Laver Cup 2019 – Day 3

Raonic: „Laver Cup ist besser als die ersten Grand Slam-Runden“

In einem Gespräch mit dem englischen Fachmagazin „tennishead“ gab Milos Raonic seine Eindrücke vom Laver Cup-Wochenende preis. Sein Fazit: Es ist ziemlich anstrengend, aber man gibt alles für sein Team.

Er war am Ende des Laver Cup-Wochenendes der große Verlierer: Milos Raonic aus Kanada holte für das „Team World“ in zwei Einzeln keinen einzigen Punkt. Am zweiten Tag unterlag er Rafael Nadal. Und am Schlusstag, im alles entscheidenden Einzel gegen Alexander Zverev, verlor er im Match-Tiebreak, so dass „Team Europe“ mit Federer, Nadal und Co. zum dritten Mal in Serie die Laver Cup-Trophäe in die Höhe stemmten.

Am Rande eines Sponsorentermins in England sprach Raonic nun mit den Kollegen von „tennishead“, einem englischsprachigen Tennismagazin, über seine Erlebnisse beim Laver Cup. Trotz seiner zwei Niederlagen war der Kanadier begeistert von dem Team-Event, an dem er zum ersten Mal in seiner Karriere teilnahm. „Die Atmosphäre beflügelt jeden Spieler“, sagte der 28-Jährige.

Raonic mit speziellem Debüt in Genf

Es war ein spezielles Debüt für Raonic, der sein letztes Match vor dem Laver Cup in Montreal beim ATP-1000er-Masters absolviert hatte. Bei seinem Comeback traf er in Genf dann gleich auf den frischen US Open-Champion Rafael Nadal. „Das ist natürlich sehr speziell. Ich hatte keine Ahnung, wo ich mit meinem Spiel überhaupt stand und dann bekommst du es mit Rafa zu tun, der dir jeden Ball mit viel Spin auf die Rückhand zwirbelt“, erzählte Raonic.

Auch das Entscheidungsmatch gegen Zverev hinterließ einen prägenden Eindruck bei Raonic: „Auf beiden Seiten stehen die Teamkollegen und die Trainer, die uns auf dem Court pausenlos anfeuerten. Als Spieler willst du dann niemanden enttäuschen und du gibt alles, was du hast, um zu gewinnen.“ Auch wenn die Tage lang sind (Roanic: „Du bist 13,14 Stunden pro Tag in der Halle, das schlaucht schon!“), wiegt der Teamgeist alles davon auf: „Die Zeit mit den Jungs vergeht wie im Fluge, das macht schon viel Spaß.“

Am Ende kommt Raonic zu einem Vergleich, das etwas überraschen mag: „Ich will den Laver Cup in Sachen Energie und Emotionen nicht direkt mit einem Grand Slam-Finale vergleichen. Aber er ist definitiv besser als die ersten Runden eines Grand Slam-Turniers.“

timboe