2018 US Open – Day 3

Kein Karriereende? Bob Bryan macht Murray Hoffnung

Unter Tränen hatte Andy Murray sein Karriereende für spätestens Wimbledon angekündigt. Doch nun macht Doppelspezialist Bob Bryan dem Schotten Hoffnung.

Murray hatte noch vor seiner Erstrundenpartie bei den Australian Open unter Tränen zugegeben, dass die Schmerzen in seiner maladen Hüfte immer noch zu groß sind. Und zog einen verbalen Schlussstrich (Lesen Sie HIER mehr).

Nach seiner atemberaubenden, aber nicht von Erfolg gekrönten Aufholjagd gegen Roberto Bautista Agut am Montag flogen Murray die Herzen fast aller im Tenniszirkus zu. Und was im On Court-Interview unterging: Plötzlich ließ er sich eine kleine Hintertür offen.

Genau die befeuert nun Bob Bryan, jener der beiden Doppelbrüder, der mit ähnlichen Hüftbeschwerden zu kämpfen hatte. Und dank einer Operation im Alter von 40 Jahren nach einer Operation schmerzfrei auf die Tour zurückkehrte.

Der 116fache ATP-Doppel-Champion (23 Grand Slams) unterzog sich im August 2018 einer speziellen Hüftoperation– dem sogenannten „Birmingham Hip Resurfacing System“.  Sie stellt eine operative Alternative zu einer traditionellen künstlichen Hüfte für Patienten mit Arthritis dar. Dabei wird nur der Oberschenkelhalsknochen künstlich ersetzt.

Bei Bryan verlief diese Methode erfolgreich. Er kehrte 2019 – schmerzfrei – auf die Tour zurück. Die britische Times berichtet nun, dass Murray des öfteren im Austausch mit Bryan gestanden und sich über diese größere Operation ausgetauscht habe.

Bryan fiel danach mehr als ein halbes Jahr  aus. Die Pause lohnte sich. Vor seiner Abreise aus Melbourne hatte Murray zugegeben, mit dem Gedanken zu spielen, diese Methode anwenden zu wollen – quasi als allerletzten Versuch. Dazu habe er bereits Bryans behandelnden Arzt, Dr. Edwin Su, in New York kontaktiert. Dieser half nicht nur Bryan, sondern auch Sportlern aus dem Basketball und Baseball.