Novak Djokovic, Goran Ivanisevic

Novak Djokovic trennt sich nach sechs Jahren von Goran Ivanisevic.Bild: Getty Images

Djokovic trennt sich plötzlich von Trainer Ivanisevic

Paukenschlag beim Rekord Grand Slam-Sieger! Novak Djokovic und sein Trainer Goran Ivanisevic gehen ab sofort getrennte Wege. Das verkündete der Weltranglistenerste auf Instagram.

Ein inniges Bild der beiden, ein Schnappschuss bei einer Partie des Brettspiels Parchisi und ein kurzer Text. Damit verkündete Novak Djokovic das Ende der sechsjährigen und mehr als fruchtbaren Partnerschaft mit seinem Coach Goran Ivanisevic. Der Weltranglistenerste beschreibt, wie die Zusammenarbeit zustande kam: „Wir haben Goran 2018 eingeladen Teil unseres Teams zu werden. Ich und Marian [Vajda] haben nach Innovation gesucht. Wir wollten Aufschlag-Magie in unser Team bringen. Neben einer Menge Spaß, zwölf Grand Slam-Titeln und natürlich auch einigen Dramen, haben wir das sehr gut geschafft.“

 

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Djokovic über Ivanisevic: „Ich liebe dich“

Agierte Ivanisevic zunächst noch als Zweittrainer, übernahm er 2022 den Posten als Cheftrainer von Marian Vajda. Neben den zwölf Major-Erfolgen mit dem Kroaten in seinem Team konnte der „Djoker“ auch achtmal eine Saison als Nummer eins der Welt abschließen. Das Verhältnis der beiden war von Beginn an ein besonderes: „Unsere Beziehung auf und neben dem Platz hatte ihre Höhen und Tiefen, aber unsere Freundschaft war trotzdem immer grundsolide“, erklärt Djokovic in seinem Instagram-Post. Schaut man in die Vergangenheit, finden sich zahlreiche Wutausbrüche von Djokovic, welche sich häufig gegen seine Box und damit auch Ivanisevic richteten. Trotz des oft angespannten Verhältnis beendet er den Post mit den Worten: „Danke für Alles mein Freund. Ich liebe dich.“

Novak Djokovic: Trainerhistorie

In seiner mittlerweile 21 Jahre andauernden Karriere hat Djokovic mit acht Trainern zusammengearbeitet. Bei seinem Start auf der Profitour 2004 stand ihm Landsmann Dejan Petrovic an der Seite. Ein Titelgewinn blieb zwar aus, allerdings sprang Djokovic innerhalb eines Jahres von außerhalb der Top 300 in die Top 100. Mit dem Italiener Riccardo Piatti hatte er zwischen 2005 und 2006 ein kurzes, wenig erfolgreiches Engagement.

CheftrainerZeitraumMajor-Erfolge

Dejan Petrovic

2004 – 2005/

Riccardo Piatti

2005 – 2006/
Marian Vajda2006 – 2013 & 2018 – 202214
Boris Becker2013 – 20166
Andre Agassi & Radek Stepanek2017 – 2018/
Goran Ivanisevic2022 – 20244

Anschließend begann erstmals die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Marian Vajda. Zunächst agierte der Slowake bis 2013 als Cheftrainer von Djokovic. Zwischenzeitlich war auch die ehemalige Nummer vier der Welt Todd Martin Teil des Teams. 2013 wurde dann Boris Becker zum neuen Chefcoach, während Vajda in die Rolle des Co-Trainers rückte. Mit dem Deutschen an seiner Seite gewann Djokovic sechs Major-Titel. Drei Jahre später krempelte der siebenmalige Wimbledonsieger sein Team komplett um. Mit den Ex-Profis Andre Agassi und Radek Stepanek arbeitete er allerdings nur für elf Monate zusammen, bevor Vajda erneut das Ruder übernahm.

Ab 2018 war dann auch Ivanisevic mit im Boot. Bevor er 2022 Chefcoach wurde, gewann er mit Djokovic bereits acht Major-Titel. Marian Vajda arbeitet seitdem mit seinem Landsmann Alex Molcan zusammen. Mit 20 Grand Slam-Titeln als Chef- und Co-Trainer ist er der erfolgreichste Trainer im Männertennis.

Djokovic: Verpatzter Start in 2024 & keine Infos zum Nachfolger von Ivanisevic

Durchaus ungewohnt war der Start in die Saison 2024 für Novak Djokovic. Bislang, kurz vor Beginn der Sandplatzsaison in Europa, verbleibt Djokovic noch ohne Titel. Bei den Australian Open verlor er im Halbfinale gegen Jannik Sinner. Bereits in der dritten Runde war für den Serben in Indian Wells Schluss. Mit Luca Nardi unterlag er einem Spieler, der zu dem Zeitpunkt außerhalb der Top 100 stand. Jetzt will der Serbe anscheinend frischen Wind in sein Team bringen. Allerdings macht der Serbe über die Nachfolge von Ivanisevic noch keine Angaben.

Die Teilnahme bei den Miami sagte er ab, um seine „privaten und beruflichen Pläne auszubalancieren“. Der nächste Auftritt des Weltranglistenersten wird beim Turnier in seiner Wahlheimat Monte-Carlo erwartet. Womöglich dann mit neuem Trainer wird er den Platz an der Spitze im ATP-Ranking verteidigen wollen.