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Überflieger Djokovic: Seine Rekorde nach dem Miami-Titel

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat sich mit dem Finalsieg in Miami/Florida zum alleinigen Masters-Rekordsieger gekrönt. Mit dem 6:3, 6:3 im Endspiel gegen den an Position sechs gesetzten Japaner Kei Nishikori sicherte sich der Serbe seinen 28. Masters-Titel und hat damit einen Sieg mehr auf dem Konto als der Spanier Rafael Nadal.

Profis mit den meisten ATP Masters-Titel:

1.Novak Djokovic28
2.Rafael Nadal27
3.Roger Federer24
4.Andre Agassi17
5.Andy Murray11
5.Pete Sampras11

Der 28 Jahre alte Schützling von Boris Becker gewann das Hartplatzturnier zum sechsten Mal.

Zum dritten Mal in Folge gelang ihm das „Sunshine Double“ mit dem Sieg beim Masters in Indian Wells zwei Wochen zuvor – auch das hat noch nie ein Profi vor ihm geschafft. Insgesamt war es schon sein viertes Double seiner Karriere. Roger Federer gewann das Double zweimal in Serie: 2006 und 2007. Nach 1:26 Stunden machte der elfmalige Grand-Slam-Champion Djokovic den Erfolg über den US-Open-Finalisten von 2014 perfekt und feierte den 63.

Hier die Highlights der Finalpartie:

Der „Djoker“ setzte durch seinen Sieg in Miami noch weitere Rekordmarken. So hat er etwa in Sachen „Karriere-Preisgeld“ Roger Federer überflügelt. Djokovic hat nun 98,2 Millionen US-Dollar an Siegprämien eingesammelt, Federer kommt auf 97,9 Millionen Dollar.

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HUHU, HIER BIN ICH! Seriensieger Novak Djokovic in Miami.

Theoretisch kann der Serbe nun schon vor den French Open zum ersten „100 Millionen-Dollar-Mann“ der Tennisgeschichte werden. Sollte er die Masters-Turniere in Monte Carlo, Madrid  und Rom jeweils gewinnen, würde er mehr als zwei Millionen Dollar verdienen und hätte die 100 Millionen-Dollar-Schallgrenze geknackt. Allerdings hat Djokovic in den letzten beiden Jahren jeweils nicht in Madrid gespielt. In dem Fall würde Djokovic voraussichtlich bei den French Open endgültig zum Superverdiener der Tour werden.

Einen ganz persönlichen Erfolg feierte Djokovic in Miami noch zusätzlich: Er hat nun mehr Einzelsiege auf der Tour als sein Coach Boris Becker. Djokovic kommt auf 714 Siege, Becker schaffte in seiner aktiven Zeit insgesamt „nur“ 713 Siege.


(SID, Red, timboe)

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  1. Stefan Höfel

    In der Aufstellung fehlen die Spieler, die vor 1990 die Turniere gewonnen haben, die zwischenzeitlich bzw. noch immer zu den ATP-Masters-Turnieren, früher Super-9, gehörten.
    Ivan Lendl hat u.a. Monte Carlo, Hamburg, Rom und Key Biscayne je zweimal gewonnen. Hinzu kommen sechs Titel bei den Canadian Open, je einer in Cincinnati und in Stockholm. In Indian Wells und Paris-Bercy war Lendl nie erfolgreich.
    Ein wesentlicher Unterschied ist auch, dass heute die ATP-Masters-Turniere ein Pflichtveranstaltung sind. Das war vor 1990 wegen des Durchschnittsystems und auch ab 1990, als jahrelang nur die besten 14 Ergebnisse in der Weltrangliste Berücksichtigung fanden, anders. Heute ist es für einen Spieler von Vorteil, an möglichst vielen Masters-Turnieren teilzunehmen. Lendl spielte 1989, dem letzten Jahr mit Punktedurchschnitt vier heutige Masters-Turniere bzw. deren Vorgänger, nämlich Key Biscayne, Hamburg, Canadian Open in Montreal sowie Stockholm. Er gewann alle vier Turniere.
    MfG aus Lübeck, Stefan Höfel

  2. Stefan Höfel

    Hier noch ein Nachtrag:
    „Früher“ wurde das Finale der meisten ATP-Masters-Turniere noch auf 3 Gewinnsätze gespielt. Wer erinnert sich nicht an Boris Beckers 5-Satz-Sieg gegen Sampras in Stuttgart 1996 und seine 5-Satz-Niederlage gegen Muster in Monte Carlo 1995. Boris kommt auf 12 Siege bei ATP-Masters-Turnieren, nämlich 4xStockholm, 1xStuttgart, 3xParis-Bercy, 2xIndian Wells sowie je 1xCanadian Open und Cincinnati. Heute wird keines der neun ATP-Masters-Turniere auf drei Gewinnsätze gespielt, auch das Endspiel des ATP-Finals nicht mehr.


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