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Angelique Kerber: Sehen wir diese Bilder schon bald wieder?

Zwei Jahre nach ihrem ersten Grand Slam-Sieg bei den Australian Open ist Kerber wieder voll auf Erfolgskurs: Nach der Deklassierung von Madison Keys kann die Deutsche sich realistische Hoffnungen auf den Finaleinzug machen. Und im Finale ist alles möglich. Das nehmen wir zum Anlass, um auf ihren letzten Triumph in Melbourne zurückzublicken.

Der 30. Januar 2016, kurz vor 22 Uhr in Melbourne. Angelique Kerber liegt mit dem Rücken auf dem blauen Untergrund der Rod Laver Arena und reißt die Arme im Jubel nach oben. Sie hat es geschafft – sie hat die Nummer eins der Welt geschlagen, hat als erste Deutsche seit Steffi Graf ein Grand Slam-Tunier gewonnen. Auf Twitter und Facebook überschlagen sich die Posts, die ganze Welt gratuliert Kerber zu ihrem Triumph.

Partystimmung bei Kerbers Australian Open-Sieg 2016.

Zum selben Zeitpunkt springen im Clubhaus der Tennisgesellschaft Düsternbrook (TGD) die begeisterten Zuschauer klatschend und schreiend auf. Bis in die hinterletzte Ecke ist der Raum gefüllt, an der Tür klebt ein Schild mit der Aufschrift „Angie spielt – Geschlossene Gesellschaft TGD“. Heute kennt der Jubel hier keine Grenzen. Schnell wird eine Sektflasche geköpft, ruckzuck haben alle Anwesenden ein volles Glas in der Hand. Bei der TGD, dem Jugendverein von Kerber, hatten sie diesem Moment schon besonders lange entgegen gefiebert. „Das ist der Wahnsinn!“, ruft ein Vereinsmitglied begeistert und holt sich gleich noch ein zweites Glas Sekt. Ähnlich glücklich zeigte sich die Vorsitzende der TGD, Hella Rathje: „Erhofft haben wir uns dieses Ergebnis natürlich, aber wirklich erwartet haben wir das nicht!“ Damals kannte der Jubel keine Grenzen – heute, zwei Jahre später, dürfte es im Falle eines Erfolgs von Kerber kaum anders sein.

Der Eingang zum Clubhaus der TGD.

Bis in Kiel wieder der ganz große Jubel ausbrechen kann, braucht Kerber noch zwei Siege. Möglich scheint dies allemal: ihr starkes Aufschlagsspiel und ihre Ruhe im Spiel, dazu die verschwindend geringe Zahl an Fehlern – Kerber scheint nach ihrem Seuchenjahr bereit für den nächsten großen Triumph. Beim TGD werden sich die Vereinsmitglieder wohl auch morgen früh um sechs Uhr im Match gegen die Weltranglistenerste Simona Halep wieder versammeln – und vielleicht haben sie am kommenden Samstag ja wieder einen Grund, um eine Flasche Sekt zu köpfen.

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