Roger Federer, Stefanos Tsitsipas

Tsitsipas über Privilegien der Stars: „Ein wenig unfair“

Stefanos Tsitsipas findet, dass die Topspieler von Schiedsrichtern bevorzugt werden. Roger Federer widerspricht dem 20-jährigen Griechen.  

Werden die Topspieler auf der ATP-Tour bevorzugt? Für Stefanos Tsitsipas kann es nur eine Antwort geben: ein klares Ja. Der 20-jährige Grieche stellte sich auf Twitter einen Frage-und-Antwortspiel mit seinen Fans und äußerte sich zu den Privilegien, die vor allem Roger Federer genießt. „Ich glaube, dass Spieler, die über die Jahre erfolgreich waren und in der Tenniswelt respektiert sind, Privilegien haben, wenn es um gewisse Regeln und Schiedsrichterentscheidungen geht. Ich habe das selbst ein paar Mal erlebt, als ich gegen diese Jungs spielte. Ich denke, es ist ein wenig unfair“, schrieb Tsitsipas.

Kurz darauf relativierte der Weltranglistenachte seine Äußerung und ergänzte. „Roger Federer wird immer mein Lieblingsspieler sein, egal, was passiert. Ich will ihn nicht hineinziehen. Es ist nicht seine Schuld oder Absicht. Es sind die Schiedsrichter, die versuchen, die Topspieler mehr zu schützen, als sie sollten. Mehr nicht.“

Federer: „Schiedsrichter wissen, wie wir reagieren”

Federer wurde nach seinem Finalsieg bei den Miami Open auf die Worte von Tsitsipas angesprochen. Der Schweizer findet, dass es keine Sonderhandlung für ihn und einige seiner Kollegen gibt. „Ich sehe keine Vorzugsbehandlung, um ehrlich zu sein. Es sollte auch keine geben. Wenn ich eine Verwarnung bekomme, und ich bekomme Verwarnungen wie kürzlich in Dubai, glaube ich, ist es ganz normal. Es tut mir leid, wenn Stefanos dies so sieht.“

Federer gab zudem eine Erklärung, warum es manchmal so scheint, dass die Topspieler mehr Privilegien auf dem Platz haben als jüngere Spieler. „Ich denke, dass die Schiedsrichter die Topspieler gut kennen. Sie kennen ihre Probleme. Sie wissen, wie sie sich verhalten. Sie wissen, wie sie reagieren. Sie wissen, was eine dumme Aktion ist und was normal ist. Wir kennen uns mittlerweile so gut. Es ist einfacher für die Schiedsrichter, mit einem Topspieler, den sie kennen, umzugehen als mit einem aufkommenden Spieler wie Tsitsipas oder einem jungen Spieler.“