damit, dass es 2021 einen kompletten Neubeginn geben könnte.