Noah Honsberger: Weltmeister mit klarem Fokus

Noah Honsberger Bild: Freshfocus

Liebt den Wettkampf: Noah Hosnberger hat mit 14 Jahren bereits einen Weltmeistertitel in seiner Vita stehen.

Im vergangenen August krönte sich Noah Honsberger mit dem Schweizer Team zum U14-Weltmeister. Langfristig träumt er von noch Grösserem. Dafür investiert er schon heute einiges.

Noah Honsberger verbrachte schon als kleiner Junge viel Zeit auf dem Tennisplatz – sein Vater Frédéric ist Tennislehrer und gehörte selbst einst zu den besten 150 Spielern der Schweiz. «Das hat in mir die Lust geweckt, ebenfalls zu spielen», erzählt der 14-Jährige aus Les Cullayes im Kanton Waadt. Aus der kindlichen Begeisterung hat sich eine anhaltende Leidenschaft entwickelt, die Noah wie folgt in Worte fasst: «Tennis ist ein sehr taktischer Sport. Ich mag die vielen Variationsmöglichkeiten im Spiel und liebe den Wettkampf.» Noah bevorzugt es, die Punkte nicht immer nach demselben Muster aufzubauen – mal dominiert er mit der Vorhand, mal greift er mit einem Stoppball an. Inspiration holt er sich dabei unter anderem beim siebenfachen Grand-Slam-Sieger Carlos Alcaraz.

Grosse Erfolge und noch grössere Ziele

Ganz so weit ist Honsberger noch nicht, aber auch die bisherigen Erfolge des jungen Talents lassen sich sehen: Im Januar 2024 wurde Noah U12-Schweizermeister, im Juni 2026 erreichte er beim U14-Turnier von Wimbledon die Halbfinals und zwei Monate später feierte er mit dem Schweizer Team den U14-Weltmeistertitel. «Wir hatten einige sehr enge Begegnungen. Dieses Turnier mit einem Sieg abzuschliessen, war unglaublich emotional», sagt Noah. Kein Wunder, bezeichnet er den WM-Titel als seinen bisher schönsten Tennismoment. Der sportlichen Entwicklung ordnet der Westschweizer fast alles unter. Für sein letztes obligatorisches Schuljahr wechselte er die Schule, um näher bei Swiss Tennis in Biel zu sein. Unter der Woche lebt er bei seinen Grosseltern im Kanton Bern, am Wochenende kehrt er – sofern kein Turnier ansteht – zu seiner Familie in den Kanton Waadt zurück. 

Familie und Freunde sorgen für den nötigen Ausgleich zum leistungsorientierten Alltag auf dem Tennisplatz, so Noah. Gleichzeitig unterstützen ihn seine Eltern auf seinem Weg im Spitzensport: «Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.» Und wohin soll dieser Weg führen? Noah formuliert es ohne Umwege: Er möchte Profi werden und Grand-Slam-Turniere gewinnen. Wimbledon kennt er bereits als Junior. Eines Tages möchte er dorthin zurückkehren – dann zum Turnier der Grossen.