Kevin Anderson steht überraschend im Finale der US Open

22 Asse: Routinier Anderson erreicht Finale der US Open

New York (SID) – Außenseiter Kevin Anderson hat auch dank 22 Assen das Finale der US Open erreicht und greift am Sonntag in New York nach seinem ersten Grand-Slam-Titel. Der an Position 28 gesetzte Südafrikaner bezwang bei seiner Major-Halbfinalpremiere den leicht favorisierten Pablo Carrano Busta aus Spanien (Nr. 12) mit 4:6, 7:5, 6:3, 6:4.

„Das bedeutet die Welt für mich, ich schwebe gerade auf Wolke sieben. Es war eine lange Reise für mich, bis ich hier angekommen bin“, sagte Routinier Anderson, der in diesen Tagen sein 34. Grand-Slam-Event bestreitet und wegen einer Hüftoperation unter anderem die Australian Open im Januar verpasst hatte. 

Bei seinem ersten Matchball nach 2:55 Stunden profitierte Anderson von einem Rückhandfehler seines Kontrahenten. Danach kletterte er in seiner Box und küsste seine Frau Kelsey, eine amerikanische Golferin.

Im Endspiel von Flushing Meadows trifft der 31-Jährige nun auf den Sieger der Partie zwischen dem topgesetzten Rafael Nadal (Spanien) und dem Argentinier Juan Martin del Potro (Nr. 24), der im Viertelfinale Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer (Schweiz/Nr. 3) ausgeschaltet hatte. 

Der in Florida lebende Anderson ist der erste Südafrikaner seit 52 Jahren, der wieder ein US-Open-Finale erreichte. Und der Weltranglisten-32. ist der am schlechtesten platzierteste Endspielteilnehmer im Big Apple seit Einführung der Computer-Rangliste 1973.

Im ersten Satz erlaubte sich Carreno Busta vor 23.771 Zuschauern gerade einmal einen unerzwungenen Fehler. Doch der 2,02 Meter große Anderson, der nur vier von 14 Breakchancen nutzte, wurde dominanter und konnte sich besonders auf sein Service verlassen. Der Südafrikaner hatte vor wenigen Wochen das Finale von Washington gegen Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 4) verloren. Der 20-Jährige war in der zweiten Runde des Hartplatz-Spektakels gescheitert. 

Der Sieger des letzten Major-Tournaments 2017 erhält ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet rund 3,1 Millionen Euro. Für den Verlierer bleibt immerhin die Hälfte. 

Im Frauen-Finale stehen sich am Samstag (22.00 Uhr MESZ) die beiden Amerikanerinnen Madison Keys (Nr. 15) und die ungesetzte Sloane Stephens gegenüber. Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 6) war bereits an ihrer Auftakthürde gescheitert.