2025 ITF World Tennis Tour Junior Finals Chengdu , China Andres Santamarta Roig (ESP) vs Max Schoenhaus (GER) *** 2025 I

Drei Siege in Folge beim Challenger in Koblenz: Der 18-jährige Max Schönhaus steht dort im Halbfinale. Bild: IMAGO / Zimmer

Max Schönhaus erreicht erstes Challenger-Halbfinale seiner Karriere

Max Schönhaus, 18-jähriges Talent aus dem Sauerland, hat auf der Herren-Tour ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und steht im Halbfinale beim Challenger in Koblenz. 

Am Ende waren es 23 Asse und ein Schlussspurt der besonderen Art: Max Schönhaus, 18 Jahre alt und 2025 die Nummer zwei der Junioren-Weltrangliste, bezwang im Viertelfinale beim Challenger-Turnier in Koblenz den an vier gesetzten Japaner Kaichi Uchida, Weltranglisten-247., mit 7:5, 6:7, 6:2 und steht erstmals in seiner Karriere in einem Challenger-Halbfinale. Für den deutschen Yougster ist es auf der Profitour der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Auf Challenger-Ebene konnte Schönhaus 2025 bei vier Starts nur einen Sieg durch Aufgabe verbuchen. Nun gelangen ihm in Koblenz gleich drei am Stück. Vor seinem Viertelfinalerfolg hatte er bereits die Deutschen Mika Petkovic und Patrick Zahraj bezwungen.

Gegen den 31-jährigen Uchida startete Schönhaus stark und ging gleich mit 3:0 in Führung, aber der Japaner glich zum 3:3 aus. Beim Stand von 5:5 gelangen Schönhaus dann fünf Spielgewinne in Folge und er führte 7:5, 3:0. Aber auch im zweiten Satz wurde es nochmal eng, Uchida erzwang den Tiebreak. Schönhaus lag dort mit 4:6 hinten, punktete dann mit einem Return-Rohr und einem Ass – 6:6. Danach aber machte Uchida doch den Sack zu und holte sich den Tiebreak mit 8:6.

Schönhaus gab den Rhythmus vor

Schönhaus haderte nun mit sich, denn der Matchverlauf zeigte deutlich, dass er die Partie in seinen Händen hatte. Er war derjenige, der den Rhythmus vorgab – so mag er es ja eigentlich. Allerdings leistete er sich noch zu oft zu viele leichte Fehler und agierte in manchen Situationen etwas ungestüm. Umso überraschender war dann der Start in den dritten Satz. Schönhaus war nun nicht mehr zu bremsen, machte 16 von 20 Punkten und lag ruckzuck 4:0 vorne. Diesen Vorsprung gab er nicht mehr her. Sein letztes Aufschlagspiel brachte er zu null durch. Sein Abschlusspunkt: Ein Longline-Winner mit seiner wunderbaren einhändigen Rückhand.

 

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Der größte offensichtliche Unterschied zwischen Schönhaus und Uchida war der Aufschlag. Der Sauerländer servierte insgesamt 23 Asse, der Japaner nur fünf. Vor allem der Slice-Aufschlag von der Einstandsseite nach außen funktionierte bei Schönhaus fast nach Belieben. Insgesamt ließ er nur drei Breakpunkte zu, von denen Uchida zwei nutzen konnte.

Im morgigen Halbfinale trifft Schönhaus nun auf Pavel Kotov, der im Sommer 2024 schon zu den Top 50 der Weltrangliste zählte. Bei den French Open 2024 schlug Kotov mit Cameron Norrie und Stan Wawrinka zwei bekannte Namen auf der ATP-Tour. Er scheiterte dann in der dritten Runde an Jannik Sinner. Aktuell steht der Russe, 27, nur noch auf Rang 470.

Sollte Schönhaus, der momentan auf Weltranglistenplatz 598 steht, das Halbfinale gewinnen und ins Endspiel von Koblenz einziehen, würde er ab kommenden Montag erstmals zu den Top 500 auf der ATP-Tour zählen. Neben Justin Engel (18, ATP# 184) und Diego Dedura (17, ATP# 332) wäre Schönhaus der dritte deutsche Teenager in den Top 500 der Herren-Weltrangliste.