Andy Murray

Hält die Hüfte von Andy Murray den Strapazen stand?

Andy Murray steht nach der Hüftoperation wieder auf dem Platz, zunächst allerdings im Doppel und Mixed. Wann Murray wieder allein auf dem Platz kämpft, bleibt vorerst abzuwarten.

Als Andy Murray Anfang des Jahres unter Tränen seinen Rücktritt verkündete, musste ein ganz großer der Tenniswelt seinen körperlichen Leiden Tribut zollen. Der Schotte war während seiner gesamten Karriere von Verletzungen geplagt, doch die Hüfte war sein größter Gegner. Nur gut ein halbes Jahr später ist der ehemalige Wimbledonsieger allerdings wieder da. Kürzlich verkündete Murray seine Rückkehr auf den Tennisplatz. In Wimbledon tritt er neben dem Doppel im Mixed zusammen mit Serena Williams an. Es scheinen keine weiteren Hüftprobleme aufgetreten zu sein.

Doppelspezialist Bob Bryan rät zur Hüft-OP

Kurz nach der denkwürdigen Pressenkonferenz riet der Doppelspezialist Bob Bryan Murray zu einer letzten Hüft-OP. Bryan selbst hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und kann seit dem Eingriff wieder schmerzfrei Tennis spielen. Bei der OP von Murray wurden Ende Januar Teile des Hüftknochens abgeschliffen und anschließend mit einer Metallverbindung ummantelt. Betway Sporthat sich mit dem komplizierten Eingriff beschäftigt und mit führenden Hüftchirugen über mögliche Komplikationen gesprochen. So war der Eingriff für Murray als eine Art „letzter Strohhalm“ zu werten, da bei einem Fehlschlag eine komplett künstliche Hüfte der nächste Schritt gewesen sei. Profisport wäre damit undenkbar geworden. Hüftchirurg Adam Hoad-Reddick zufolge sind die medizinischen Risiken bei diesem „Metall-auf-Metall-Prinzp“ trotzdem stark umstritten. Die Metallkappen können zudem die Ionenwerte im Blut erhöhen, was zur Entstehung einer Osteolyse, der Auflösung von Knochengewebe, führen könnte.

Hüftoperation

Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass Murray bereits wenige Monate nach der Operation wieder auf dem Tennisplatz stand. Der komplizierte Eingriff fand in der Nähe von wichtigen Muskeln statt, sodass eine Gefahr von Stauchungen und Rissen nicht auszuschließen ist. Hier spielt mit Sicherheit auch sein Ehrgeiz eine entscheidende Rolle. Viele Weggefährten und Trainer beschreiben den Schotten als unheimlich verbissen, sogarteilweise zu ehrgeizig. Mediziner befürchten, dass eine Rückkehr nach knapp viereinhalb Monaten verfrüht sein könne und raten zur Vorsicht. Während Bob Bryan sogar im Einzel wieder Erfolge feiern konnte, tritt Murray nun im Mixed Doppel an und hat beim Sieg im ersten Spiel gezeigt, dass die Hüfte hält. Immerhin sind die physischen Anforderungen an das Spiel zu zweit auf dem Court bei weitem nicht so hoch wie im Einzel. Wann Murray wieder allein auf dem Platz kämpft, bleibt vorerst abzuwarten.

Der Spaß steht im Vordergrund

Umso überraschender ist es, dass sich Murray vor seinen Auftritten in Wimbledon außerordentlich gelöst und relaxed präsentiert hat. Er brauche kein Tennis mehr, um glücklich zu sein. Vielmehr ist das Mixed mit der Tennislegende Serena Williams ein kleines Bonbon für Murray. Seinen Wimbledonsieg aus dem Jahre 2013 und der Olympiasieg vor heimischem Publikum ein Jahr zuvor, der Tagesspiegel berichtete, lässt sich eh nicht mehr toppen.