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Hordorff: „Wimbledon wird die Absage für 2020 bekanntgeben“

In einem Exklusiv-Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky hat der DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff über die Pläne des Wimbledon-Turniers 2020 und den Alleingang der French Open-Veranstalter gesprochen.

Geht es nach dem Wissen von DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff wird es 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie kein Tennisturnier in Wimbledon geben. Im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky sagte Hordorff: „Wimbledon hat erklärt, dass sie am nächsten Mittwoch ein Board-Meeting haben und dort endgültig darüber entscheiden werden. Ich selber bin auch in den Gremien der ATP und WTA involviert. Dort sind schon die notwendigen Entscheidungen gefällt worden und Wimbledon wird am nächsten Mittwoch die Absage beschließen. Da gibt es keinen Zweifel dran.“

Laut Hordorff sind die Gründe für die Absage offensichtlich: „Das ist notwendig in der jetzigen Situation. Es ist völlig unrealistisch sich vorzustellen, dass bei den Reisebeschränkungen, die wir zur Zeit haben ein internationales Tennisturnier, wo Hunderttausende aus der ganzen Welt anreisen würden, stattfinden kann. Das ist nicht denkbar.“

Verschiebung von Wimbledon ist undenkbar

An eine mögliche Verschiebung von Wimbledon, das eigentlich vom 29. Juni bis 12. Juli 2020 ausgetragen werden sollte, glaubt Hordorff nicht: „Wimbledon hat durch den Rasen und die besonderen Lichtverhältnisse eigene Gesetze. Wimbledon im Zeitraum September, Oktober, wo auch noch keiner weiß, ob man spielen kann, wäre aufgrund der Rasensituation undenkbar.“

Mit einem finanziellen Schaden für die Veranstalter des Traditionsturniers rechne er hingegen nicht. „Wimbledon war wohl – als einziges Grand-Slam-Turnier – schon vor vielen Jahren voraussehend genug, sich auch vor einer weltweiten Pandemie zu versichern, sodass der finanzielle Schaden dort minimiert sein dürfte. Wimbledon hat natürlich auch so genügend Rücklagen, um mehrere Jahre überstehen zu können“, begründete Hordorff seine Behauptung, der derzeit aus seinem Home Office in Bad Homberg arbeitet.

Keine Weltranglistenpunkte für die French Open?

Zum Abschluss des Gesprächs kündigte der DTB-Vizepräsident krasse Konsequenzen für die French Open an, die sich quasi im Alleingang dazu entschieden hatten, ihre Turnier vom Frühsommer in den Herbst 2020 zu verlegen. „Die French Open werden nicht so wie sie sich das vorgestellt haben, verlegt werden. Entweder werden sie sich mit der gesamten Tennisfamilie in einen sinnvollen Plan einarbeiten lassen oder sie werden die Konsequenz der gesamten Tennisfamilie spüren. Ihnen werden die Weltranglistenpunkte entzogen und sie verkommen zur Chaosveranstaltung“, sagte Hordorff.

Allem Anschein nach sind sich die Franzosen ihrer vertrackten Situation durchaus bewusst. Hordorff: „Die Verantwortlichen kriechen auch schon wieder langsam zu Kreuze. In heutigen Zeiten ist Solidarität angesagt, da ist ein Miteinander angesagt und nicht Alleingänge, wie das der Präsident des französischen Tennisverbandes gemacht hat, der sich für seine Wiederwahl als starken Mann initiiert hatte.“

Hier geht es zum kompletten Hordorff-Interview bei Sky!