Pete Sampras, Andre Agassi

Miami Open: Die Fairplay-Geste von Agassi gegenüber Sampras

Andre Agassi und Pete Sampras trafen im Finale der Miami Open 1994 aufeinander. Dass das Endspiel überhaupt stattfinden konnte, lag an der fairen Geste von Agassi. 

Die Miami Open starten morgen am Mittwoch mit dem Hauptfeld. Heute vor 25 Jahren, am 20. März 1994, war bereits der letzte Spieltag beim Turnier mit dem Herrenfinale. Das Endspiel auf der Halbinsel Key Biscayne, auf der die Miami Open bis 2018 stattfanden, versprach einen spielerischen Leckerbissen zwischen Andre Agassi und Pete Sampras.

Sampras: „Das werde ich nie vergessen”

Dass das Finale überhaupt stattfinden konnte, lag an einer sportlich fairen Geste von Agassi. Denn Pete Sampras litt an einer Magenverstimmung, an der das abendliche Pastaessen schuld gewesen sein soll. Dem Finale drohte die Absage, doch Agassi stimmte zu, dass das Endspiel später am Tag stattfinden kann. Sampras wurde 90 Minuten intravenös mit Flüssigkeit behandelt, ehe er mit einem leeren Magen den Platz betreten konnte.

Und tatsächlich: Sampras holte sich den Titel bei den Miami Open, indem er Agassi mit 5:7, 6:3, 6:3 besiegte. „Ich bin genauso überrascht wie jeder in diesem Raum, dass ich gewonnen habe“, sagte Sampras auf der Pressekonferenz. Auf dem Platz dankte „Pistol Pete“ seinem Landsmann für die Fairplay-Geste. „Er hat mir gezeigt, was Klasse bedeutet. Das werde ich nie vergessen.“ Agassi selbst sagte über seine Erlaubnis, das Finale später spielen zu lassen: „Das war keine komplizierte Entscheidung für mich. Wenn ich den besten Spieler der Welt nicht besiegen kann, dann verdiene ich es nicht, die Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Und gewiss verdiene ich sie nicht, wenn ich ihn nicht besiegen kann, wenn er krank ist.“