Juncheng Shang: 10 Fakten zum chinesischen Nachwuchsspieler
Juncheng Shang war einer der Newcomer der Saison 2024. Nach einer schweren Verletzung kämpft sich der Chinese nun wieder nach oben.
1. Hintergrund
Juncheng Shang – auch genannt Jerry Shang – wurde am 2. Februar 2005 geboren und ist mittlerweile 20 Jahre alt. Er ist der Sohn des ehemaligen Fußballspielers Shang Yi und der Tischtennis-Weltmeisterin im Doppel und Mixed von 1997 Wu Na. Mit seinen Eltern lebte er zunächst in Peking, Geschwister hat er keine. Er fand zum Tennis, weil seine Eltern einen Sport suchten, der zwischen Tischtennis und Fußball lag. Mit sechs Jahren fing er an ambitioniert Tennis zu spielen und mit elf Jahren ist er in die USA gegangen.
2. Juniorenkarriere
Shang hatte eine erfolgreiche Junioren-Karriere. 2019, mit 14 Jahren, gewann er als erster Spieler des Jahrgangs 2005 einen ITF Junior-Titel. 2021, mit nur 16 Jahren, war er die Nummer eins der Junioren-Weltrangliste. Im gleichen Jahr erreichte er das Junioren-Finale der US Open.
3. Zeit in Amerika
Shang trainiert seit seinem elften Lebensjahr in den USA, um genauer zu sein: in der berühmten IMG Academy von Brandeton, Florida. Sein Trainer ist der Argentinier Martin Alund, der bis 2017 Profi war und 2013 in den Top 100 stand, dann aber verletzungsbedingt aufhörte. In der IMG Academy trainierten auch etliche Profis, zum Beispiel Sebastian Korda und Denis Shapovalov.
4. Die Saison 2024
2024 war das bisher beste Jahr von Shang. Er gewann in diesem Jahr nicht nur sein bisher einziges ATP-Turnier (in Chengdu), sondern zog auch in die Top 100. Später erreichte er sogar mit Platz 47 die Top 50. 2024 erreichte er die dritte Runde bei den Australian Open – das ist bis heute sein bestes Ergebnis bei einem Grand Slam-Turnier.
5. ATP-Turnier Chengdu in 2024
In dieses Turnier ging Shang als ein großer Underdog und gewann es am Ende. Mit Siegen gegen Lorenzo Musetti, Alexander Bublik und Nicolas Jerry, die alle unter den Top 25 der Welt standen, holte er sich seinen ersten großen Titel.
6. Erfolge auf der Challenger-Tour
Auch auf der Challenger-Tour kann Shang Erfolge aufweisen. 2023 gewann er seinen ersten Challenger-Titel in Lexington. Ein Jahr später erreichte Shang das Halbfinale des Challenger von Bordeaux, wodurch er in die Top 100 einzog.
7. Spielweise
Mit seiner aggressiven Spielweise setzte er als Linkshänder auf Winkel und Rhythmuswechsel. Er hat einen großen Kampfgeist und bewahrt auch in wichtigen Momenten einen kühlen Kopf. Er nutzt seine Vorhand gerne, um Druck aufzubauen und so das Spiel zu dominieren.
8. Freizeit
Auch seine Freizeit ordnet Shang hauptsächlich dem Tennis unter. Wenn er mal Zeit hat und nicht auf dem Tennisplatz steht, reist er gerne. Insgesamt trainiert er aber die meiste Zeit und nimmt sich nicht viel frei.
9. Verletzung
Shang hatte einen schlechten Start ins Jahr 2025, weil er sich im Januar gleich eine schwere Fußverletzung zuzog, weshalb er auch sechs Monate ausfiel und sich einer Operation unterziehen musste. In dieser Zeit war Shang zur Ruhe verdammt. In einem Interview erzählte er, seine Schmerzen seien so groß gewesen, dass er nachts teilweise nicht schlafen konnte. Im Sommer 2025 gab es dann sein Comeback, das allerdings eher schleppend verlief, weil er noch nicht wieder richtig fit war.
10. Saisonstart 2026
Ins neue Jahr startete Shang, inzwischen nur noch die Nummer 406 im Ranking, per Wildcard beim ATP-Turnier in Hongkong. Dort gewann er auch die ersten zwei Runden, verlor dann aber gegen Alexander Bublik. Bei den Australian Open ist er als Weltranglisten-318. aufgrund seines „Protected Rankings“ im Hauptfeld und hat die erste Runde in vier Sätzen gegen Roberto Bautista-Agut gewonnen. In Runde zwei muss er nun gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp antreten.
