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Von Del Potro bis Puig – „Dark Horses“ bei den US Open

Fabio Fognini – Der begnadete Heißsporn

Ranking: 38

Größte Erfolge: Vier Turniersiege – Hamburg und Stuttgart 2013, Vina del Mar 2014 und vor einigen Wochen in Umag. Auf Grand Slam-Ebene: Viertelfinale Paris 2011, Achtelfinale Melbourne 2014 und New York 2015 – damals besiegte er Rafael Nadal in fünf Sätzen.

Seine Stärken: Pöbeln, fluchen – und viel Touch und Variabilität. Wenn’s bei Fognini läuft, wünscht sich jeder einen anderen Gegner.

Saison 2016: Halbfinale in München und Titel in Umag. Ansonsten keine Highlights – deshalb gehört der Italiener zu den Ungesetzten!

US Open-Prognose: Achtelfinale – aber nur, wenn Fokus und Auslosung stimmen!

 

Taylor Fritz – Die Hoffnung der Amerikaner

WINSTON SALEM, NC - AUGUST 22:  Taylor Fritz of the Unites States retuns a shot to Frances Tiafoe of the United States during the Winston-Salem Open at Wake Forest University on August 22, 2016 in Winston Salem, North Carolina.  (Photo by Grant Halverson/Getty Images)

Senkrechtstarter aus den USA: Taylor Fritz gehört zu den Aufsteigern der letzten zwölf Monate.

Ranking: 54

Größte Erfolge: Junioren-Sieger der US Open 2015, Finalist beim ATP-Turnier in Memphis 2016.

Seine Stärken: Ein krachender Aufschlag und gefährliche Grundschläge. Und: Fritz ist verdammt cool – ruhig, abgeklärt und kontrolliert.

Saison 2016: Im Febraur erreichte er in Memphis – bei seinem dritten ATP-Turnier! – das Endspiel. Er ist der jüngste US-Finalist auf der ATP-Tour seit Michael Chang 1989. Innerhalb der letzten zwölf Monate verbesserte sich der Youngster von Platz 685 bis auf Position 54 – ein kometenhafter Aufstieg.

US Open-Prognose: Fritz ist abgebrüht genug, um vor der Heimkulisse die Nerven zu bewahren. Warum sollte er nicht in die dritte Runde stürmen?

Weitere potenzielle Überraschungs-Kandidaten aus der zweiten Reihe: Viktor Troicki (ATP Nr. 35), Nicolas Almagro (ATP Nr. 46), Fernando Verdasco (ATP Nr. 47).

 

 „Dark Horses“ in der Damenkonkurrenz

Monica Puig – Die Olympiasiegerin

Ranking: 34

Größte Erfolge: Gold in Rio – was denn sonst?! 2014 gewann sie in Straßburg ihren einzigen WTA-Titel, in diesem Jahr stand sie im Finale vom Sydney. Aber ihr Erfolg bei Olympia überstrahlt alles.

Ihre Stärken: Fragen Sie mal bei Angelique Kerber nach! Power pur, Präzision, Kampfgeist – zumindest in Rio hat sie so agiert. Wenn Puig on fire ist, feuert sie besser als jede Ballmaschine.

Saison 2016: Außer Olympia und Sydney? Halbfinale in Eastbourne und Nottingham. In Melbourne und Paris in Runde drei, in Wimbledon Auftaktaus.

US Open-Prognose: Entweder die ganz frühe Ernüchterung nach der Rio-Sensation – oder ein Durchmarsch bis mindestens ins Halbfinale.

 

Eugenie Bouchard – Die abgestürzte Senkrechtstarterin

Ranking: 40

Größte Erfolge: Ein Titel in Nürnberg 2014 – und eine grandiose Grand Slam-Bilanz im selben Jahr: Halbfinale in Melbourne und Roland Garros, Finale in Wimbledon. Danach war sie die Nummer fünf der Welt.

Ihre Stärken: Modernes Damentennis halt – viel Power, früher Treffpunkt. Allerdings nur an guten Tagen mit der nötigen Kontrolle. Gilt auch für ihren eigentlich starken Aufschlag.

Saison 2016: Endspiele in Kuala Lumpur und Hobart – ansonsten ein Jahr ohne große Höhepunkte. Allerdings: Nach ihrem Seuchenjahr 2015 zeigt die Formkurve wieder nach oben.

US Open-Prognose: Bouchard ist definitiv für niemanden eine Wunschgegnerin zum Auftakt – aber mehr als die dritte Runde erscheint unrealistisch.